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Autos an die Steckdose? - Wirtschaftlich sinnvoll?

02.11.2009 - (idw) Hochschule Pforzheim

Ist der Elektromotor die Zukunft der Automobilindustrie? Die Antriebstechnik gewinnt in der Industrie immer mehr Befürworter. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Umsetzung gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist? Professor Dr. Guy Fournier, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Pforzheim, hat bei einer Internationalen Wirtschaftskonferenz in Ljubljana Ende Oktober 2009 eine gesamtwirtschaftliche Einordnung gefordert. Die Lösung liegt in der Zusammenarbeit! Wird die Umsetzung des Elektroantriebs im Auto in Kooperation mit dem Energie- und Kommunikationssektor erfolgen, kann daraus ein gesamtwirtschaftlicher Gewinn erwachsen, prophezeite Fournier in Slowenien. Die im Vordergrund stehenden Ziele - Senkung des Kohlendioxidausstoßes und Unabhängigkeit vom Öl - seien nur eine Seite der Medaille. Durch eine sinnvolle Koppelung der unterschiedlichen Bereiche könnten ungenutzte Stromspitzen vermieden werden.

Grundlage dieses Modells ist ein Management der Nachfrage. Verbraucher - Nutzer von Fahrzeugen mit Elektromotor - beziehen den Strom, wenn dieser günstig ist. Die Fahrzeuge dienen damit als Zwischenspeicher. Energieschwankungen, wie sie beispielsweise bei der Einspeisung von Windenergie immer wieder vorkommen und auch zu "Negativpreisen" mangels Abnahme führen, könnten so vermieden werden. Bei einer sinnvollen Koordination werde nicht nur der Rohstoff Öl eingespart, sondern könnten auch einzelne Kraftwerke obsolet werden, skizzierte der Wirtschaftsingenieur. Die Entwicklung berge eindeutige Chancen für Unternehmen, die sich diesen Herausforderungen stellten.

Der Pforzheimer Professor verwies in seinem Vortrag auf bereits laufende Projekte und plädierte für eine stärkere Vernetzung der einzelnen Wirtschaftsbereiche. Mit seinen Thesen fand er auf der international besetzten Wirtschaftskonferenz in Slowenien Anklang. Die jährlich stattfindende Konferenz in Ljubljana verbindet Politik, Wirtschaft und Lehre über die nationalen Grenzen hinaus. Auf der Rednerliste 2009 standen neben nationalen Ministern auch der ehemalige amerikanische Präsidenten Bill Clinton und Peter Sanfey von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
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