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New Brunswick und Saarland: Gemeinsamkeiten und Perspektiven

12.06.2003 - (idw) Universität des Saarlandes

Kanadisch-deutsche interdisziplinäre Konferenz des Saarbrücker Kanadazentrum (CCAC) zum Thema "Borderlands-Grenzräume: New Brunswick und das Saarland" vom 26. bis 28. Juni 2003im Hotel Mercure, Saarbrücken
(Hafenstraße 8, 66111 Saarbrücken)

Im Rahmen der Tagung unterzeichnen die Universität des
Saarlandes und die University of New Brunswick am 28. Juni 2003 in der saarländischen Staatskanzlei (Ludwigsplatz) ein Abkommen für Austausch und Zusammenarbeit.

Das von Professor Dr. Klaus Martens geleitete Zentrum für Kanadische und Anglo-Amerikanische Kulturen (CCAC) der Universität des Saarlandes veranstaltet vom 26. bis 28. Juni 2003 in Saarbrücken eine internationale Konferenz zum Thema "Borderlands-Grenzräume: New Brunswick und das Saarland". Acht Experten beider Regionen und unterschiedlicher Disziplinen werden erwartet, darunter so renommierte Wissenschaftler wie die Politikwissenschaftler Richard Sigurdson und Don Desserud und die Germanistin Cheryl Dueck von der University of New Brunswick.

Die Tagung will eine Bestandsaufnahme der geographischen, ökonomischen, und kulturellen Besonderheiten der Regionen leisten. Außerdem ist geplant, eine vergleichende Analyse der zukunftsorientierten Entwicklungsstrategien beider Regionen zu erstellen.

Zur Eröffnung treffen sich die Experten beider Regionen am Donnerstag, dem 26. Juni, ab 19.00 Uhr im Hotel Mercure, wo Grußworte u.a. von dem Gesandten der kanadischen Botschaft, Chris Greenshields, und dem Minister für Bildung Kultur, und Wissenschaft, Jürgen Schreier, gesprochen werden. Nach einführenden Worten von Professor Martens stehen Lesungen des kanadischen Schriftstellers Clive Doucet und des bekannten saarländischen Dichters Alfred Gulden auf dem Programm, der gemeinsam mit dem Posaunisten Christoph Tewes auftreten wird. Doucet ist akadischer Herkunft: Er ist ein Nachfahre jener ersten französischen Kolonisten an der Ostatlantikküste, die dem Einfluss der Engländer weichen mussten und seit der Deportation im Jahre 1755 wohl aus dem geographischen, wenn auch nicht aus dem kulturellen Gedächtnis gelöscht wurden. Vor der abendlichen Lesung im Hotel Mercure, finden am Donnerstag Vormittag weitere Lesungen von Clive Doucet im Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis (9.15 Uhr) und im Gymnasium am Schloss in Saarbrücken (11.30 Uhr) statt.

Das wissenschaftliche Programm des Kongresses beginnt am 27. Juni um 8.30 Uhr im Hotel Mercure. Auf ungewöhnliche Weise bereichert wird die Diskussion an diesem Tag durch die Teilnahme einer Delegation von kanadischen Parlamentariern, unter ihnen auch vier aus der Provinz New Brunswick unter Leitung des Parlamentspräsidenten von New Brunswick, Bev Harrison. Die Delegation ist im Rahmen eines parlamentari-schen Austauschprogramms Gast des saarländischen Landtags und des CCAC sind. Die interessierte Öffentlichkeit ist am 27. Juni herzlich eingeladen.

Zum Abschluss der Konferenz wird am Samstag, dem 28. Juni, 9.00 Uhr auf Einladung des Ministerpräsidenten des Saarlandes, Peter Müller, im Rahmen eines Empfangs in der Staatskanzlei ein Abkommen für Austausch und Zusammenarbeit zwischen der Universität des Saarlandes und der University of New Brunswick feierlich unterzeichnet. Das Abkommen soll dazu beitragen, die Kontakte zwischen den Regionen auf universitärer Ebene zu manifestieren und zu konsolidieren. Ein kurzer Bericht von zwei kanadischen Mitarbeitern des CCAC über die Möglichkeiten der Arbeit im Saarland und in Kanada steht am Ende der Veranstaltung.

Organisiert wird diese Veranstaltung vom Saarbrücker "Zentrum für Kanadische und Anglo-Amerikanische Kulturen" (CCAC), das 1995 von Professor Dr. Klaus Martens gegründet wurde und seither von ihm geleitet wird. Professor Martens ist Inhaber des Lehrstuhls für Nordamerikanische Literatur und Kultur. Die Einbindung der kanadischen Parlamentarier ist insbesondere dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion des Saarlandes, Peter Hans, zu verdanken. Hans hat im Rahmen des parlamentarischen Austauschprogramms das Saarland in Kanada vertreten.

Finanziell unterstützen die Konferenz die Kanadische Botschaft (Berlin), die Gesellschaft für Kanada-Studien in deutschsprachigen Ländern e.V., die Saarland-Sporttoto GmbH und die Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes.

Das detaillierte Programm zur Tagung im Internet: http://www.klausmartens.com/conf.htm


Zum Hintergrund:
Die kanadische Atlantikprovinz Neubraunschweig (New Brunswick), die an die franko-kanadische Provinz Québec und den U.S. Bundesstaat Maine angrenzt, bietet trotz der unterschiedlichen geographischen und historischen Bedingungen in vielerlei Hinsicht interessante Vergleichsmöglichkeiten mit dem Saarland.

Beide Regionen definieren sich über ihr regionales Identitätsbewusstsein und ihre lange währende wirtschaftliche Abhängigkeit von ihren natürlichen Ressourcen, Fischfang und Holzwirtschaft in New Brunswick oder Kohle und Stahl im Saarland. Die geographische wie ökonomische Grenzlage im eigenen Land sowie die Nähe zu einer anderen Nation hat in beiden Regionen innovative Entwicklungsstrategien erforderlich gemacht, um den zunehmend schwachen Wirtschaftszweigen auf sozialverträgliche Weise neue, grenzüberschreitende Technologie-, Dienstleistungs-, und Wirtschaftspotentiale zur Seite zu stellen. Das Saarbrücker Kanadazentrum CCAC wird interdisziplinär versuchen, die verschiedenen kulturellen, politischen und ökonomischen Interessen dieser jumelage zwischen zwei Provinzen auf zwei Kontinenten als Katalysator mit seinen Experten vermittelnd und kommentierend zu begleiten.

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