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Bachelor ist anspruchsvoll, aber studierbar - Ergebnisse der Bachelorumfrage der Hochschule Augsburg

03.12.2009 - (idw) Hochschule Augsburg - Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Augsburg

Augsburg, 03.12.2009. Streiks, Hörsaalbesetzungen und Demonstrationen. Die derzeitigen Proteste von Studierenden richten sich auch und vor allem gegen die Studienbedingungen in den Bachelorstudiengängen. Doch werden diese wirklich von allen Studierenden negativ bewertet? Wie wird die Prüfungs- und Arbeitsbelastung von denen wahrgenommen, die täglich damit konfrontiert sind? Um diese Fragen zu klären, führte die Fakultät für Wirtschaft der Hochschule Augsburg eine Umfrage bei Bachelorstudenten aus den sieben bayerischen Hochschulen Deggendorf, Ingolstadt, Landshut, München, Regensburg, Würzburg und Augsburg durch. Insgesamt 842 Studierende aus den Studiengängen Betriebswirtschaft sowie International Management/ Business wurden im Laufe des Novembers befragt, sie alle studieren im dritten bis fünften Semester.
"Die Ergebnisse belegen, dass die beteiligten Hochschulen die neuen Bachelorabschlüsse an den Wirtschaftsfakultäten der Hochschulen durchgehend anspruchsvoll, aber studierbar gestaltet haben", resümiert Projektleiterin Erika Regnet, Professorin an der Fakultät für Wirtschaft der Hochschule Augsburg nach Auswertung der Studie. "Über die Hälfe, genau genommen 53 Prozent der Studenten sehen sich "sehr gefordert", 30 Prozent empfinden die Anforderungen als "gerade richtig" und lediglich 10 Prozent fühlen sich tatsächlich überfordert", so Regnet. 7 Prozent sähen sich sogar etwas unterfordert. Beachtlich sei ferner, berichtet Regnet, dass sich jeder vierte Studierende zusätzlich in einem Ehrenamt engagiere.
Doch nicht nur seitens der Hochschulen, sondern auch seitens der Studierenden werden, wie die Studie zeigt, Anforderungen an ein Studium gestellt. Dies sei sicher auch als Folge der an allen bayerischen Hochschulen zu zahlenden Studienbeiträge zu sehen, meint Regnet. Die Befragung zeigt hier deutlichen Handlungsbedarf auf, denn "alles in allem" geben die Studierenden ihren Studiengängen und Hochschulen nur eine gute 3 als Note. Besonders positiv gesehen werden die Stimmung unter den Studierenden, die Inhalte des Studiums, das interessante Schwerpunktangebot sowie die eigene Leistungsbereitschaft. Der Abgleich von Erwartungen und Erfahrungen nach den ersten Studienjahren bringt aber auch viel Ernüchterndes mit sich. "Vor allem die unzureichende Ausstattung der Hochschulen mit Arbeits- und Bibliotheksplätzen sowie Vorlesungsräumen und die Qualität der Mensa werden bemängelt", erklärt Regnet. 60 Prozent der Studierenden klagten über durchgehend oder meistens zu große Gruppengrößen. Von Seiten der Hochschulen erwarten die Studierenden zudem mehr Betreuung und eine bessere Stundenplanung - doch die Verbesserung der Rahmenbedingungen erfordert natürlich zusätzliche Finanzmittel.
Geplant wurde die Befragung bereits im Oktober, vor Beginn der Proteste.

Kontakt und weitere Informationen zur Studie:
Prof. Dr. Erika Regnet, Hochschule Augsburg
Tel: 0821 - 598 2951, erika.regnet@hs-augsburg.de

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