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Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel" hat Mentoring-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinn

04.12.2009 - (idw) Universität Bremen

Nach MARUM und GLOMAR drittes Programm von "plan m" an der Universität Bremen - Leitziel: Gleichberechtigung der Geschlechter Exzellente Wissenschaftlerinnen aus dem Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel" an der Universität Bremen planen ihre akademische Karriere jetzt gezielt mit dem Mentoring-Programm "plan m". Das Programm aus One-to-One Mentoring, Workshops, Networking und kollegialer Beratung bereitet Promovendinnen und Postdoktorandinnen auf zukünftige Führungsaufgaben in der Wissenschaft vor.

Für die acht Teilnehmerinnen hat das "plan m"-Mentoring im Oktober im Ersten Vorbereitungsworkshop gleich mit einer wichtigen persönlichen Entscheidung begonnen. Die Frauen haben sich eine Mentorin ausgesucht, mit der sie in den kommenden 15 Monaten ihre Karrierestrategie entwickeln wollen. "Mit meiner Mentorin möchte ich besprechen, wie ich den Übergang von der Promotion zur Post-Doc-Stelle am klügsten angehen kann", sagt eine Teilnehmerin. Mentee und Mentorin gehen einen vielschichtigen Beratungsprozess ein, in dem die Professorin ihr persönliches Erfahrungswissen an die Nachwuchswissenschaftlerin weitergibt.

Bis Ende 2010 vermitteln zirka alle sechs Wochen getaktete Workshops den Teilnehmerinnen Schlüsselkompetenzen für den Beruf der Professorin oder einer wissenschaftlichen Führungskraft. Weil "plan m"-Programme bedarfsorientiert konzipiert werden, können die Teilnehmerinnen selbst bestimmen, worauf dabei die Schwerpunkte liegen sollen. Die Mentee-Gruppe am SFB 597 hat sich für Karrieremanagement und Selbstmarketing in der Wissenschaft sowie für Kommunikations-, Konfliktmanagement- und Führungstrainings entschieden.

"plan m" seit 2004 an der Universität Bremen

Übereinstimmend mit dem Leitziel "Gleichberechtigung der Geschlechter" der Universität Bremen, verfolgt der SFB 597 das Ziel, Frauen die gleichen Chancen auf eine Wissenschaftskarriere einzuräumen wie ihren männlichen Kollegen. SFB-Geschäftsführer Dr. Wolf erläutert: "Im SFB 597 sind in den letzten Jahren sieben Frauen und vier Männer im Post-Doc-Bereich ausgeschieden. Das muss schon deshalb zu denken geben, weil der SFB ursprünglich mit einer eigentlich sehr guten Gender-Relation bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestartet ist." Diese Verschlechterung habe den letzten Anstoß dafür gegeben, das "plan m"-Mentoring einzuführen. Damit spricht Dr. Wolf ein generelles Problem an: Je höher der berufliche Status in der Wissenschaft, umso geringer ist der Anteil an Frauen ("leaky pipeline"). Dieser Problematik arbeiten die Programme von "plan m" entgegen. Sie setzen gezielt dort an, wo Wissenschaftlerinnen strukturell benachteiligt werden: An der Förderung der beruflichen Laufbahn. "plan m"-Mentoring wird an der Universität Bremen seit 2004 von der Arbeitsstelle Chancengleichheit angeboten. Die Programme sind ein wichtiger Baustein der universitären Gleichstellungspolitik. Inzwischen zum Dachverbund avanciert, laufen unter der Marke "plan m Mentoring in Science" derzeit drei Programme gleichzeitig. Wie der SFB 597 führen auch das Exzellenzcluster für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) und die Graduiertenschule Global Change in the Marine Realm (GLOMAR) ein gemeinsames "plan m"-Programm durch. Universitätsweit wird außerdem ein Programm für Natur- und Technikwissenschaftlerinnen angeboten, das im zweijährigen Wechsel mit einem Programm für Sozial- und Geisteswissenschaftlerinnen stattfindet.

Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel"

Der Sonderforschungsbereich 597 untersucht in 16 Teilprojekten, ob und wie sich der klassische Nationalstaat in den vergangenen 30 Jahren unter dem Druck von Globalisierung oder Liberalisierung verändert hat. In der ersten Forschungsphase hat sich herausgestellt, dass der oft behauptete Zerfall des Staates keineswegs stattfindet. Gleichwohl ist es zu einer Vielzahl von Änderungen gekommen. In der jetzt laufenden zweiten Forschungsphase geht es darum, die Ursachen für den beobachteten Wandel zu ergründen. Forscherinnen und Forscher aus den Disziplinen Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft arbeiten dazu in zwei bis sechs Personen großen Forschungsteams zusammen.

Achtung Redaktionen: In der Pressestelle erhalten Sie ein Foto, das Mentee und Mentorin in einem Beratungsgespräch zeigt. Kontakt unter Telefon: 0421 218-60150 oder E-Mail: presse@uni-bremen.de .


Weitere Informationen:
Universität Bremen
Arbeitsstelle Chancengleichheit
Ose Leendertz
Telefon: 0421 218-60184
E-Mail: chancen5@uni-bremen.de

Sonderforschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel"
Dr. Dieter Wolf
Telefon: 0421 218-8723
E-Mail: dieter.wolf@sfb597.uni-bremen.de
Weitere Informationen: http://www.sfb597.uni-bremen.de http://www.chancengleichheit.uni-bremen.de
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