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Früchte statt Junk-Food: Zwei Mönchengladbacher Oecotrophologie-Studenten in den Slums von Kapstadt

03.12.2009 - (idw) Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Sich fachlich weiterbilden, Auslandserfahrung sammeln, an Forschungsprojekten mitwirken - und nicht zuletzt viel Gutes für bedürftige Menschen tun: das haben die beiden Oecotrophologie-Studenten Sebastian Leisten (30) und Moritz Eßer (21) perfekt unter einen Hut gebracht. Sie kamen kürzlich von einem sechswöchigen Praktikum in den Townships von Kapstadt (Südafrika) zurück an die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Vermittelt von Prof. Dr. med. Norbert Ludwig hatten sie mit Unterstützung der Hilfsorganisation HOPE Cape Town Association die Bewohner der Slums am Rande der Stadt über gute und gesunde Ernährung aufgeklärt, beraten und an sie herangeführt.

Hoch im Kurs, berichten die beiden Studenten, stehen bei ihnen Chips, Flips und ähnliches "Junk-Food", weniger dagegen das reichlich vorhandene, gesunde und relativ preisgünstige Obst. Leisten und Eßer kauften also in Supermärkten große Mengen Orangen, Äpfel, Bananen und Papaya ein und verteilten sie bei "Fruit-Days" in den Armensiedlungen, in der Tagesklinik eines Townships und auf der Kinderstation des Tygerberg-Krankenhauses. Auf einem Handzettel machten sie auf einfache wie prägnante Weise auf die Vorzüge dieser Kost aufmerksam, die die Bewohner mit Vitaminen und Mineralien versorgt und das Risiko von Erkrankungen reduziert. "Früchte sind die Lösung für ein glücklicheres, gesünderes und längeres Leben", lautet die simple, aber eingängige Botschaft.

Dass sich die Ernährung HIV-positiver und an AIDS erkrankter Kinder auf Entstehung, Verlauf und Therapie dieser Krankheit auswirkt, ist eine wissenschaftliche Hypothese, die auch in Kapstadt von KID-KRU, einer international anerkannten Forschungs- und Therapieeinrichtung, untersucht wird. Die deutsche Kinderärztin Dr. Monika Esser, die zugleich Gründerin der HOPE Hilfsorganisation ist, bat die beiden deutschen Studenten, zwei Fragebögen zu Aspekten der Ernährung zu entwerfen. In klinischen Studien werden sie jetzt infizierten Patienten wie einer Kontrollgruppe, die nicht infiziert ist, vorgelegt. "Die Arbeit vor Ort hat uns gezeigt, wie wichtig und wertvoll die Hilfe ist, die man den Menschen in den Townships geben kann", berichten Sebastian Leisten und Moritz Eßer. Es hat sie deshalb besonders gefreut, dass etwa 20 ihrer Mitstudierenden, denen sie von ihren Erfahrungen berichteten, diese Arbeit in Form eines Praktikums fortsetzen möchten. Dafür setzt ein Kooperationsvertrag, den Prof. Dr. Ludwig jetzt im Namen der Hochschule Niederrhein mit der HOPE Cape Town Association abschloss, den formellen Rahmen.
Weitere Informationen: http://www.afrikahope.wordpress.com http://www.hopecapetown.com
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