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Internationaler Terahertz-Workshop in Kaiserslautern am 2. und 3. März 2010

05.11.2009 - (idw) Technische Universität Kaiserslautern

Die Terahertz-Technologie hat sich als neues Werkzeug in der Diagnostik sowie in der Mess- und Prüftechnik etabliert. Mit dem 4. Workshop zur Terahertz-Technik fördert das "International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging" den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie.

Am 2. und 3. März 2010 veranstaltet das "International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging" den "4th Workshop on Terahertz Technology" im Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern. Gastgeber für Experten aus der ganzen Welt sind das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM und die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. Im Zentrum des Forums steht die Anwendung der THz-Technik in der zerstörungsfreien Materialprüfung, der Sicherheitstechnologie sowie in den Bereichen Biotechnologie und Pharma.

Terahertz - ein Spektralbereich mit Potenzial

Der Terahertz (THz)-Bereich ist ein bisher wenig genutzter Teil des elektromagnetischen Spektrums zwischen Mikrowellen und Infrarot. Lange Zeit sprach man von der Terahertz-Lücke, da es bis in die 1990er Jahre keine praktikablen Quellen für diesen Teil des Spektrums gab. Seit hier in den vergan-genen Jahren enorme Fortschritte erzielt wurden - unter anderem am Fraunhofer IPM -, ist die THz-Strahlung dank ihrer besonderen Eigenschaften zu einer wichtigen Zukunftstechnologie geworden: Mit ihrer Hilfe kann man versteckte Sprengstoffe oder Drogen detektieren. Sie verrät, welche Stoffe durch ein Plastikrohr fließen. Und sie kann zerstörungsfrei Schichtdicken kontrollieren und Materialfehler in Keramik oder Kunststoff sichtbar machen. THz-Strahlung ist aufgrund ihrer niedrigen Energie für Menschen und Lebewesen ungefährlich. Es gibt für die Praxis kaum Einschränkung der möglichen Einsatzorte.

Terahertz-Wellen als Drogenfahnder

THz-Wellen durchdringen dielektrische Materialien wie Holz, Keramik, Papier oder Kunststoff. Andere Materialien wie Metalle sind dagegen für die THz-Strahlung unsichtbar. THz-Strahlung verändert sich beim Durchqueren von Gasen, Feststoffen oder Flüssigkeiten; jede Substanz hinterlässt dabei einen spezifischen Fingerabdruck - auch Sprengstoffe oder Drogen. Kommerzielle Geräte sind inzwischen am Markt erhältlich: THz-Systeme finden Anwendung in der Pharmaindustrie, der Halbleiterindustrie und in der Raumfahrt.

Mit Terahertz-Strahlung lassen sich z. B. in Briefen versteckte Sprengstoffe oder Elektronikbauteile sichtbar machen, ohne den Brief öffnen zu müssen.

Fraunhofer IPM:

Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM verfügt über langjährige Erfahrung in optischer 2-D- und 3-D-Messtechnik. Fraunhofer IPM entwickelt und realisiert schlüsselfertige optische Sensor- und Belichtungssysteme. Auf dem Gebiet der Thermoelektrik ist das Institut führend in der Materialforschung, der Simulation und dem Aufbau von Systemen. In der Dünnschichttechnik arbeitet Fraunhofer IPM an Materialien, Herstellungsprozessen und Systemen, ein weiteres Betätigungsfeld ist die Halbleiter-Gassensorik. Für Terahertz-Technik sowie -Messsysteme entwickelt das Institut Emitter- und Detektorkomponenten, die in der Prozessmesstechnik, Qualitätsprüfung oder der Sicherheitstechnik eingesetzt werden sollen.


Weitere Infos unter http://www.ipm.fraunhofer.de

Ihr Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Joachim Jonuscheit
Terahertz-Messtechnik und -Systeme
Telefon +49 631 205-5107
joachim.jonuscheit@ipm.fraunhofer.de
Weitere Informationen: http://www.ipm.fraunhofer.de/fhg/ipm/messen/veranstaltungen/4.WorkshopTHz.jsp www.vdi.de/gma/terahertz2010
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