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Professor Wolfgang Frühwald erhält "Hans-Olaf-Henkel-Preis 2009"

12.10.2009 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Der "Hans-Olaf-Henkel-Preis - Preis für Wissenschaftspolitik" geht in diesem Jahr an Prof. Wolfgang Frühwald. Der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Alexander von Humboldt-Stiftung wird für seine Verdienst um das Zusammenwachsen der deutschen Wissenschaft nach der Wiedervereinigung und für sein Wirken als Botschafter eines weltoffenen und attraktiven Wissenschaftsstandorts Deutschland geehrt. Der "Hans-Olaf-Henkel-Preis - Preis für Wissenschaftspolitik" 2009 geht an Prof. Dr. Wolfgang Frühwald. Der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) wird für seine Verdienste um die Integration der ostdeutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die gesamtdeutsche Forschungslandschaft sowie für sein Wirken als Botschafter der deutschen Wissenschaft im Ausland gewürdigt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft am 26. November 2009 in Rostock im Beisein des Bundespräsidenten verliehen.

Eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern und Vertretern des Öffentlichen Lebens unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Joachim Treusch (Präsident der Jacobs University Bremen) wählte Frühwald aus elf nominierten Kandidaten aus. Die Jury würdigte Frühwalds Rolle als DFG-Präsident von 1992-1997. Nach der Wiedervereinigung habe er entscheidend dazu beigetragen, dass die Integration der neu hinzugekommenen Wissenschaftler aus den neuen Bundesländern gelungen sei. Davon habe auch die Leibniz-Gemeinschaft mit ihren mehr als 30 Einrichtungen in Ostdeutschland stark profitiert, da die ostdeutsche Forschung schnell Anschluss an das bundesdeutsche Wissenschaftssystem gefunden habe, so die Jury.

Als Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung von 1999 bis 2007 habe Frühwald zudem entscheidend zur internationalen Profilierung des Wissenschaftsstandorts Deutschland beigetragen. Frühwald habe sich darüber hinaus nicht nur als Wissenschaftsmanager, sondern besonders auch durch sein Wirken als Germanist erfolgreich für eine verbesserte Anerkennung der Wissenschaft in der deutschen und in der internationalen Öffentlichkeit eingesetzt.

Leibniz-Präsident Prof. Dr. Ernst Rietschel hält Frühwald für einen exzellenten Preisträger: "Die Weichen stellende Tätigkeit Frühwalds als DFG-Präsident nach der Wiedervereinigung ist von nicht zu überschätzender Bedeutung für die Leibniz-Gemeinschaft und das gesamte deutsche Wissenschaftssystem", so Rietschel. "Frühwald hat dem Wissenschaftsstandort Deutschland international Anerkennung verschafft und damit dessen Attraktivität für internationale Spitzenwissenschaftler aller Karrierestufen gesteigert. Er hat ganz besonders das Bild eines weltoffenen Deutschlands gefördert".

"Das Zusammenführen und Zusammenwachsen der ost- und westdeutschen Forschungslandschaft war nicht nur eine der herausragendsten Aufgaben der deutschen Wissenschaftspolitik des vergangenen Jahrhunderts, sondern auch eine ganz besondere Erfolgsgeschichte der Deutschen Einheit. Es ist daher folgerichtig, dass mit Prof. Frühwald nach Prof. Benno Parthier im Jahr 2007 wieder ein Wissenschaftsmanager mit dem Hans-Olaf-Henkel-Preis ausgezeichnet wird, der sich auf diesem Gebiet außerordentliche Verdienste erworben hat", würdigt Rietschel die politische Dimension des Wirkens Frühwalds.

Der Hans-Olaf-Henkel-Preis - Preis für Wissenschaftspolitik
In Erinnerung an die Amtszeit von Hans-Olaf Henkel als Präsident der Leibniz-Gemeinschaft von 2001 bis 2005 und in Würdigung seines Engagements für die deutsche Wissenschaftspolitik trägt der Preis den Namen "Hans-Olaf-Henkel-Preis - Preis für Wissenschaftspolitik". Henkel war Senator der Max-Planck-Gesellschaft (1990 bis 2005), der Helmholtz-Gemeinschaft (2001 bis 2005) und der Leibniz-Gemeinschaft (1998-2001) sowie im Vorstand des Stifterverbands tätig (1987 bis 2000).

Vorschlagsberechtigt für den Preis sind die Präsidenten bzw. Vorsitzenden der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen (AiF), der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie die Bundesministerin für Bildung und Forschung und die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder. Der Preis wird im Zwei-Jahres-Turnus vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert.
Erster Preisträger war Prof. Dr. Benno Parthier, ehemaliger Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Pressekontakt
Pressestelle der Leibniz-Gemeinschaft
Schützenstraße 6a
10117 Berlin

Josef Zens
Pressesprecher
Tel.: 030 / 20 60 49-42
Fax: 030 / 20 60 49-55
zens@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Pressereferent
Tel.: 030 / 20 60 49 - 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 6.400 Wissenschaftler, davon wiederum 2500 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,2 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 244 Mio. Euro pro Jahr.

Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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