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Zwischen Freude und Verantwortung

06.11.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Universität Jena feiert Schillers 250. Geburtstag mit einem Veranstaltungsreigen Jena (06.11.09) "Geburtstage sind eine zweischneidige Sache: Sie sind natürlich immer ein willkommener Anlass zum Feiern, aber auch ein Anstoß, sich über Vergangenheit und Zukunft Rechenschaft abzulegen. Wir wollen - ganz bewusst - beides", kommentiert Prof. Dr. Klaus Dicke das Programm für die kommende Woche. Doch gilt es nicht, den Geburtstag des Rektors der Universität Jena zu feiern, sondern denjenigen Friedrich Schillers, der am 10. November vor genau 250 Jahren zur Welt gekommen ist. Und dazu hat die Jenaer Universität einen bunten Strauß an Veranstaltungen geknüpft: neben einer Ausstellung stehen Lesungen, Inszenierungen und am Geburtstag selbst eine Rede des Rektors mit anschließendem Anstoßen auf Schiller. Dabei wird Prof. Dicke neben dem Geburtstag Schillers auch auf den "Namenstag" der Universität eingehen: Vor 75 Jahren war unter nationalsozialistischen Vorzeichen Schillers Geburtstag zum Anlass genommen worden, die Jenaer Universität nach ihrem berühmten Professor "Friedrich-Schiller-Universität Jena" zu nennen.

Wiewohl der Name Friedrich Schillers für die Universität nicht zur Disposition steht und er von ihr als Gewinn betrachtet wird, erfordern die Umstände der Namensgebung eine Standortbestimmung. Dieser Aufgabe stellt sich Rektor Dicke am 10. November, dem Geburtstag Schillers, indem er die Varianten und den Umgang mit der Erinnerung an Friedrich Schiller in Jena beleuchtet. Die Rede ist öffentlich und findet um 18 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) statt.

Prof. Dicke greift ein Thema auf, mit dem sich auch die Ausstellung "Patron Schiller. Friedrich Schiller und die Universität Jena" beschäftigt. Aufgrund der großen Nachfrage ist sie nochmals zu sehen: vom 9. bis 13. November täglich zwischen 10 und 16 Uhr im ersten Stock des Universitätshauptgebäudes.
Zu ihr liegt seit heute (06.11.) auch ein Begleitband unter demselben Titel vor, den Stefan Matuschek, Klaus Dicke und Joachim Bauer herausgegeben haben. Er ist für 14,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

Eine Form der Erinnerung an Schiller, die auch in der Ausstellung beleuchtet wird, war die Namensgebung der Universität im Jahr 1934. Mit ihr setzt sich die szenische Lesung "Befreit Schiller!" plastisch auseinander. Sie findet am 11. November um 18 Uhr in der Aula statt. Es ist eine Koproduktion der Universität mit dem Theaterhaus und der Imaginata. Die Lesung präsentiert Originaldokumente rund um die Namensgebung und sucht sie in der anschließenden Podiumsdiskussion einzuordnen.

Den Abschluss der Schillerwoche bildet am 14. November ein Abend mit Burgschauspieler Rainer Hauer. Er wird ab 19.30 Uhr in der Aula den Dichter von einer anderen Seite beleuchten: Für "Schiller heiter!" saugt er aus Briefen, Gedichten und anderen Texten reichen Stoff für Anekdoten und Parodien. Die Karten für diese Veranstaltung, die wie weitere vom Schillerhaus organisiert wird, kosten 8 bzw. 5 Euro und sind an der Touristinformation Jena sowie an der Abendkasse zu beziehen.

Ganz im Zeichen des Schillerjahres stehen auch die dauerhaften Umgestaltungen, welche im Garten des Schillerhauses vorgenommen worden und nun zum Abschluss gekommen sind: Goethe war einer der ersten, der sich Gedanken über die Erinnerung an seinen Freund auf dem Gelände von dessen ehemaliger Sommerresidenz machte. Ihm folgten Initiativen Ernst Abbes, Dietrich Georg Kiesers oder auch eines Jenaer Frauenkomitees im Jahr 1859, die Schiller mit einem je eigenen Monument ehren wollten. Ob Büste, Gedenkstein oder Bank - diese Denkmale sind im Schillergarten zusammengefasst worden, den die Universität der Öffentlichkeit nun als "Erinnerungsgarten" zur Verfügung stellt.


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