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Gute Zeit für Gedichte -

18.06.2003 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Bundesweit einmaliges Lyrik Kabinett wird Stiftung

München, 17. Juni 2003 - Das Lyrik Kabinett München bewahrt einen Schatz - eine bundesweit einmalige Sammlung nationaler und internationaler Lyrik, die Leser und Forscher gleichermaßen schätzen. Jetzt tritt die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Lyrik Kabinett in eine neue Phase: Rektor Professor Bernd Huber und Ursula Haeusgen vom Trägerverein der Bibliothek unterzeichneten eine Vereinbarung, wonach das Lyrik Kabinett in eine Stiftung überführt und in die Amalienstraße 83 umziehen wird.

Bisher ist das Lyrik Kabinett, eine Lesegesellschaft von Freunden und Liebhabern der Poesie, in einem Rückgebäude der Universität in der Schellingstraße 3 ansässig. Dort unterhält der gemeinnützige Trägerverein zusammen mit dem Institut für Komparatistik an der LMU die Lyrik-Bibliothek als öffentliche Präsenz-Bibliothek. Nun firmiert die Sammlung lyrischer Texte in zahlreichen Sprachen als Stiftung "Lyrik Kabinett".

Ursula Haeusgen, die die Stiftung mit einem großen Vermögen ausstattet, baute die konkurrenzlose Sammlung internationaler Lyrik in 14 Jahren auf; gegenwärtig umfasst die Bibliothek rund 25 000 Bände. "Jährlich kommen im Durchschnitt 1500 Bände dazu", so Haeusgen. Bekannt wurde das Lyrik Kabinett auch durch seine Lesungen, zu denen regelmäßig renommierte Autoren aus aller Welt nach München kommen. Gegenwärtig beschäftigt Haeusgen im Lyrik Kabinett drei Halbtagskräfte und zwei freie Mitarbeiter.

Mit dem Umzug in die Amalienstraße erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch. Die LMU verpachtet die neuen Räume langfristig an das Lyrik Kabinett. Die Stiftung übernimmt die Umbaukosten von geschätzten 700 000 Euro. Der Förderverein bleibt weiterhin bestehen. Nach dem bisherigen Stand der Planung soll der Umbau noch im Juli beginnen. Bereits zum Jahresende, so hofft Ursula Haeusgen, soll das Lyrik Kabinett sein neues Domizil beziehen.

Als "runde Sache" und "großen Gewinn für die LMU" wertete Rektor Bernd Huber den Vertragsabschluss. Das Lyrik Kabinett sei sehr wichtig für den Rang der LMU bei den Geisteswissenschaften im Vergleich mit anderen Hochschulen. Die reiche Sammlung der Poesie der Welt habe "Magnetwirkung auf Studierende der Komparatistik", so Professor Hendrik Birus, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Ursula Haeusgen schließlich sagte, eigene Räume seien "ein großer Fortschritt" für das Lyrik Kabinett. Die Arbeit und der kontinuierliche Ausbau der Bibliothek seien damit auf Jahrzehnte gesichert.

1997 sicherten der Trägerverein des Lyrik Kabinetts und die LMU den ersten Schritt ihrer Zusammenarbeit vertraglich ab. Seither stand die Sammlung der Universität als Dauerleihgabe zur "Förderung von Forschung, Lehre und Studium" zur Verfügung. Schon bald wurde jedoch deutlich, dass die Räume im Rückgebäude Schellingstraße 3 auf Dauer nicht ausreichen würden. Nach dem Wunsch der LMU sollte die Lyrikbibliothek jedoch weiter in der Nähe der Universität bleiben und wie ein eigener Bestand genutzt werden. Dieser Wunsch hat sich nun erfüllt.

Weitere Informationen:

Lyrik Kabinett München e. V.
Postfach 440 204
80751 München
Tel.: 089-34 62 99
Fax.: 089-34 53 95
Email: Lyrik-Kabinett@t-online.de
www.lyrik-kabinett.de

(zis)
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