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Einladung zu Pressegespräch/Fototermin

03.12.2009 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

BTU-Präsident und Sprecher des Studierendenrates unterzeichnen Cottbuser Bildungsdeklaration, um gemeinsam eine Verbesserung der Studiensituation zu erreichen
Freitag, 4. Dezember 2009, 11 Uhr, Senatssaal der BTU
(4. OG, Hauptgebäude) An der BTU Cottbus sind sich Universitätsleitung und Studierendenschaft in Sachen Bildungsstreik einig: In Übereinstimmung mit den bundesweiten Protesten fordern sie bessere Studienbedingungen und soziale Sicherheit für die Studierenden. Dabei wählen sie einen konstruktiven Weg, um gemeinsam die Studiensituation an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus zu verbessern. Aus diesem Grund haben sie eine Cottbuser Bildungsdeklaration der BTU erarbeitet, die am Freitag, 4. Dezember 2009, 11 Uhr, Senatssaal der BTU (4. OG, Hauptgebäude) unterzeichnet wird. Hierzu laden BTU-Präsident und Studierendenrat herzlich ein. Der Präsident der BTU, Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli, der Sprecher des Studierendenrates, Matthias Heinze, sowie Vincent Siewert als Präsidiumsvertreter vom Studierendenparlament werden die Cottbuser Bildungsdeklaration der BTU unterzeichnen.
Die regelmäßig gepflegten Gespräche zwischen Präsidium und Studierendenrat sind die Basis für das gegenseitige Verständnis von Hochschulleitung und Studierendenschaft. Beide sind sich in der grundsätzlichen Akzeptanz der Bologna-Reform einig. Die dringend erforderlichen Nachbesserungen möchten beide Partner dabei gemeinsam angehen.

Im Folgenden der Text der Cottbuser Bildungsdeklaration der Brandenburgischen Technischen Universität:

Wir, die Universitätsleitung, der Studierendenrat und das Studierendenparlament, in Vertretung für die Studierendenschaft der BTU Cottbus, solidarisieren uns mit den aktuellen bundesweiten studentischen Protesten hinsichtlich dieser beiden Ziele und fordern gemeinsam:
Bessere Studienbedingungen
und
Chancengleichheit und soziale Sicherheit für die Studierenden


Wir sagen:
1. Die Gesellschaft muss der Bildung eine höhere Bedeutung beimessen.
2. Eine einseitig auf Ökonomisierung ausgerichtete Bildung ist abzulehnen.
3. Das Bildungssystem muss für alle die gleichen Chancen gewährleisten und frei von Barrieren sein.
4. Eine Erhöhung der Bildungsausgaben ist unabdingbar.
5. Die Umstellung der Studienangebote auf BA/MA-System ist im Grundsatz notwendig, bedarf jedoch in der Umsetzung der Nachbesserung.
6. Es bedarf einer klaren und effizienten Informations- und Vermittlungspolitik der Verantwortlichen auf allen Ebenen, um den Betroffenen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bologna-Prozess zu ermöglichen.

Wir fordern:
eine Verbesserung der Betreuungsrelationen durch mehr Personaleinsatz,
eine Erhöhung des Bafög-Basisberechnungssatzes, um einer breiteren Masse den Zugang zum Bafög zu ermöglichen,
eine kritische Überprüfung der Studienordnungen mit dem Ziel einer Reduzierung der Prüfungsbelastung, des Abbaus von Überfrachtungen des Curriculums sowie einer Flexibilisierung und besserer Möglichkeiten der individuellen Studienplanung,
eine klare Formulierung von differenzierten Berufsbildern, die dem neuen gestuften System Rechnung trägt,
ein nicht auf die Regelstudienzeit anzurechnendes zweisemestriges und förderungsfähiges Orientierungsstudium,
die Intensivierung des bisherigen offenen Dialogs zwischen Studierenden, Professorenschaft und Hochschulleitung zur zielorientierten Lösung vorhandener Probleme,
eine stärkere Einbeziehung der Studierenden an hochschulpolitischen Entscheidungsprozessen,

eine Überprüfung des Brandenburgischen Mittelverteilungsmodells hinsichtlich der aktuellen Anforderungen.

Gemeinsam bekräftigen wir unsere Absicht, die Umsetzung der vorgenannten Punkte zügig voranzutreiben. Durch die konstruktive Zusammenarbeit von Uni-Leitung und Studierenden werden wir unsere Energie zielführend und für alle gewinnbringend zur Verbesserung der Studiensituation einsetzen.

Kontakt:
Studierendenrat der BTU Cottbus
Matthias Heinze, Tel. 0355/69-2200; office@stura-cottbus.de

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