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Frisches vom Bauern: Konsum mit gutem Gewissen

01.10.2009 - (idw) Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Neues Nachhaltigkeitsprofil für Betriebe - DBU förderte mit rund 500.000 Euro Osnabrück. "Du bist, was du isst", heißt es oft im Volksmund. Doch nicht immer kann der Verbraucher seine Lebensmittel genießen, wenn er sich die Frage nach ressourcenschonender und nachhaltiger Lebensmittelherstellung stellt. In einem Modellprojekt der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) wurden sämtliche Bewirtschaftungsabläufe in landwirtschaftlichen Betrieben auf Nachhaltigkeit untersucht und bewertet. Als Ergebnis kann ein Nachhaltigkeitsprofil der Produktionsweise in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht dargestellt werden. "Konsum mit gutem Gewissen und Transparenz in der Herstellung wird für den Kunden immer wichtiger", sagte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das Projekt, dessen Ergebnisse nun in einem Buch vorliegen, wurde von der DBU mit rund 500.000 Euro unterstützt.

"Das neue System kann eine Schlüsselfunktion bei der nachhaltigen Entwicklung von Lebensmitteln landwirtschaftlicher Betriebe einnehmen", so Brickwedde weiter. In dem Modellprojekt wurden unter anderem Biodiversität, Energieeffizienz, der Einsatz von Dünger oder auch das Betriebseinkommen untersucht. Daraus kann die DLG Erkenntnisse über die Umweltschonung und Nachhaltigkeit des bewerteten Betriebes gewinnen. Die Qualität werde zudem durch die Anbautechnik beeinflusst, die wieder Konsequenzen für die Umweltwirkung der Produktion habe. Auch soziale Belange der Mitarbeiter wie Urlaub, Aus- und Fortbildung oder Mitbestimmung würden in das Nachhaltigkeitsprofil des Betriebes einfließen.

Stärken und Schwächen würden sichtbar und eine fortlaufende Verbesserung in den Bereichen in Gang gesetzt. "Der Landwirtschaftsbetrieb verbessert seine Abläufe zugunsten der Umwelt und der Gesellschaft, besser geht es nicht", sagte Brickwedde. Würden alle Zielwerte eingehalten, werde ein DLG-Nachhaltigkeitszertifikat verliehen. Das Image des Hofes werde verbessert und der Verbraucher unterstütze eine umweltfreundliche Lebensmittelproduktion.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München-Weihenstephan, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Halleschen Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung wurden die Projektergebnisse zum Projekt "Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion in der Wertschöpfungskette Lebensmittel" als Buch veröffentlicht. Es wurde als Band 78 in der Reihe "Initiativen zum Umweltschutz" im Erich Schmidt Verlag herausgegeben.
Weitere Informationen: http://www.dbu.de/123artikel29263_335.html
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