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FH JOANNEUM: Förderlimit für Sonnenstrom aufheben

04.12.2009 - (idw) Fachhochschule Joanneum

Mit Markt und Energieeffzienz der Photovoltaik beschäftigte sich eine Veranstaltung der steirischen Wirtschaftsförderung SFG, des Materials Cluster Styria und der FH JOANNEUM Kapfenberg. "Um dem Markt für Photovoltaik-Anlagen in Österreich ein kontinuierliches Wachstum zu ermöglichen, muß die Deckelung der Förderkontingente aufgehoben werden", forderte Hubert Berger, Studiengangsleiter von "Elektronik & Technologie-management" der FH JOANNEUM. Die aktuellen Vergütungssätze sind im Vergleich mit anderen Ländern zwar sehr niedrig, aber für die überdurchschnittlich ökologiebewussten Österreicher kein Hindernis für Investitionen.

Die Investitionsförderung für Kleinanlagen komme einer Lotterie gleich, die Einspeisevergütung für größere Anlagen sei wiederum mit einem Betrag von knapp über 2 Millionen Euro gedeckelt. Für andere Ökoanlagen standen heuer 26, 2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese werden aber praktisch nicht "abgeholt". Bei Photovoltaik hingegen ist das für 2010 vorgesehene Kontingent bereits wieder erschöpft. Berger forderte daher eine "Umschichtung der Mittel auf Photovoltaik". Österreichische Firmen decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, die Ausgaben könnten somit die heimische Wirtschaft massiv unterstützen.

In seinem Vortrag ging Hubert Berger auch auf die aktuelle technische Entwicklung ein. Die höheren Wirkungsgrade bei Photovoltaik-Modulen und den Wechselrichtern werden die Konkurrenzfähigkeit weiter erhöhen. "Die Preise sind", so Berger, "aufgrund der massiven Kapazitätsausweitungen dramatisch gefallen, dies hat den internationalen Markt weiter angekurbelt." Zusätzliche Anreize sind zum Beispiel Zielvorgaben wie die EU-Gebäuderichtlinie, nach der Gebäude ab dem Jahr 2020 energieautark zu bauen sind.

Schwerpunkt in Forschung und Lehre

Photovoltaik als Thema in Forschung und Lehre wird an der FH JOANNEUM Kapfenberg zu einem immer wichtigeren Schwerpunkt. Studiengangsleiter Hubert Berger verwies auch auf die Zukunft der Mobilität, die durch Elektroautos geprägt sein wird. Photovoltaik und Elektromobilität können dabei "symbiotisch" zusammenwirken, um das Ziel einer "Zero Emission Mobility" zu erreichen.

Breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten

Dass Photovoltaik auf unterschiedlichste Weise - von den Modulen am Dach bis zur Stromversorgung für LED-Straßenbeleuchtungen - eingesetzt werden kann, veranschaulichte Robert Kohl von den Feistritzwerken. "Der Energieverbrauch werde weiterhin stark zunehmen, Sonnenenergie müsse daher forciert werden", ist Kohl überzeugt.

Wie der Stromertrag von Photovoltaik-Anlagen optimiert und über die gesamte Anlagenlebensdauer sichergestellt werden kann, erläuterte abschließend Thomas Fleischhacker vom WIFI-Graz

Weitere Informationen:
FH-Prof. Dr. Hubert Berger, Tel. 03862 33600-8330, mobil: 0664 80453-8330
E-Mail: hubert.berger@fh-joanneum.at
Weitere Informationen: http://www.fh-joanneum.at/etm - FH JOANNEUM, Studiengang Elektronik & Technologiemanagement
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