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Die extrazelluläre Matrix: ihre Bedeutung im Organismus und bei verschiedenen Erkrankungen

30.09.2009 - (idw) Universität zu Köln

25. Ernst Klenk Symposium in Molekularer Medizin

Spitzen-Forscher von internationalem Ruf präsentieren in Köln neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Bindegewebsforschung und der Bedeutung der extrazellulären Matrix (EZM) bei der Entstehung von Tumoren, Entzündungen, Haut-, Gelenk- und nicht zuletzt Gefäßerkrankungen.
Die EZM ist der entscheidende Bestandteil der verschiedenen "Bindegewebearten", die im Organismus vorkommen. Hier steuert die EZM je nach Bindegewebeart die Ausbildung von spezialisierten Strukturen wie Sehnen, Knorpel, Knochen und Zähnen. Darüber hinaus spielen die Strukturen der EZM in fast allen Organen eine zentrale Rolle.

Mutationen in diesen Proteinen der EZM konnten als Ursache für zahlreiche unterschiedliche Erbkrankheiten identifiziert werden. Hierzu gehören neben Erkrankungen des Gefäßsystems, wie z. B. Aneurysmen bei dem Marfan-Syndrom, der des Knochens, z. B. der Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta), krankhafte Verkalkungen von Knorpelgewebe, die als Chondrodysplasien bezeichnet werden, eine Gruppe von Bindegewebserkrankungen, die als Ehlers-Danlos-Syndrom bezeichnet wird und auch blasenbildende Hauterkrankungen.

Interessanterweise hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass auch Erkrankungen wie z.B. degenerative Gelenkerkrankungen und Erkrankungen mit Wundheilungsstörungen, die unter dem Sammelbegriff "fragile Haut" zusammengefasst werden, durch Defekte der Bindegewebsmoleküle bedingt sind.
Zudem zeigen Forschungsergebnisse der letzten Jahre, dass die EZM nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der verschiedenen Organe des menschlichen Körpers, sondern bei der Entstehung von häufigen Erkrankungen, wie Rheuma, Krebs, Haut-, Gelenk- und nicht zuletzt Gefäßerkrankungen zu spielen scheint.
Gemeinsam mit Professor Björn Olsen, der an der Medizinischen Hochschule Harvard in Boston (USA) forscht und lehrt, war es den Kölner Wissenschaftlern Prof. Thomas Krieg und Prof. Mats Paulsson möglich, ein hervorragendes Vortragsprogramm mit international renommierten Experten zusammenzustellen. Prof. Björn Olsen, der mit seinen bahnbrechenden Arbeiten als Pionier in der EZM-Forschung gilt, erforschte in den letzten Jahren intensiv den Zusammenhang zwischen EZM und dem Gefäßsystem.
Im Verlauf der Ernst-Klenk Vorlesung, die ein Höhepunkt des Symposiums darstellt, wird Prof. Olsen aufzeigen, in welcher Art und Weise bestimmte Bestandteile der EZM die Blutgefäßneubildung (Angiogenese/ Vaskulogenese) kontrollieren.

Einladung zum Pressegespräch:
Um direkt mit Experten zu sprechen, laden wir Sie recht herzlich zu einem Pressegespräch ein.
Termin: Montag, den 05. Oktober 2009 um 13:30 Uhr
Ort: Seminarraum 11 im MTI-Hörsaalgebäude (Geb.44b)
Joseph-Stelzmann-Str. 52

Ihre Gesprächspartner sind:
Prof. Leena Bruckner-Tuderman
Direktorin der Universitätshautklinik, Freiburg
Prof. Reinhard Fässler
Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
Prof. Thomas Krieg
Direktor der Klinik für Dermatologie und Venerologie, Uniklinikum Köln und ZMMK
Prof. Bjorn Olsen
Direktor des Instituts für Zellbiologie, Harvard Medical School, Boston, USA
Prof. Mats Paulsson
Leiter des Instituts für Biochemie II der Universität Köln und ZMMK

Rückfragen und Anmeldung zum Pressegespräch:
Dr. Debora Grosskopf-Kroiher (wissenschaftliche Koordinatorin ZMMK)
Tel. +49 221/478-5552, Fax: +49 221/478-4833

E-Mail: klenk-symposium@uni-koeln.de

Veranstaltungsprogramm:
Das Programm und weitere Informationen über das 25. Ernst Klenk Symposium 2009 sind unter http://www.zmmk.uni-koeln.de/klenk-symposium-2009/ abrufbar.

Plenarvortrag - Klenk Lecture:
Prof. Bjorn R. Olsen (Havard Medical School, Boston USA) am Montag, den 05. Oktober 2009 um 18:00 Uhr zum Thema: Translational Cell and Matrix Biology of Vascular Disease.

Verantwortlich Dr. Patrick Honecker

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