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Zwei neue Prorektoren gewählt - Rektorat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nimmt Arbeit auf

19.10.2009 - (idw) Pädagogische Hochschule Heidelberg

Senat und Hochschulrat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben mit großer Mehrheit die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Anne Sliwka und den Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Härle als neue Prorektoren gewählt. Prof. Dr. Anne Sliwka wird als Prorektorin für Forschung, Internationalität und Diversität, Prof. Dr. Gerhard Härle als Prorektor für Studium, Lehre und Medienentwicklung das Rektorat von Rektorin Prof. Dr. Annelie Wellensiek komplettieren, die selbst für die Hochschulentwicklung, das Qualitätsmanagement und die Vertretung der Hochschule nach innen und außen zuständig ist. Die beiden Prorektoren sind für drei Jahre gewählt. Durch diese Wahl sind alle Fakultäten der Hochschule im Leitungsteam vertreten: Prof. Sliwka ist Mitglied der Fakultät für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Prof. Härle der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften und Prof. Wellensiek repräsentiert die Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften.

Profil der neuen Prorektoren

Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte von Dr. Anne Sliwka, Professorin für Allgemeine Pädagogik, sind Lehrerprofessionalität in internationaler Perspektive, Citizenship Educati-on, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Schule als Quelle gesellschaftlicher Kohäsi-on. Sliwka, Gastwissenschaftlerin an der University of Toronto/Canada, ist außerdem an einer aktuellen OECD-Studie zur Lehrerqualität beteiligt; an der Universität Trier war sie für die Neukonzeption der Lehramtsstudiengänge mitverantwortlich.
Dr. Gerhard Härle, Professor für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik, beschäftigt sich in Forschung und Lehre schwerpunktmäßig mit Literarischer Bildung, dem Literarischen Unterrichtsgespräch und dem erfahrungsnahen Lernen. Er ist seit fast zehn Jahren Dekan der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften der Hochschule und Verantwortlicher für Mediendidaktik. Er wirkt außerdem als Lehrender am internationalen Ruth-Cohn-Institut für Themenzentrierte Interaktion und ist Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Neue thematische Leitlinien des Rektorates

Das neue Rektorat hat sich zunächst zum Ziel gesetzt, die Ursachen und Auswirkungen der finanziellen Krise zu klären und sie innerhalb der Hochschule mit allen Mitgliedern transparent und umfassend zu kommunizieren; hierzu soll zeitnah ein Hochschultag vorbereitet werden.
Zentrales inhaltliches Vorhaben des neuen Rektorates ist ein Umgestaltungsprozess der Hochschule auf allen Ebenen, der dem übergeordneten Ziel der Verbesserung der Lehre verpflichtet ist. Die Hochschule soll zu einer Bildungswissenschaftlichen Universität ausgebaut werden, die ein Konzept umfassender Kompetenzentwicklung in der Lehre und durch die Lehre erprobt. Im Sinne einer Projekthochschule entsteht hierbei Raum für die Entwicklung neuer Lehr-, Lern- und Praxisformen. Studierende sollen dadurch in ihren professionellen Kompetenzen und ihrer Persönlichkeit gestärkt und in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen Akteuren im Bildungssystem unterstützt werden.
Diese Umgestaltung der Hochschule soll entlang des Leitbegriffs Diversität entwickelt werden: Vielfalt und Unterschiedlichkeit aller Menschen der Hochschule in fachlicher, kultureller und sozialisatorischer Hinsicht sollen als Ressource fruchtbar gemacht werden.
Entwicklungspartnerschaften mit Kooperationsschulen sollen die Institutionen Partnerschule und Pädagogische Hochschule enger miteinander verbinden. An die Stelle von Tages- und Blockpraktika sollen zukünftig längere Praxisformen treten, die das Studium enger mit der Schulwirklichkeit vernetzen. Schulen sollen vice versa für ihre Entwicklung von einem größeren fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Input profitieren.

Auf dem Weg zur Bildungsuniversität rückt lebenslanges Lernen stärker ins Zentrum der Hochschule. Menschen im aktiven Berufsleben sind sowohl zur Mitgestaltung als auch zur Nutzung des Bildungsangebotes eingeladen. Hieraus entstehen Verbindungen zu anderen Bildungseinrichtungen, die für alle Beteiligten gewinnbringend sind.

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