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Nobelpreisträger Karl Ziegler - Glanzlichter aus seinem Leben

14.10.2009 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Gemeinsam haben in diesen Tagen die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung eine Broschüre über Karl Ziegler, den Chemie-Nobelpreisträger von 1963, herausgegeben. Anlass dafür war die Auszeichnung der ehemaligen Wirkungsstätte Zieglers in Mülheim/Ruhr als Historische Stätte der Chemie im vergangenen Jahr durch die GDCh. Ziegler hatte dort 1943 die Leitung des damaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung übernommen. Er wirkte in der nach dem Krieg in Max-Planck-Institut umbenannten Forschungseinrichtung bis 1969 als Direktor.

Die Broschüre beschreibt auf über 30 Seiten komprimiert Leben, Werk und Umfeld des genialen Chemikers, der als Sohn eines Pfarrers 1898 im nordhessischen Helsa geboren wurde. Sein Chemiestudium absolvierte er in Marburg, wo er sich auch habilitierte. In Frankfurt, Heidelberg und Chicago verdiente er sich seine ersten wissenschaftlichen Sporen, bevor er ab 1936 als ordentlicher Professor und Direktor am Chemischen Institut der Universität Halle wirkte. Nach dem Krieg half er umgehend, die wissenschaftlichen Strukturen in der Chemie wieder aufzubauen, wozu auch die Einrichtung der Gesellschaft Deutscher Chemiker zählte, deren maßgeblicher Mitbegründer und erster Präsident er war.

In seinem wissenschaftlichen Werk erklomm er die Gipfel der Metallorganischen Chemie, womit er einen wesentlichen Grundstein für das "Plastikzeitalter", so ein Begriff aus der Laudatio für Karl Ziegler und Giulio Natta anlässlich der Nobelpreisübergabe, legte. Der historisch wie chemie-wissenschaftlich gleichermaßen interessante und anspruchsvolle Text wird durch zahlreiche Fotos aus Zieglers Leben sowie chemische Formeln und Gleichungen aufschlussreich illustriert. Geschildert werden auch die Weiterentwicklung der Ziegler-Chemie und die Zeit nach Karl Ziegler am MPI für Kohlenforschung.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit über 28.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Mit dem Programm "Historische Stätten der Chemie" würdigt die GDCh seit 1999 Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie. Damit sollen die Erinnerung an das kulturelle Erbe der Chemie wach gehalten und die Chemie und ihre historischen Wurzeln stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. Zu allen bislang gewürdigten Stätten sind kostenlose Broschüren erschienen, die aber z.T. bereits vergriffen sind. Die Broschüre über Karl Ziegler kann angefordert werden unter r.kiessling@gdch.de oder der Tel.-Nr. 069/7917-580.
Weitere Informationen: http://www.gdch.de
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