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"Wenn die Heimat ihren Mann nicht mehr ernährt"

03.11.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Internationaler Workshop "Normen und Werte in Kunst und Kultur" an der Universität Jena (6./7.11.) Jena (03.11.09) Europäische Kultur und Kunst bestimmen Werte und Normen in unserer Gesellschaft. Aber Klimawandel, Wirtschaftskrise, Migration und Ressourcenknappheit machen in immer neuen Prozessen der Orientierung diese Normen und Werte zu diskutierten Variablen. Wie sich dieser Wertewandel in der kulturellen Praxis niederschlägt, damit befassen sich die Teilnehmer des internationalen Workshops "Normen und Werte in Kunst und Kultur", zu dem am 6. und 7. November Wissenschaftler aus west- und osteuropäischen Regionen an die Friedrich-Schiller-Universität Jena kommen. Die Jenaer Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Workshop beginnt am 6. November um 13 Uhr im Vortragsraum der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (Bibliotheksplatz 2). Der Eintritt ist frei.

Einen Schwerpunkt werden Beiträge bilden, die den Wertewandel in Ostdeutschland im Zuge des Systemumbruchs im Wendejahr 1989 beleuchten. "Wir werden einen Blick werfen auf die ostdeutsche Nachwendegeneration am Beispiel der katholischen Region Eichsfeld", kündigt Dr. Kathrin Pöge-Alder von der Uni Jena an. "Auch im ländlichen Raum Brandenburgs können wir die Folgen des Systemumbruchs in der konkreten Lebensplanung der Menschen ausmachen", so die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Volkskunde/ Kulturgeschichte und Tagungsorganisatorin. "Wenn die Heimat ihren Mann nicht mehr ernährt" lautet der Titel eines Vortrags zu diesem Thema.

Die Basis der Werte und Normen im christlichen Kulturkreis stehen im Mittelpunkt des Tagungsschwerpunkts "Alltagsorientierung und Religion". Zu diesem Thema findet am Samstag (7. November) von 10 bis 11.30 Uhr im Senatssaal der Uni Jena eine Podiumsdiskussion statt. Teilnehmer sind neben Uni-Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke, Altbischof Prof. Dr. Christoph Kähler (stellv. Vorsitzender des Rates der EKD) und Prof. Dr. Joachim Wanke (Bischof des Bistums Erfurt). Weiterer Gesprächspartner wird Dr. Mathias Schreiber, SPIEGEL-Journalist und Buchautor, sein.

Andere Schwerpunkte beschäftigen sich mit Menschenwürde in Deutschland und Europa, den juristischen Grundlagen der Familienpolitik im Wandel sowie Werten und Normen in Unternehmens-Kulturen. "An beiden Tagen des Workshops wird es außerdem Beiträge zu den Vermittlungsinstanzen von Normen und Werten, wie Text und Sprache, geben", so Dr. Pöge-Alder.

Der zweisprachige Workshop ist eine Kooperation der Universität Jena mit der Coimbra Group, in deren Task-Force "Culture, Arts and Humanities" der Jenaer Lehrstuhl für Volkskunde (Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger) eng eingebunden ist, und dem Collegium Europaeum Jenense (CEJ). Neben Vorträgen in Deutsch wird es auch Beiträge in Englisch geben, wobei die Tagungsmappe Zusammenfassungen der Beiträge in der jeweils anderen Sprache enthält.

Kontakt:
Dr. Kathrin Pöge-Alder
Bereich Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 3
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944390
E-Mail: kathrin.poege-alder[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www2.uni-jena.de/philosophie/vkkg/pdf/CT%20Flyer.pdf http://www.uni-jena.de
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