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"Gewalt im Dienstalltag. Die SS-Aufseherinnen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek 1942-1944"

28.09.2009 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Welche Handlungsspielräume hatten die SS-Auseherinnen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek und inwieweit wurde körperliche Gewalt "von oben" befohlen? Was hat die Frauen motiviert, im Konzentrationslager zu arbeiten und welche Entwicklungen haben sie durchlaufen, bis die Gewalt zum Dienstalltag wurde? Über diese in ihrem neu erschienenen Buch behandelten Fragen spricht die Historikerin Elissa Mailänder Koslov am 7. Oktober 2009 mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer, Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), in Essen. Das Buch ist in der Hamburger Edition erschienen, die Veranstaltung wird gemeinsam von KWI und der Buchhandlung Proust veranstaltet.

Zwischen Herbst 1942 und Frühjahr 1944 waren im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek 28 SS-Aufseherinnen beschäftigt. Elissa Mailänder Koslov untersucht in ihrem Buch anhand von NS-Dokumenten, Zeugensaussagen, Interviews und Erinnerungsliteratur, was diese Frauen dazu bewogen hat, in einem Konzentrationslager zu arbeiten. Wie kam es dazu, dass die anfangs sehr verunsicherten und vom Lageralltag schockierten Frauen innerhalb nur weniger Wochen zu "SS-Aufseherinnen" wurden und insbesondere in Majdanek ein ausgesprochen brutales und grausames Verhalten an den Tag legten?

Autorin:
Elissa Mailänder Koslov studierte in Wien, Paris und Erfurt Literaturwissenschaft und Geschichte. 2006 war sie Visiting Fellow am Center for Advanced Holocaust Studies, U.S. Holocaust Memorial Museum, Washington, D.C. Seit Juni 2008 ist sie Koordinatorin des Forschungsprojekts "Referenzrahmen des Helfens" des Center for Interdisciplinary Memory Research (CMR) am KWI.

Moderator:
Harald Welzer ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research (CMR) am KWI und Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke.

Datum: 7. Oktober 2009, 20:00 Uhr
Ort: Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen

Die Veranstaltung ist öffentlich.
Kartenvorverkauf (Eintritt 5 Euro): Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen, Tel. 0201/ 839 68 40, info@buchhandlung-proust.de

Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-222.html und
http://www.buchhandlung-proust.de/termine/alle-termine.html

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.


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