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Robert Bosch Zentrum für Leistungselektronik: Wissenschaft und Wirtschaft besiegeln einmaligen Forschungs- und Lehrverb

03.11.2009 - (idw) Hochschule Reutlingen

Robert Bosch Zentrum für Leistungselektronik:
Wissenschaft und Wirtschaft besiegeln einmaligen Forschungs- und Lehrverbund
Investition von mehr als 25 Millionen Euro
Bosch kooperiert mit Hochschule Reutlingen und Universität Stuttgart
Insgesamt sieben Lehrstühle für neuen Verbund Leistungselektronik
Langfristige Bedarfssicherung von hochqualifizierten Absolventen Reutlingen/Stuttgart - Die Bosch-Gruppe, die Hochschule Reutlingen, die Universität Stuttgart und das Land Baden-Württemberg gründen ein Studien- und Forschungszentrum für Leistungselektronik. Hierfür hat das baden-württembergische Kabinett heute grünes Licht gegeben. Zur Leistungselektronik zählen Bauelemente, Komponenten und Systeme, die zum Beispiel für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, aber auch im Bereich der Erneuerbaren Energien für Photovoltaik-Systeme zum Einsatz kommen. Mit der Kooperation entsteht der erste Forschungs- und Lehrverbund dieser Art in Deutschland. Bosch und das Bundesland Baden-Württemberg bringen insgesamt mehr als 25 Millionen Euro über zehn Jahre in neue Professuren und Infrastruktur ein. Standorte des Robert Bosch Zentrums für Leistungselektronik sollen Reutlingen und Stuttgart sein.
"Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten investieren wir in die Zukunft, stärken den Wirtschafts- wie auch den Bildungsstandort Deutschland und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung", sagt Dr. Wolfgang Malchow, Bosch-Geschäftsführer für Personal- und Sozialthemen.

Investition knüpft logisch an bisherige Zukunftsaktivitäten an

Darüber hinaus baue das neue Zentrum logisch auf bisherige Aktivitäten in Reutlingen auf. Dr. Volkmar Denner, bei Bosch für Automobilelektronik verantwortlicher Geschäftsführer, sagt dazu: "Rund 600 Millionen Euro investieren wir in Reutlingen in den Bau einer neuen Halbleiterfertigung und eines Testzentrums. In den nächsten Jahren brauchen wir hochqualifizierte Absolventen, um dort die Aufgaben im Bereich der Leistungselektronik anzugehen, etwa im Bereich der Elektromobilität."

Einmalige Zusammenarbeit mit Modellcharakter

"Der Vertrag zur Errichtung und zum Betrieb des Zentrums bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung der Hochschule Reutlingen, zum einen. Und zum anderen in der Kooperation zwischen einer Fachhochschule und einer Universität. Es entsteht ein beispielhafter Forschungs- und Lehrverbund, in dem Bachelor- und Masterstudiengänge sowie ein gemeinsames Promotionsprogramm eingerichtet werden", betont Prof. Dr. Peter Niess, Präsident der Hochschule Reutlingen.
Für die Universität Stuttgart ist das Zentrum ebenfalls eine willkommene und zukunftsorientierte Erweiterung des Studienangebots. "Diese Form der Zusammenarbeit hat Modellcharakter", kommentiert dies Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel. "Wir versprechen uns davon unter anderem einen Pool an qualifizierten Masterabsolventen. Neuland betreten wir auch durch die Gründung eines kooperativen Graduiertenkollegs mit der Hochschule Reut¬lingen, das den besten Absolventinnen und Absolventen beider Hochschulen die Promotion ermöglicht. Für diese stehen insgesamt elf Stipendien zur Verfügung, deren Nachhaltigkeit gesichert ist."
In Reutlingen werden 35 zusätzliche Bachelor-Studienplätze und ein Masterstudiengang mit 30 Studienplätzen pro Jahr eingerichtet. Mit der Leistungselektronik wird das Lehrangebot der Hochschulen um ein für die Region wichtiges Fachgebiet erweitert. Dank der Erweiterung können exzellente Professoren angeworben und hervorragende Bewerber regional und überregional rekrutiert werden. Es besteht zudem die Chance, eine Einrichtung auf international anerkanntem Niveau aufzubauen.
Der geplante Verbund Leistungselektronik umfasst insgesamt sieben Lehrstühle. Davon werden fünf neue Professuren mit einem Gesamtvolumen von mehr als 25 Millionen Euro finanziert, drei davon entstehen in Reutlingen, eine Juniorprofessur in Stuttgart und eine gemeinsame Professur in Reutlingen und Stuttgart. Bosch unterstützt zwei Stiftungsprofessuren an der Hochschule Reutlingen mit rund 12,4 Millionen Euro. Hierzu zählen die Erstausstattung der neuen Lehrstühle sowie Personal in Wissenschaft und Verwaltung. Hinzu kommen rund 2,3 Millionen Euro von Bosch für Naturalleistungen wie Versuchsdurchläufe in der Halbleiterfertigung und Nutzung von Laboreinrichtungen. Das Gesamtsponsoring durch Bosch beträgt also rund 15 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg stellt über das Wissenschaftsministerium insgesamt rund 12 Millionen Euro über zehn Jahre zur Verfügung.


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