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Raum für die Zukunft: Baubeginn für das NMI Innovationsforum

06.10.2009 - (idw) NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Es ist soweit: Nachdem am 30. Juli dieses Jahres der Spatenstich für den Bau des NMI Innovationsforums, der Erweiterung des bestehenden NMI Institutsgebäudes, getan wurde, ragt jetzt schon ein Kran in den Himmel. Als Bauherr tritt die Kommunale Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Reutlingen mbH (KGE) auf, deren Gesellschafter die Stadt Reutlingen und die Gemeinde Kusterdingen sind. Das NMI Reutlingen wird die Aufrüstung des Neubaus zum Wissenschaftsgebäude übernehmen. Bis Dezember 2010 entstehen 2200 m2 Nutzfläche, davon entfallen mehr als 200 m2 auf Laborflächen und noch einmal 180 m2 auf Reinräume. "Dank der KGE können wir uns damit im wahrsten Sinne des Wortes Raum für die Zukunft schaffen", stellt Institutsleiter Hugo Hämmerle fest.
An die Zukunft, nämlich die unseres Klimas, dachte man auch bei der Planung des Gebäudes, die vom Rottenburger Architektenbüro Baur + Schillinger übernommen wurde. "Die CO2-Reduzierung ist unseren Klienten ein großes Anliegen", erläutert Frank Schillinger, "deshalb wird für Belüftung, Kühlung und Heizung ein ausgeklügeltes Niedertemperatursystem sorgen. Da es im Boden eingelassen wird, erhöht sich zugleich die Effizienz des eigentlichen Prunkstücks der Energieversorgung, einer Geothermieanlage mit einer Nettojahresleistung von gut 310 Megawattstunden." Allein auf den Heizanteil bezogen würden jährlich 20 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden.
Besondere Herausforderungen an die Planer stellten die Kommunikationsstrukturen. "Ein Institut wie das NMI", so Schillinger, "lebt vom informellen Informationsaustausch, vom spontanen Gespräch auf den Gängen. Das muss sich im Gebäude widerspiegeln." Die Planer setzen daher auf offene Strukturen. Beispielhaft verwirklicht sind sie an der zentralen Verkehrsader des Instituts, dem Verbindungsbau zwischen bereits bestehendem Gebäude und der Erweiterung. Das darin befindliche Treppenhaus wird fast gänzlich verglast und ermöglicht den Mitarbeitern beim Gang durch die Gebäudeebenen den Blickkontakt mit anderen außerhalb des Treppenhauses. "Man sieht sich", fährt Schillinger fort, "erfahrungsgemäß fördert so etwas auch die spontane Kontaktaufnahme." Dazu laden auch spezielle Treffpunkte ein, die im Verbindungsbau eingerichtet werden. "Das werden die künftigen Denklaboratorien des NMI sein", prophezeit Hämmerle und weist auf eine weitere Eigenart des geplanten Gebäudes hin: "Die Offenheit im Inneren ist auch eine Offenheit nach außen. Dies wird durch die Fassade des künftigen NMI Innovationsforums symbolisiert. Sie wird große Fensterfronten haben, die der Öffentlichkeit gleichsam Einblick in unsere Arbeit geben. So wird das Gebäude unseren Maximen vollkommen gerecht, nämlich den Maximen von Transparenz und Offenheit."
Weitere Informationen: http://www.nmi.de
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