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Internationales Flair an der FH Bingen

02.10.2009 - (idw) Fachhochschule Bingen

Mit erweiterten Angeboten bereitet die FH die Studierenden auf Anforderungen des globalen Markts vor. Mit neuen internationalen Partnerschaften rund um den Globus, Dozentenaustausch, Fremdsprachen- und Kommunikationskompetenz, Summer School-Angeboten bereitet die Fachhochschule Bingen ihre Studierenden auf die Anforderungen des globalen Arbeitsmarktes vor und motiviert sie zu interkulturellen Erfahrungen während des Studiums. Gleichzeitig sollen Willkommens-Veranstaltungen, Betreuungstutorien, landeskundliche Exkursionen und - ganz neu - Deutschkurse in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule den ausländischen Studierenden die Integration in die Studierendengemeinschaft und am Studienort erleichtern.

Mit 25 europäischen Universitäten und sechs Hochschulen in USA und China ist die Binger FH durch Kooperationsverträge verbunden; allein im vergangenen Jahr kamen drei Kooperationen über das EU-Mobilitätsprogramm Erasmus zu der türkischen Bahcesehir Universität Istanbul für den Bereich traditionelle Ingenieurdisziplinen sowie zu der englischen Sheffield Hallam University und der spanischen Universidad Rey Juan Carlos in Madrid auf dem Sektor Umweltschutz dazu. "Zurzeit strecken wir die Fühler zur Ukraine und zum Gulf Research Center Dubai aus. Und bei unserer Teilnahme an der EAIE Konferenz in Madrid mit 3.600 anderen Hochschulvertreter aus 80 Ländern weltweit Mitte September weckte die FH Bingen vielversprechendes Interesse bei Vertretern aus Kopenhagen, Krakau und Wien", wagt Jutta Zimmer vom International Office der FH einen erwartungsvollen Blick auf potenzielle Partnerschaften. Natürlich bedürfe es intensiver Vorbereitungen und Abstimmungen bis neue Kooperationen und bilateraler Studierenden- und Dozentenaustausch laufen, aber ein interessantes Netz mit internationalen Partnern sei heute für attraktive Hochschulen unverzichtbar, begründet FH-Vizepräsident Professor Klaus Becker die permanenten Anstrengungen. "Unser mittelfristiges Ziel ist es, mindestens jeden zweiten Studierenden der FH Bingen einmal ins Ausland zu schicken".

Bei der Zielgruppe, den Binger Studierenden, kommen die Bemühungen um mehr internationales Flair gut an: Die Anzahl der ausländischen Studierenden, die von Partnerhochschulen nach Bingen kommen, hat sich gesteigert. Aus einer recht jungen und aussichtsreichen Kooperation mit der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW), die zur Qualifizierung von Fachkräften mit Doppeldiplom im aufstrebenden deutsch-chinesischen Wirtschaftsraum beitragen soll, reisten Anfang September die beiden ersten Absolventen mit dem deutschen Bachelorzeugnis zurück nach Shanghai. An ihrer Heimathochschule, der CDHAW, erhielten sie inzwischen das deutsch-chinesische Doppeldiplom. "Ab dem Wintersemester werden 5 Chinesen aus dieser Partnerschaft hier im Bereich Maschinenbau/Fahrzeugtechnik ausgebildet und wir hoffen, dass im Gegenzug künftig auch angehende Maschinenbauer für den chinesisch-deutschen Doppelabschluss für ein Jahr nach Shanghai gehen werden", so Dr. Becker. Der Anteil der Studierenden, die Studienleistungen oder Abschlussarbeiten im Ausland absolvieren, hat sich von 2003 bis 2008 fast verdoppelt. Dabei zeigten die Studierenden in Umweltschutz und Wirtschaftsingenieurwesen die größte Offenheit für Auslandserfahrung. Einem leichten Rückgang in 2009, den Dr. Becker dem straffen Zeitplan und starren Regelungen des Bachelorstudiums zuschreibt, werde man im Rahmen der anstehenden Überarbeitung der Studienkonzepte kurzfristig gegensteuern.

"Am finanziellen Aufwand soll kein Auslandsaufenthalt scheitern. Tatsache ist, es gibt genug Mittel und Stipendien aus verschiedenen Töpfen", macht Zimmer den Studierenden Mut. Die Mobilitätsprogramme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und FH-interne Förderprogramme bieten ausreichend Unterstützung. Die Planungen für die nächste Summer School an der FH Bingen im kommenden Jahr sind bereits im Gange. Dann will die FH mit dem Thema Umweltschutz und Klimawandel internationale Experten und Studierende nach Bingen holen und hofft auf ebenso starke Resonanz wie in diesem Jahr. Ein weiterer Akzent zur Internationalität ist mit der Themenwoche "China im Fokus" im April 2010 vorgesehen, die auch die breite Öffentlichkeit einbeziehen soll.


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