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Kennen Sie schon Ihr Genom?

13.10.2009 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Vortrag und Diskussion zum Wissenschaftsjahr am Sonntag, dem 18. Oktober, um 11 Uhr im Heidelberger Rathaus mit Professor Dr. Claus Bartram, Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Heidelberg Kennen Sie schon ihr Genom? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, denn bislang haben weltweit nur rund zwei Dutzend Menschen ihr gesamtes Erbgut analysieren lassen - für mehrere Millionen Dollar. Schon bald jedoch, so verheißt es der technische Fortschritt bei den Analysegeräten, könnte es das eigene Genom im Sonderangebot für einige 1000 Dollar geben.

Doch was nutzt das Wissen um die eigenen Gene? Wie sollen Individuen, Ärzte und die Gesellschaft mit den Erkenntnissen um die Chancen und Risiken in ihrem Erbgut umgehen? In der Vortragsreihe des Wissenschaftsjahrs 2009 "Hat Gesundheit Zukunft?" wird am Sonntag, dem 18. Oktober 2009, der Ärztliche Direktor des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Heidelberg, Professor Dr. Claus Bartram die revolutionären Entwicklungen der Humangenetik vorstellen und mit dem Auditorium ihre Bedeutung für den einzelnen und die Gesellschaft insgesamt diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rathaus der Stadt Heidelberg (Marktplatz 10, Neuer Sitzungssaal) statt und beginnt um 11 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die wissenschaftliche Entwicklung in der Humangenetik ist rasant: Mit der Entdeckung der Doppelhelix DNS vor mehr als 50 Jahren hat sie ihren Anfang genommen. Heute weiß man, dass nicht, wie ursprünglich angenommen, nur ein kleiner Teil ihrer 3,2 Millionen Bausteine aktiv sind, sondern mindestens 50 Prozent, dass auch winzige Versionen des Partnermoleküls RNS eine wichtige Rolle bei der Proteinproduktion spielen und dass die Proteine, in denen die DNS eingebettet ist, ebenfalls zur Ausprägung des Erbguts beitragen.

Neues Gendiagnostik-Gesetz setzt sinnvolle Grenzen und schafft bürokratische Hürden

Auf der anderen Seite hat sich die Gesellschaft aufgemacht, das neue Wissen und seine Möglichkeiten zur Verhinderung von Krankheit und Behinderung in ethische Normen und Gesetze einzubinden. Jüngstes Beispiel ist das Gendiagnostik-Gesetz, das unlautere Diagnostik ohne Einwilligung der Betroffenen unterbindet, jedoch auch manche fragwürdige bürokratische Hürde errichtet hat. Das neue Gesetz wird ebenfalls Gegenstand des Vortrags und der Diskussion sein.

In der Reihe "Hat Gesundheit Zukunft?" befassen sich Forscher verschiedener Disziplinen mit aktuellen medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Fragen. Dem Vortrag von Prof. Kruse und Prof. Wahl folgen zwei weitere Veranstaltungen am 18. und 25. Oktober 2009. Sie sind Teil der Veranstaltungsangebote, zu denen Heidelberg als "Treffpunkt der Wissenschaft" mit dem Schwerpunktthema "Wunder Mensch" die interessierte Öffentlichkeit im Wissenschaftsjahr 2009 einlädt.


Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)


www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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