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Juniorprofessor Dr. Alexander Schunka verstärkt Forschungszentrum Gotha

03.12.2009 - (idw) Universität Erfurt

Das Forschungszentrum Gotha für kultur- und sozial-wissenschaftliche Studien der Universität Erfurt hat seit Kurzem einen zweiten Professor: Dr. Alexander Schunka ist für zunächst vier Jahre zum Juniorprofessor für "Wissenskulturen der Europäischen Neuzeit" berufen worden. Für seine Arbeit findet der 37-jährige Historiker in den Handschriftensammlungen der Forschungsbibliothek und der Perthes-Sammlung wahre Schätze. Schunka, geboren 1972 in München, studierte Geschichte und Orientalistik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Er arbeitete am Historischen Seminar und ab 2001 im Sonderforschungsbereich "Pluralisierung und Autorität" an der Münchener Universität. Seine Promotion folgte 2004 mit einer Untersuchung zur Zuwanderung und Fremdenakzeptanz in Kursachsen und der Oberlausitz im 17. Jahrhundert. Die Arbeit wurde 2006 unter dem Titel "Gäste, die bleiben" veröffentlicht. Von Februar 2004 bis zum Oktober 2009 war Schunka wissenschaftlicher Assistent am Historischen Institut der Universität Stuttgart und arbeitete an einem Habilitationsprojekt zu den konfessionellen Beziehungen zwischen England und dem deutschen Protestantismus im frühen 18. Jahrhundert. Dazwischen führten ihn mehrere Forschungsaufenthalte und Stipendien nach London, Oxford, Emden, Halle a.d.S. und Wolfenbüttel.

Seit 1. November 2009 ist er nun in Thüringen - als Juniorprofessor am Forschungszentrum Gotha. Zunächst will sich Schunka den Berichten widmen, die Diplomaten über ihre Reisen ins Osmanische Reich verfassten. In einer Lehrveranstaltung im Wintersemester sollen sich Studierende der Universität Erfurt dann mit der Verbreitung der Erfahrungen und Ideen dieser Gesandten in Deutschland auseinandersetzen. Im Sommersemester soll sich ein weiteres Seminar dem Entstehen von Interesse an der englischen Kultur in Deutschland widmen. Hierzu geben die Briefwechsel von Gelehrten in der Gothaer Bibliothek Aufschluss.

Das Forschungszentrum für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien ist eine zentrale Einrichtung der Universität Erfurt. Untergebracht im Schloss Friedenstein steht es im engen Kontakt zur dortigen Forschungsbibliothek, einer der bedeutendsten Frühneuzeit-Bibliotheken Deutschlands. Es versteht sich als Zentrum für Frühneuzeitforschung und hat die besondere Aufgabe, auf der Grundlage der Bibliotheksbestände Konferenzen und Vorträge zu organisieren sowie als Plattform für Stipendiaten, Gastwissenschaftler und Forschungsprojekte zu dienen.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha
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