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Krisen: Antworten der Jenaer Historiker

15.10.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ringvorlesung des Historischen Instituts an der Universität Jena startet am 26. Oktober Jena (15.10.09) Die aktuelle Krise des Finanzsystems hat in der ganzen Welt zu Erschütterungen der Wirtschaft mit weit reichenden Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft geführt. Nicht nur die Diskussionen in den Medien verweisen darauf, dass die westlichen Gesellschaften in einer tiefen "Krise" stecken. Angesichts des öffentlichen Krisenbewusstseins erscheint es konsequent, dass die "Gesellschaft für deutsche Sprache" bereits 2008 die "Krise" zum Wort des Jahres erklärt hat.

Doch warum und wie entstehen eigentlich Krisen wie jene, die wir gegenwärtig beobachten und erleben? Auf diese Frage gibt eine öffentliche Ringvorlesung des Historischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Wintersemester 2009/10 vielfältige Antworten. Allerdings befassen sich die Historiker nicht mit der aktuellen Krise, sondern sie bieten historisches Orientierungswissen, indem sie Krisen der Vergangenheit untersuchen und erklären. So ist es möglich, den tieferen Ursachen und den vielfältigen Formen sowie Auswirkungen von Krisen auf die Spur zu kommen: Welche Arten von "Krisen" hat es in der Geschichte gegeben? Aus welchen Gründen kommt in einer bestimmten historischen Konstellation überhaupt Krisenbewusstsein in der Bevölkerung auf? Sind für das Aufkommen einer Krise tatsächlich in erster Linie ökonomische Gründe verantwortlich oder können dafür andere Faktoren ausgemacht werden? Schließlich: Welche Strategien lassen sich zur Lösung von Krisen entwickeln?

Mit diesen Fragen befassen sich Experten für die Geschichte verschiedener Weltregionen und Epochen. Es geht um Krisen im europäischen Mittelalter, um Kriege und Finanzkrisen in der Frühen Neuzeit, um die Industrialisierung, Revolutionen, Bürgerkriege und Staatskrisen im Europa und in den USA des 19. Jahrhunderts. Weitere Vorträge befassen sich mit den Wirtschaftkrisen der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland, mit den Auswirkungen des Ölpreisschocks der 1970er Jahre, mit dem Untergang der sozialistischen Welt und schließlich mit der Rolle von Krisen in der europäischen Geschichtsschreibung selbst.

Die Ringvorlesung wird am Montag, dem 26. Oktober 2009, um 18 Uhr mit einem Grußwort von Universitäts-Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke eröffnet. Danach spricht Prof. Dr. Helmut G. Walther über die Krise im Spätmittelalter. Die weiteren Vorträge finden jeweils montags in der Vorlesungszeit statt.

Das Programm der Vorlesungsreihe ist im Internet zu finden unter: http://www.histinst.uni-jena.de/.

Terminhinweis:
Ringvorlesung "Krisen. Antworten der Historiker"
Montags 18.00-20.00 Uhr
Hörsaal 24 im Universitätshauptgebäude (Fürstengraben 1)

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Kroll
Direktor des Historischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 13
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944400
E-Mail: Historisches.Institut[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.histinst.uni-jena.de/histinstmedia/Downloads/Info/Ringvorlesung.pdf
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