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Ökonomisierung der Wissensgesellschaft - Einladung zur Pressekonferenz

03.12.2009 - (idw) Universität Leipzig

Dem Volksmund zufolge regiert Geld die Welt - aber ist diese Maxime so einfach auch auf die Wissensgesellschaft übertragbar? Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig lädt morgen zu einer Pressekonferenz ein, die über die zentralen Fragen des derzeit stattfindenden Kongresses zur "Ökonomisierung der Wissensgesellschaft" (3. bis 5. Dezember) informiert. Zeit: 4. Dezember, 12:30 Uhr
Ort: Universität Leipzig, Seminarraum 2 im 2. OG des Institutsgebäudes, Grimmaische Straße 12, 04109 Leipzig

Die Art und Weise, wie Wissen in unserer Gesellschaft ausgetauscht und weitergegeben wird, verändert sich grundlegend: Die Verwertbarkeit von Wissen rückt immer mehr in den Vordergrund. Forschungsresultate werden danach beurteilt, ob sie die Entwicklung marktgängiger Produkte erwarten lassen. An die Stelle der Bildung tritt die Berufsbefähigung. Dieser Prozess führt nach Überzeugung der Kongressveranstalter zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft, die nicht genügend kritisch hinterfragt werden. Die Pressekonferenz will wichtige Fragen dieser Debatte erörtern und spannende Themen des Kongresses vorstellen. Dabei geht es auch um die zunehmend wirtschaftliche Ausrichtung der Universitäten. Kongressleiter Prof. Dr. Ralf Diedrich: "Es wird verkannt, dass Hochschulen in der Gesellschaft eine gänzlich andere Funktion als erwerbswirtschaftliche Unternehmen haben."

Ihre Gesprächspartner auf der Pressekonferenz sind:

Prof. Dr. Franz Häuser, Rektor (Universität Leipzig)
Prof. Dr. Ralf Diedrich, Kongressleiter (Universität Leipzig)
Dr. Werner Meißner (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Bertram Schefold (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Hintergrund zum Kongress:
Der Kongress zur "Ökonomisierung der Wissensgesellschaft" findet vom 3. bis 5. Dezember an der Universität Leipzig (Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig) statt und wirft die Frage auf, wie viel Wirtschaft die Wissenschaft braucht und wie viel Wirtschaft die Wissenschaft überhaupt verträgt. "Generell gibt es eine Tendenz, sich an Zahlen zu orientieren und Kriterien, die nur qualitativ messbar sind, zu vernachlässigen", erklärt Prof. Dr. Ralf Diedrich, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Leipzig. Und die Orientierung an Zahlen macht auch vor Universitäten, Schulen, Bibliotheken und Forschungsinstituten nicht Halt: Immer stärker wird die Wissensgesellschaft nach Maßgabe herkömmlicher ökonomischer Kriterien gestaltet, wobei unklar ist, ob dies überhaupt zweckmäßig ist. Deshalb ist zu diskutieren, welche Konzepte aus der Welt der Wirtschaft möglicherweise auf Funktionen und Institutionen der Wissensgesellschaft anwendbar sind und welche nicht.
Weitere Informationen: http://www.uni-leipzig.de/Wissensgesellschaft2009 Programm zum Kongress
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