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Spielesystem für Kinder mit Behinderungen ausgezeichnet

12.11.2009 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Die Ohm-Hochschule ist wieder ein "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" Bereits zum zweiten Mal in Folge ist die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg ein "Ausgewählter Ort im Land der Ideen". Im Jahr 2008 wurde das Anwendungszentrum für Polymere Optische Fasern (POF-AC) ausgezeichnet - im Jahr 2009 das Projekt "genesis" der Fakultäten Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (efi) und Design (D). "genesis" ist ein Lern-, Therapie- und Spielesystem für barrierefreies Spielen ohne Grenzen. Den Preis überreichte heute Nachmittag Bernd Sauter von der Deutschen Bank Nürnberg an das "genesis"-Team.

"Wir sind sehr stolz auf unsere zweite Prämierung als ausgewählter Ort im Land der Ideen", betonte der Präsident der Ohm-Hochschule, Prof. Dr. Michael Braun, bei der Preisverleihung. "Unser genesis-Projekt ermöglicht es selbst Menschen mit schwersten Behinderungen, zu spielen und so ihre Reaktionsgeschwindigkeit oder ihre Koordinationsvermögen zu trainieren."

Was ist "genesis"?

Genesis ist ein Konzept zur integrativen Förderung von Kindern mit schwersten Behinderungen. Es funktioniert nach dem Motto: "Fördern durch Spielen". Kinder mit Behinderung können die im Handel erhältlichen "normalen" Spiele oft nicht nutzen. Sie brauchen speziell auf ihre Handicaps abgestimmte Versionen.

Genesis wurde in einem interdisziplinären Projekt mit Software/Hardwareentwicklern, Pädagogen, Therapeuten, Psychologen, Designern und Eltern an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg entwickelt. Sowohl Kinder mit körperlichen als auch geistigen Behinderungen werden durch Spiele bessere Entwicklungschancen gegeben, wie z.B. das Lernen von Zusammenhängen, das Üben der Konzentrationsfähigkeit, die Förderung der Wahrnehmung (Formen/Farben/Töne), die visomotorische Koordination, die Verbesserung der Geschicklichkeit, das Ausleben von Gefühlen
wie Schadenfreude, Ärger... und natürlich das Spielen als Sozialkontakt und Gruppenerlebnis.

Erste Ergebnisse in den Behinderteneinrichtungen zeigen, dass selbst Kinder, die als austherapiert galten, durch genesis einen neuen Motivationsschub erhalten und damit wieder Lebensfreude gewinnen. Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass genesis auch hervorragend in der Vorschulerziehung sowie in der Rehabilitation und bei Schlaganfall-, Alzheimer- und Parkinson-
Patienten geeignet ist.

Die vorhandenen Spiele bieten viele Möglichkeiten, um sie individuell an den jeweiligen Grad der Behinderung anzupassen. Genesis ist so angelegt, dass alle Spiele mit Maus, Joystick, fünf, zwei oder sogar nur einer Taste (z.B. über ein Blasrohr) gespielt werden können. Eine Augensteuerung ist in Planung.

Tag des Spiels in der Ohm-Hochschule

Heute konnten die "genesis"-Spiele und ihre Variationen erstmals getestet werden. Menschen mit und ohne Behinderung füllten die Räume der Hochschule. Nach einer kurzen Einführung ging es gleich zur Sache. Altbekannte Spiele wie Puzzles oder Memory wurden über den so genannten Medientauscher mit eigenen Bildern aufgepeppt. Schnell fanden sich Gruppen, die gemeinsam
spielten. Mit Joystick, 1-Tasten-Modus und 2-Tasten-Modus konnten auch verschiedene Bedienarten ausprobiert werden. Am Ende des Tages hatten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit den genesis-Spielen vertraut gemacht.


Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Helmut Herold, E-Mail: helmut.herold@ohm-hochschule.de +++ Gerne hilft auch die Presse- und Hochschulkommunikation, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@ohm-hochschule.de
Weitere Informationen: http://www.ohm-hochschule.de http://www.world-of-genesis.org http://www.land-der-ideen.de
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