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GenerationenHochschule: Augen-öffnender Vortrag zur Palliativmedizin

05.11.2009 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Am Dienstag, dem 3. November 2009, zur 25. Veranstaltung der GenerationenHochschule, erwartete die Teilnehmer unter dem Titel "Würde am Ende des Lebens und die Rolle der Palliativmedizin" keine leichte Kost. Dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - war das Wernigeröder AudiMax wieder voll besetzt. In seiner Eröffnungsrede betonte Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann nachdrücklich die immense persönliche und gesellschaftliche Bedeutung des Themas.

Die Einführung in diesen speziellen Bereich der Medizin übernahm Dipl.-Med. Ulrike Böttcher. Die gebürtige Wernigeröderin absolvierte letztes Jahr ihre palliativmedizinische Weiterbildung bei Dr. med. Wolfgang Schwarz und nutzte die Gelegenheit, ihn für einen Vortrag in ihrer Heimat zu begeistern. Bevor dieser detailliert auf die Möglichkeiten der Palliativmedizin einging, konfrontierte er die Zuhörer zunächst überhaupt einmal mit dem Tabuthema Tod. "Uns ist die Fähigkeit zu leben geschenkt und damit auch die Fähigkeit zu sterben", so der Experte. Die Gesellschaft hat es mit der Zeit verlernt, über den Tod und das Sterben nachzudenken. Der Tod sei mittlerweile zum Feind der Ärzte geworden und oft nicht mehr Gegenstand einer Behandlung. Sicherlich kann ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr geheilt werden, doch auch terminal erkrankte Menschen benötigen Fürsorge und Unterstützung. Die Palliativmedizin versucht die Würde des Menschen in seiner letzten Lebensphase aufrecht zu erhalten und Lebensqualität zu bewahren. Dafür sind Wissen, Engagement und palliative Kompetenz der betreuenden Ärzte und Pfleger unumgänglich. Die finanziellen Mittel stehen zur Verfügung, würden von den Krankenkassen jedoch nur widerwillig ausgegeben.

Dr. Schwarz bezeichnete sich selbst eingangs als Geschichtenerzähler und stellte dies beeindruckend unter Beweis. Mit leichter Ironie brachte er seinen Zuhörern das schwierige Thema näher und hielt einen ergreifenden Vortrag. Lange noch hallte dabei sein letzter Satz nach: "Das Leben ist eine Einbahnstraße - aber es ist keine Sackgasse!".

Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 1. Dezember 2009, wie gewohnt von 17 bis 19 Uhr im Wernigeröder AudiMax statt. Dr. Uwe Lagatz wird über das Thema "Von Brockenpilgrimmen und Sommerfrischlern. Die Anfänge des Tourismus im Harz." referieren. Aber bereits die kommenden Dienstage laden dazu ein, den Wernigeröder Hochschulcampus zu besuchen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe GenerationenHochschule aktuell wirft Prof. Felix Kolmer am 10. November 2009 einen bewegenden "Rückblick in die Zeit des Nationalsozialismus aus Sicht eines Holocaust Überlebenden" und am 17. November 2009 gibt Prof. Dr. Niels O. Angermüller einen aktuellen Zwischenstand über "Die internationale Finanzkrise: Wer hat versagt - wer haftet - wie geht es weiter?". Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Registrierung zu jeder einzelnen Vorlesung nötig. Anmeldungen bitte stets unter http://www.generationenhochschule.de.
Weitere Informationen: http://www.generationenhochschule.de
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