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"Mainzer Verlagsarchiv" eröffnet: Wertvolle Schätze der deutschen Verlagsgeschichte

07.10.2009 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Institut für Buchwissenschaft wird das in seinem Umfang an deutschen Hochschulen einzigartige Verlagsarchiv wissenschaftlich auswerten (Mainz, 6. Oktober 2009) Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält wertvolle Schätze der Verlagsgeschichte: Das Verlegerehepaar Dr. Sabine und Kurt Groenewold aus Hamburg stiftete die Verlagsarchive der Europäischen Verlagsanstalt, des Rotbuchverlags und des Syndikat-Verlags der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und leistet damit einen großzügigen Beitrag zur Gründung des "Mainzer Verlagsarchivs". "Wir danken dem Verlegerehepaar, Frau Dr. Sabine Groenewold und Herrn Kurt Groenewold, sehr für diese großzügige Spende, denn gerade solche Stiftungen schieben Projekte an und schaffen auf diese Weise Strukturen, wie jetzt das 'Mainzer Verlagsarchiv', die angesichts knapper Kassen sonst nicht entstehen würden", erklärte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, im Rahmen der Eröffnung,"darüber hinaus trägt dieses einzigartige Archiv zur weiteren Profilierung der Buchwissenschaft bei, die an unserer Universität einen traditionellen Schwerpunkt in Forschung und Lehre bildet."

Zudem stiftete mit dem Rowohlt Verlag der älteste deutsche Taschenbuchverlag ebenfalls sein Archiv. In Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach (DLA) wurden das Rowohlt-Verlagsarchiv aufgeteilt: Entsprechend seiner Spezialisierung auf die deutschsprachige Literatur übernahm das DLA den Bereich Belletristik; nach Mainz gingen die Bereiche Sachbuch, Taschenbuch, Kinder- und Jugendbuch, darunter Autorenkorrespondenz, Herstellungs- und Marketingunterlagen, Rezensionsbelege, Schutzumschläge sowie die Belegexemplare.

Sabine und Kurt Groenewold verkauften 2004 ihre drei Verlage Europäische Verlagsanstalt, Rotbuchverlag und Syndikat. Um die historische Bedeutung des Archivmaterials zu erhalten, schlossen sie jedoch die Verlagsarchive vom Kauf aus und schenken sie - inklusive zahlreicher einzigartiger Manuskripte - nun der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zusammen mit den Rowohlt-Archivalien bilden sie die "Mainzer Verlagsarchive" und werden vom Institut für Buchwissenschaft erschlossen. Die Universität stellt in Bahnhofsnähe im Bürogebäude am Taubertsberg ("CONRAD-Gebäude", Binger Str. 12, III. Stock) adäquate Benutzungs- und Erschließungsräume zur Verfügung.

Der Leiter des Institutes für Buchwissenschaft, Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel, akquirierte die Schenkungen für Mainz: "Wir werden das in seinem Umfang und seiner Vielfältigkeit an deutschen Hochschulen einzigartige Verlagsarchiv formal erschließen und vor allem wissenschaftlich auswerten. Besonders Mainzer Studierende der Buchwissenschaft bei ihren Magister- und Doktorarbeiten, aber auch externe Forscher können hier wertvolle Schätze der deutschen Verlagsgeschichte heben." Die erste Magisterarbeit zum Kinder- und Jugendbuch ist bereits abgeschlossen. Die "Buchhandelsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland" wird hier in den nächsten Jahren erstellt.

Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel
Institut für Buchwissenschaft
Tel. +49 6131 39-25487, E-Mail: fuessel@uni-mainz.de
Weitere Informationen: http://www.buchwissenschaft.uni-mainz.de
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