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Planetarien Hamburg und Kiel kooperieren

19.06.2003 - (idw) Fachhochschule Kiel

Der Mediendom der Fachhochschule Kiel und das Planetarium Hamburg sind unterwegs zum "digitalen Tgheater". Nach einer grundlegenden Modernisierung wollen sie vom kommenden Herbst an gemeinsam multimediale Projekte realisieren.

Die Fachhochschule Kiel und das Planetarium Hamburg kooperieren. Die entsprechende Vereinbarung wurde von Rektor Prof. Dr. Walter Reimers und Thomas Kraupe, Direktor des Hamburger Planetariums, getroffen. Mit ihrer Unterschrift besiegelten sie eine enge Zusammenarbeit zwischen dem an der Fachhochschule entstehenden Mediendom und dem vollständig modernisierten Hamburger Planetarium. Nach ihrer für den Spätsommer dieses Jahres geplanten Eröffnung wollen sich die beiden Einrichtungen auf technischer und inhaltlicher Ebene abstimmen und gemeinsam multimediale Projekte realisieren. Mediendom und Planetarium gehen dabei erste Schritte auf dem Weg zu einem "digitalen Theater" als neuer Form kultureller Einrichtungen.

Das Hamburger Planetarium wird zur Zeit zu einem Erlebniszentrum mit den Schwerpunkten Mensch und Technik, Umwelt und Weltall umgebaut. Dank seiner zukünftigen digitalen Ausrüstung wird es nach seiner Fertigstellung weltweit zu einem der modernsten audiovisuellen Simulatoren. Den Besucherinnen und Besuchern kann dann der Eindruck vermittelt werden, sich mitten in einer neuartigen virtuellen Realität von hoher ästhetischer Wirkung zu befinden. Dialog, Interaktion und Partizipation des Publikums mit Künstlern, Musikern und Vortragenden sowie mit Erscheinungen des Kosmos sollen in Echtzeit und in allen Varianten realisierbar sein.

Parallel zu dieser Entwicklung entsteht auf dem Campus der Fachhochschule der Mediendom als multimediale Präsentationsplattform. Verknüpft mit dem erfolgreichen Studiengang Multimedia Production der Fachhochschule, werden unter Einbeziehung von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur Themen neuartig multimedial produziert, begleitet von Entwicklungs- und Forschungsarbeiten der drei Kieler Hochschulen. Dieses in der deutschen Hochschullandschaft einmalige Konzept einer offenen Hochschule soll Laien mit Arbeitsweisen und Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung vertraut machen. Die Kieler MMP-Studierenden profitieren doppelt: Während der Direktor des Hamburger Planetariums seine internationalen Erfahrungen als Lehrbeauftragter an die Studierenden weiter gibt, sind diesen dank der Kooperationsvereinbarung in Kiel nicht präsente Techniken der Hamburger Einrichtung zugänglich. Im Gegenzug profitiert die Hamburger Einrichtung von den produktions- und Forschungskapazitäten des international ausgelegten MMP-Studiengangs der Fachhochschule Kiel, der mit über 600 Bewerbungen auf 40 Studienplätze zu den Highlights der Hochschule gehört.

Die Verbindung der Ressourcen von Kultur und Wissenschaft des Mediendoms Kiel und des Planetariums Hamburg beinhaltet nach Einschätzung beider Seiten ein Potenzial, das sich als fachübergreifender Wissenstransfers und als Kulturangebot an eine breite Öffentlichkeit richtet und in europäischer Dimension bedeutsam, wenn nicht einmalig ist.
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