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Humanismus im Dialog: Anthropologische Grundlagen der Kulturgeschichte der Menschheit

15.10.2009 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Am 26. Oktober 2009 hält der Soziologe Georg W. Oesterdiekhoff von der Universität Erlangen-Nürnberg einen Vortrag über "Die Humanisierung des Menschen - anthropologische Grundlagen der Kulturgeschichte der Menschheit" im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Der Vortrag ist Teil der Diskussionsreihe "Humanismus im Dialog". Die Reihe wird vom Projekt "Humanismus in der Epoche der Globalisierung" am KWI veranstaltet und durch die Stiftung Mercator gefördert. Die psychometrische Intelligenzforschung und die Piagetian Cross-Cultural Psychology haben in hundertjähriger Forschung gezeigt, dass der psychisch-geistige Entwicklungsstand von Bevölkerungen von den Einwirkungen der Kultur abhängt. Die Evolution des formal-operationalen Denkens (und der modernen Psyche) ist ein historisches Phänomen jüngeren Datums. So liefert die Entwicklungspsychologie ein vollständiges Instrumentarium zur Beschreibung und Erklärung von Psyche, Bewusstsein und Denken von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Die großen sozialen Transformationen, die lange Phase der Altsteinzeit, die elementaren Strukturen der agrarischen Zivilisationen und die Entstehung der Industriemoderne kann man erst vor dem Hintergrund dieser Forschungsergebnisse verstehen. Struktur und Geschichte von Mythos und Magie, Religion und Wissenschaft, Strafrecht und Gewalt, Sitten und weiteren Merkmalen der kulturellen Lebensäußerungen lassen sich auf dieser Basis erschließen. Diese atemberaubende Entdeckung impliziert eine vollständig neue Sicht auf die Grundlagen der Kultur- und Menschheitsgeschichte und eine Revolution in der Grundlegung der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Referent:
Privatdozent Dr. Dr. Georg W. Oesterdiekhoff lehrt Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Schwerpunkte sind Soziologische Theorie, sozialer Wandel und strukturgenetische Soziologie.

Moderation:
Prof. Dr. Volker Steenblock ist Professor für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum.

Kommentar:
Prof. Dr. Jörn Rüsen ist Senior Fellow und Leiter des Projekts "Humanismus in der Epoche der Globalisierung" am KWI und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke.

Datum: 26. Oktober 2009, 18:15 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-229.html
http://www.kwi-humanismus.de/de/k68.Veranstaltungen.htm
http://www.stiftung-mercator.de

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.


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