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Neu erschienen: Evaluation zum Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag 2002

14.06.2003 - (idw) Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie

Gut ein Jahr ist seit dem Girls´Day 2002 vergangen, jetzt sind die Ergebnisse der Evaluation erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich. Am 25. April 2002 fand der zweite "Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag" statt. Mehr als 1.200 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen luden bundesweit mehr als 42.000 Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 an diesem Tag zu einem Besuch ihrer Arbeitsstätten ein. Im Zentrum der ersten wissenschaftlichen Erhebung standen die Rückmeldungen der teilnehmenden Mädchen, der veranstaltenden Organisationen sowie die Rückmeldungen der eingebundenen Lehrerinnen und Lehrer. Den Organisationen als potenziellen Arbeitgeber/innen sowie den Lehrer/innen als den Vermittler/innen von geschlechtsspezifischen Rollenmodellen und Berufsbildern an den Schulen kommt darüber hinaus eine wesentliche Rolle im Berufsfindungsprozess von Mädchen zu. Die wissenschaftlichen Erhebung des zweiten "Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag" basiert auf den Rückmeldungen von mehr als 12.500 Mädchen, 620 Organisationen, welche die Mädchen am Aktionstag zu sich einluden und 430 Lehrer/innen. Die Mehrheit der Mädchen, die am Girls´Day teilnahmen, war zwischen 13 und 15 Jahren alt (56 Prozent), 24 Prozent waren älter als 15 Jahre und 17 Prozent zwischen zehn und zwölf Jahren. Knapp die Hälfte der Organisationen waren Unternehmen und Betriebe, 19 Prozent waren Behörden und 11 Prozent Bildungseinrichtungen.

Berufswahlspektrum erweitert

Ziel dieser und nachfolgender Evaluationen ist es, neue Daten zur Berufswahlorientierung von den am Girls´Day teilnehmenden Mädchen zu ermitteln sowohl aus ihrer eigenen Sicht als auch aus der Perspektive weiterer an diesem Prozess beteiligter Instanzen. Ein Ergebnis der nun erschienenen Publikation ist, dass sich der Mädchen-Zukunftstag unterschiedlich auf verschiedene Altersgruppen niederschlägt: Während die jüngeren Mädchen unbefangen neue Möglichkeiten testen und sie bei Gefallen in ihre momentanen beruflichen Vorstellungen integrieren, nutzen die älteren den Tag öfter, um vorhandene Berufswünsche zu überprüfen. Außerdem zeigt ein Vergleich zwischen den Berufswünschen von Mädchen, die in unterschiedlichen Unternehmen am Girls´Day teilgenommen haben, dass ihre beruflichen Präferenzen durch die verschiedenen, in den Aktionsprogrammen präsentierten Berufsbilder beeinflusst worden sind. Der Einblick in neue Arbeitsfelder weckte bei über einem Drittel (37,4 Prozent) der Teilnehmerinnen das Interesse tiefer in den Betrieb, den sie am Girls ´Day besucht hatten, hineinzuschnuppern und hier ein Praktikum oder eine Ausbildung zu absolvieren. Durch die Befragung der Mädchen direkt im Anschluss an das Aktionsprogramm kann allerdings nur der unmittelbare Einfluss des Girls´Day ermittelt werden. Langfristige Tendenzen in der Berufswahlorientierung der Mädchen können nur durch weitere Erhebungen erfasst werden.


Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag
Berufswahlorientierung aus Sicht von
Mädchen, Schulen und Betrieben/Institutionen:
Evaluation 2002.
Frauen geben Technik neue Impulse (Hrsg.)
ISBN 3-7639-3143-0 | 136 Seiten
Wilhelm Bertelsmann Verlag, Bielefeld
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