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DPG ehrt Luka, das sehr besondere Glühwürmchen

13.11.2009 - (idw) VDI Technologiezentrum GmbH

Physiker verleihen die "Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik" an Dr. Eckhard Heybrock für die BMBF-Initiative "FaszinationLicht". "Ich denke, ich habe Glück gehabt" sagt Dr. Eckhard Heybrock und schaut in die ehrwürdige Runde. "Glück in vielen Dingen, aber ich habe insbesondere auch das Glück gehabt, Physik studieren zu können." Gerade hat er die "Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik" aus den Händen des Präsidenten der renommierten Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Professor Dr. Gerd Litfin, erhalten. "Dieses Glück haben auf jeden Fall viel zu wenige", so plädiert Heybrock in seinem Dankeswort dafür, dass jede nachhaltige Forschungsstrategie bei unseren Kindern beginnen müsse. "Kein Bildungskonzept wird ohne starke technisch-naturwissenschaftliche Beiträge in dieser Altersgruppe tragen." Die Optischen Technologien, eines der ganz großen HighTech-Felder in Deutschland mit einem Weltmarktvolumen von über 250 Mrd. Euro, unterstützen dieses Ziel mit der heute ausgezeichneten Initiative "FaszinationLicht".

Zielgruppe der Initiative sind nicht weniger als alle Kinder und Schüler in Deutschland, von der ersten Klasse bis zum Abitur. Heybrocks erklärtes Ziel ist dabei, schon möglichst früh das naturwissenschaftliche Interesse der Kinder zu wecken, "damit sie sich trauen, selbstverständlich gewordene Dinge in der heutigen "Usergesellschaft" zu hinterfragen und zu verstehen."

Mit der gleichnamigen, interaktiven Wanderausstellung und "Lukas Forscherland", einer Lichtwerkstatt und Experimentereihe für Grundschulkinder und -lehrer rund um Glühwürmchen Luka, erreichte die Initiative seit 2003 in über 100 Stationen in ganz Deutschland mehr als eine halbe Million Besucher. Besondere Highlights waren die Besuche beim damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und gemeinsame Veranstaltungen mit der Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Im Rahmen einer EU-Initiative war die Ausstellung auch in vielen europäischen Hauptstätten zu sehen. Das Presseecho von über 70 TV-Berichten und mehreren tausend Berichten in Printmedien und Internet zeugen von der Faszination des Lichts.

Aber wie kommt ein Physiker dazu, ein Glühwürmchen zu erfinden? Die Antwort ist für Heybrock ganz einfach: "Schlüsselerlebnisse. Bei einem Besuch in einem Museum beobachtete ich eine Kindergruppe, ein paar Mütter und Väter warteten in einiger Entfernung. Und da war ein Physiker. Er schaffte es vor meinen Augen, den Kindern das abstrakte Phänomen der Kohärenz spielerisch zu verdeutlichen. Die Kinder haben dieses Spiel mit physikalischen Phänomenen ganz selbstverständlich mitgespielt. Den Eltern jedoch, die nun auf einmal sahen, was ihr Kind verstehen und begreifen kann, liefen vor Rührung die Tränen herunter. Dieses Schlüsselerlebnis, - das im Übrigen gänzlich im Gegensatz zu der Erfahrung meines gesamten außerphysikalischen Bekanntenkreises steht, nämlich: "Physik war für mich immer das Schlimmste" - dieses Schlüsselerlebnis war der Anfang der FaszinationLicht." Derartige Initiativen sind zwar immer nur ein Anfang, aber sie liefern diese Schlüsselerlebnisse und lassen aus Neugier Forscherdrang entstehen.

Heybrock betonte in seinem Dankeswort, dass er die Auszeichnung mit allen, die mitgeholfen haben, teile. Er bedankte sich beim BMBF, das die nötigen Mittel und politische Unterstützung gegeben hat, und bei den vielen tausend Händen aus der ganzen Photonik-Branche.

Dr. Eckhard Heybrock arbeitet seit 1997 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Technologiezentrum des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) in Düsseldorf auf dem Gebiet der Optischen Technologien / Photonik.

Die "Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik" wird von der DPG, der ältesten und größten physikalischen Fachgesellschaft, weltweit für "publizistische Leistungen verliehen, die zur Verbreitung naturwissenschaftlich- physikalischen Denkens im deutschsprachigen Raum in hervorragender Weise beitragen". Zu den bisherigen Preisträgern zählen bekannte Persönlichkeiten, wie der Fernsehmoderator und Physiker Joachim Bublath, "Löwenzahn"-Darsteller Peter Lustig, der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der Wissenschaftshistoriker und Autor Ernst-Peter Fischer als auch Astrophysiker und Fernsehmoderator Harald Lesch. Der Preis im Jahr 2008 ging an die "Sendung mit der Maus".

Die nächsten Termine von Lukas Forscherland:
o 3./4. Dezember 2009 in Quickborn: Lehrerfortbildung
o 8. Dezember 2009 in Essen: Lehrerfortbildung
o 20. März - 1. April 2010, Jahrestagung der MNU in der Universität Bielefeld: Lukas Forscherland und Lehrerfortbildung

Pressekontakt:

Daniela Metz
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 6214-376
Mail: metz@vdi.de
Weitere Informationen: http://www.faszinationlicht.de Informationen, Ansprechpartner und freier Download der Materialien http://www.optischetechnologien.de Internetportal der Optischen Technologien http://www.dpg-physik.de/presse/index.html Pressemitteilung der DPG
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