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Soziologin Elena Esposito erhält den Mittner-Preis 2009

15.10.2009 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

Preisvergabe am 7. November in Neapel

Bonn, 15.10.2009. Der Ladislao Mittner-Preis für herausragende italienische Deutschlandstudien geht in diesem Jahr an die Soziologin Elena Esposito, Schülerin von Umberto Eco und Niklas Luhmann. Die 49-jährige Mailänderin, die derzeit an der Universität "Modena e Reggio Emilia" arbeitet, hat viele Jahre in Deutschland gelebt. Die Preisverleihung wird am 7. November im Rahmen eines großen Alumni-Seminars des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Neapel stattfinden. Als Grund für die Wahl von Elena Esposito nannte die deutsch-italienische Jury die herausragenden Publikationen der Soziologin sowie ihre intensive Beschäftigung mit deutschen Denktraditionen. Nach ihrem Diplom 1987 bei Umberto Eco an der Universität Bologna im Bereich Semiotik ging die damals 26-Jährige mit einem Stipendium des DAAD nach Bielefeld, um dort am Lehrstuhl des Gesellschaftstheoretikers Niklas Luhmann zu arbeiten und zu promovieren. Sie lehrte in Berlin, Urbino und Bologna und schloss 2001 ihre Habilitation an der Universität Bielefeld ab. 2000 kehrte Esposito nach Italien zurück und arbeitet dort seitdem an der Universität Modena e Reggio Emilia. Viele ihrer Schriften sind auch in Deutschland erschienen, darunter "Soziales Vergessen. Formen und Medien des Gedächtnisses der Gesellschaft (2002)" oder "Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden: Paradoxien der Mode (2004)".

In diesem Jahr findet die Preisvergabe im Rahmen des großen DAAD-Alumniseminars vom 6. bis 8. November in Neapel statt. Erwartet werden außer 150 italienischen Alumni auch Gäste aus Wissenschaft und Politik, darunter der deutsche Botschafter, Michael Steiner. Der Ladislao Mittner-Preis wird unter dem Dach des Deutsch-Italienischen Hochschulzentrums (DIH) verliehen, das von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem DAAD getragen wird. Es hat sich die Förderung der wissenschaftlichen Kontakte zwischen beiden Ländern zum Ziel gesetzt. Die deutsche Geschäftsstelle ist im DAAD in Bonn angesiedelt, die italienische an der Universität Trient.

Namensgeber ist der in Triest geborene Literaturwissenschaftler Ladislao Mittner (1902-1975), der sich nach dem Zweiten Weltkrieg weit über die Germanistik hinaus um den kulturellen Dialog zwischen Deutschland und Italien verdient gemacht hat. Der Preis ehrt Wissenschaftler und Intellektuelle aus Italien, die sich in ihrem Wirken durch einen besonderen Deutschlandbezug auszeichnen. Der "Premio Mittner" besteht aus einem Geldbetrag sowie einem Stipendium für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland - finanziert wird er aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums.

Kontakt: Gritta Klöhn, DIH-Geschäftsstelle im DAAD
Tel: 0228 / 882-721, dih@daad.de, Internet: http://www.ait-dih.org

Leiterin Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Francis Hugenroth
Tel: 0228 / 882-454
Fax: 0228 / 882-659
E-Mail: presse@daad.de
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