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Zwei-Meter-Mann in fünf Sekunden gescannt - Asklepios Klinik St. Georg verfügt über das schnellste CT der Welt

07.12.2009 - (idw) Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

Hamburg, 07. Dezember 2009. In der Asklepios-Klinik Hamburg St. Georg ist heute der schnellste Computertomograf (CT) der Welt offiziell in Betrieb gegangen. Es ist der erste seiner Art in Norddeutschland. "Jetzt können wir in kürzester Zeit gestochen scharfe Bilder bei geringster Strahlenbelastung erstellen", sagte Privatdozent Dr. Dietmar E. Kivelitz, Chefarzt des Albers-Schönberg-Instituts für Strahlendiagnostik in der Asklepios Klinik St. Georg. Die bahnbrechenden Vorteile des Gerätes: Ein zwei Meter großer Mensch lässt sich in weniger als fünf Sekunden komplett vom Scheitel bis zur Sohle scannen, eine Brustkorbuntersuchung ist bereits in 0,6 Sekunden erledigt. Außerdem kann die Strahlenbelastung bei einzelnen Untersuchungen im Vergleich zur herkömmlichen Technik um bis zu 90 Prozent gesenkt werden.

Der neue CT "Somatom Definition Flash" von Siemens Healthcare erreicht die bislang höchste Scan-Geschwindigkeit in der Computertomografie: Bis zu 45 Zentimeter pro Sekunde werden bei einer zeitlichen Auflösung von 75 Millisekunden gescannt. "Aufgrund der hohen Untersuchungsgeschwindigkeit ist es erstmals möglich, Aufnahmen des Brustraumes in Sekundenbruchteilen anzufertigen", sagt Dr. Kivelitz. "Damit brauchen Patienten während der Aufnahme nicht mehr den Atem anzuhalten, was vor allem bei älteren Menschen, Kindern, Notfall- oder Intensiv-Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt", so der Chefradiologe der Asklepios Klinik St. Georg. Eine weitere Besonderheit: Das neue Gerät ist auch für schwer übergewichtige Patienten bis zu 220 Kilo ausgelegt. Die Zahl dieser Patienten nimmt seit Jahren stetig zu.

Bessere Diagnostik für Schlaganfall- und Herzpatienten
Das neue Hochleistungs-CT in St. Georg ist direkt neben der Notaufnahme platziert und wird die Diagnostik auch bei Schlaganfallpatienten und Notfallpatienten erheblich verbessern. "Das neue CT hilft uns, mit höchster Qualität und Detailgenauigkeit die richtige Diagnose zu stellen und somit zur optimalen Versorgung der Patienten beizutragen", so Priv.-Doz. Dr. Kivelitz. Zugleich stellt die neue CT-Technologie eine wichtige Ergänzung des Leistungsspektrums der Radiologie im Rahmen des erst kürzlich eröffneten Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrums (HGDZ) an der Asklepios-Klinik St. Georg dar. "Durch die Inbetriebnahme des Hochleistungs-CT können unsere Patienten noch besser und schonender untersucht und behandelt werden", sagt der geschäftsführende Klinikdirektor Dr. Klaus E. Schmolling. Im neuen HGDZ sind Eingriffe an den Herzklappen, an den Herzgefäßen, den peripheren Gefäßen und am Herzmuskel möglich, die jetzt noch besser geplant werden können.

Bis zu 90 Prozent weniger Strahlenbelastung
Große Fortschritte sieht Priv.-Doz. Dr. Kivelitz darüber hinaus speziell für die Untersuchung von Herzpatienten. "Ein Scan des gesamten Herzens ist mit dem neuen CT in nur 250 Millisekunden durchführbar - das ist weniger als ein halber Herzschlag." Gerade bei Untersuchungen des Herzens kann die Strahlenbelastung für den Patienten erheblich reduziert werden. Bei einer Untersuchung der Koronararterien kommt das Gerät vielfach mit weniger als einem Milli-Sievert (mSv) aus, während bei herkömmlicher Spiral-Technik die durchschnittliche effektive Dosis üblicherweise bei 8 bis 20 mSv liegt. Zum Vergleich: Die Röntgenstrahlung, der jeder Mensch natürlicherweise ausgesetzt ist, beträgt in der Bundesrepublik ca. 2,4 mSv pro Jahr. Ermöglicht wird die geringe Strahlung durch die sogenannte Flash-Spirale, der Verwendung eines "adaptiven Dosisschildes", und einer gezielten Verringerung der Strahlung bei der Erfassung von strahlungsempfindlichen Körperbereichen - wie zum Beispiel der weiblichen Brust.

Fallbeispiel: Herz-CT statt Katheter-Untersuchung
Die erste Patientin, die von der neuen Technik profitiert hat, war Frau Müller (Name geändert). Sie musste aufgrund einer krankhaften Erweiterung der Hauptschlagader operiert werden. Vor der Operation sollte noch eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden, um Verengungen der Herzkranzgefäße auszuschließen. Mit einer Untersuchung an dem neuen CT konnten die Herzkranzgefäße so genau dargestellt werden, dass ihr der Katheter erspart wurde.

Ein weiterer, wichtiger Vorteil des neuen CT-Systems: Zwei Röntgenröhren können gleichzeitig verschiedene Energien erzeugen. Aus einem mit zwei unterschiedlichen Strahlungsenergien - "Dual Energy" genannt - aufgenommenen Datensatz lassen sich vielfältige Aussagen zur Gewebeart, -zusammensetzung oder -durchblutung machen, für die bisher mehrere Untersuchungsschritte oder -methoden notwendig waren. Das Dual-Energy-Verfahren erspart dem Patienten mehrmalige Scans, beschleunigt im Klinikum die Arbeitsabläufe und eröffnet außerdem neue klinische Anwendungsfelder für die Computertomografie.


Zusatzinfo:
Bildmaterial vom neuen CT stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Tel.-Nr. der Asklepios-Pressestelle: (0 40) 18 18-82 66 36

Am 9. Dezember präsentiert die Asklepios Klinik St. Georg die diagnostischen Möglichkeiten der CT Somatom Definition Flash mit Fokus auf die Herzbildgebung im Rahmen eines Symposiums für Mediziner.
Weitere Informationen: http://www.asklepios.com/sanktgeorg Homepage der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg
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