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TU Ilmenau ermöglicht realistischere Ergebnisse bei Medikamentenforschung

13.10.2009 - (idw) Technische Universität Ilmenau

Nachwuchsforschergruppe "Mikrofluidik und Biosensorik" im Institut für Mikro- und Nanotechnologien der Technischen Universität Ilmenau auf der BIOTECHNICA 2009 Auf der 17. BIOTECHNICA, der Leitmesse der europäischen Biotech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Hannover, präsentierte die Technische Universität Ilmenau einen Mikro-Bioreaktor, mit dem die Pharmaforschung realistischere Ergebnisse bei der Erforschung von Wirkungen und Nebenwirkungen medizinischer Substanzen erzielen kann. Ebenso könnten die Produktentwicklungszeiten verkürzt und die Zahl von Tierversuchen verringert werden.

Die von Dr. Andreas Schober geleitete Nachwuchsforschergruppe "Mikrofluidik und Biosensorik" zeigte auf der Messe mehrere Entwicklungsstufen des Mikro-Bioreaktors für die dreidimensionale Kultivierung, das heißt für die Züchtung und für die Untersuchung von Zellkulturen. Im Vergleich zu zweidimensionalen Zellkulturen können bei der dreidimensionalen Kultivierung die Stoffwechselprozesse unter In-vivo-Bedingungen, also unter dem lebenden Organismus angenäherten Zuständen analysiert werden. Die Möglichkeit, eine Zellkultur einer permanenten Durchströmung auszusetzen, erlaubt eine im Vergleich zu nicht durchströmten Systemen verbesserte Versorgung der Zellen und somit eine bessere Lebenserhaltung und Funktionalität.

In den kommenden Monaten steht für die Forschergruppe die technologische Umsetzung im Mittelpunkt ihrer Arbeit, insbesondere die Herstellung von Folien. Zu diesem Zweck hat ein Sondermaschinenhersteller nach den Anforderungen der Universität eine sogenannte Thermoform-Maschine entwickeln. Die Anlage steht seit kurzem im Reinraum des Applika-tionszentrums auf dem Campus der TU Ilmenau.

Die BIOTECHNICA findet seit 1985 statt und präsentiert Exponate vom Grundlagenequip-ment über die Bioinformatik bis zu Produkten der Anwendungsbereiche Pharmazie/Medizin, Industrie, Ernährung, Landwirtschaft, Chemie und Umwelt. In diesem Jahr waren vom 6. bis 8. Oktober 650 Aussteller vor Ort, 115 mehr als im Vorjahr. Für die Nachwuchsforschergruppe der TU Ilmenau war es nach der ANALYTIKA, der BIOTECHNICA 2008 und der ACHEMA 2009 bereits das vierte Mal, dass sie ihre Arbeiten einem Fachpublikum vorstellte. An ihrem Stand fanden sich an den drei Messetagen Interessenten der unterschiedlichsten Branchen und Arbeitsrichtungen aus dem In- und Ausland ein.

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