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Meilenstein für eine lebendige Stipendienkultur: 120 Studierende der RUB werden gefördert

13.10.2009 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

85 Stipendien sollten es werden, 120 sind es: Mit einem Empfang zum persönlichen Treffen und gegenseitigen Kennenlernen von Geförderten und Förderern fiel am 12. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum der Startschuss zum NRW-Stipendienprogramm für talentierte Studierende. Mehr private Förderer als erhofft konnte die RUB für ihren Bildungsfonds gewinnen, um junge Leute während ihrer Ausbildung zu unterstützen. Jedes eingeworbene Stipendium in Höhe von 150 Euro monatlich verdoppelt das Land NRW aus Mitteln des Stipendienprogramms. Bochum, 13.10.2009
Nr. 324

Meilenstein für eine lebendige Stipendienkultur
120 Studierende der RUB werden gefördert
NRW-Stipendienprogramm ist gestartet

85 Stipendien sollten es werden, 120 sind es: Mit einem Empfang zum persönlichen Treffen und gegenseitigen Kennenlernen von Geförderten und Förderern fiel am 12. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum der Startschuss zum NRW-Stipendienprogramm für talentierte Studierende. Mehr private Förderer als erhofft konnte die RUB für ihren Bildungsfonds gewinnen, um junge Leute während ihrer Ausbildung zu unterstützen. Jedes eingeworbene Stipendium in Höhe von 150 Euro monatlich verdoppelt das Land NRW aus Mitteln des Stipendienprogramms. "Der heutige Tag ist ein Meilenstein für unser Vorhaben, eine lebendige Stipendien- und Förderkultur an der Ruhr-Universität aufzubauen", so Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler. "Damit setzt die Ruhr-Universität gemeinsam mit dem Land NRW auch deutschlandweit neue Maßstäbe." NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagt: "Über das zivilgesellschaftliche Engagement der Förderer freue ich mich ebenso wie darüber, dass die Uni Bochum ihre Stipendien-Premiere so erfolgreich gestaltet."

Zahlreiche private Förderer

Gute Studierende gezielt mit Stipendien zu fördern, sei ein Kriterium für attraktive Studienstandorte, so Rektor Weiler. "In Zukunft gilt das mehr denn je. Ein Anfang ist mit dem Bildungsfonds in Bochum gemacht - und wir freuen uns über den großen Erfolg der Initiative gleich im ersten Jahr." Der Rektor selbst geht mit gutem Beispiel voran und übernimmt eins der Stipendien als Förderer. Neben zahlreichen namhaften Unternehmen freut sich die RUB insbesondere über die vielen Privatpersonen, die eine Studentin oder einen Studenten mit dem Stipendium unterstützen, zum Beispiel Dr. Bernhard Wiebel, ehemaliger Kanzler der RUB, oder Tillmann Neinhaus, Geschäftsführer der IHK Bochum.

Namhafte Institutionen fördern Studierende

Zu den Unternehmen, Stiftungen und Institutionen, die zum Teil gleich mehrere Stipendien spenden, gehören die Stadtwerke Bochum, die Herner Sparkasse, die Hochtief AG, die Deutsche Bundesbank oder Mitsubishi Electric. Insgesamt 15 Stipendien übernehmen die Bochumer Rotary Clubs, RIM (Research in Motion) finanziert zwölf Stipendien in Elektro-, Informationstechnik und Maschinenbau, die Breuer Motoren GmbH elf in Wirtschaftswissenschaft ("Chaudoire-Stipendien"), zehn Stipendien stiftet die Horst Görtz Stiftung unter anderem in Mathematik, sechs die Telekom-Stiftung für Lehramtsstudierende in MINT-Fächern.

Ausschlaggebend: Gesellschaftliches Engagement

94 der 120 Stipendien verteilen sich auf die Fakultäten der RUB und sind fachgebunden - von der Katholischen Theologie bis zur Medizin. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten trafen in der Regel die Fakultäten. Hinzu kommen 26 "allgemeine" Stipendien, die das Rektorat auf Vorschlag vergab. Ausschlaggebend war nicht nur die fachliche Leistung der Studierenden, sondern auch ihr gesellschaftliches Engagement. Fast alle Stipendien haben zunächst eine Laufzeit von einem oder zwei Jahren mit der Option auf eine Verlängerung. "Darüber hinaus erhoffen wir uns eine weitergehende Vernetzung zwischen Stipendiaten und ihren Förderern und zusätzliche Vorteile für die Studierenden - etwa durch einen engen Kontakt zu ihren Förderern oder durch Praktika", sagt Dr. Britta Freis, die das Programm an der RUB betreut.

Komplettes Stipendium oder einmalige Summe

Den so genannten Matching Fund, aus dem die gestifteten Summen verdoppelt werden, hat das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes zum Wintersemester 2009/10 erstmals aufgelegt. Im nächsten Jahr stehen die Anzeichen gut, dass doppelt so viele Stipendien möglich sind, wenn sich entsprechend viele Stifter finden. Mit 150 Euro monatlich oder einmalig 1.800 Euro kann ein Spender über ein Jahr einen Studierenden gezielt unterstützen. Spender können entscheiden, ob sie ihr Stipendium einem bestimmten Fachbereich zur Verfügung stellen oder ein allgemeines Stipendium stiften wollen. Wer kein komplettes Stipendium stiften möchte, kann auch eine einmalige Summe von mindestens 50 Euro spenden. Diese fließt in einen Topf, aus dem Studierende gefördert werden, die zu den 20 Prozent der Besten ihres Jahrgangs bzw. Semesters gehören. So kamen zum Beispiel zwei komplette Stipendien zustande aus Kleinspenden von Alumni.


Weitere Informationen

Dr. Britta Freis, Stabsstelle Kontaktpflege, Fundraising & Alumni der RUB, Tel. 0234/32-22055, E-Mail: bildungsfonds@rub.de
Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/bildungsfonds/

Redaktion: Jens Wylkop

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