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DFKI auf dem Vierten Nationalen IT Gipfel mit zahlreichen Beiträgen vertreten

08.12.2009 - (idw) Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Neue Technologien und deren Umsetzung in innovative Produkte und Dienstleistungen für die Informationsgesellschaft - der Vierte Nationale IT Gipfel der Bundesregierung am 8. Dezember in Stuttgart bündelt Kompetenzen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das DFKI präsentiert Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt SoKNOS beim Open-House-Event zusammen mit SAP Research und der neu gegründeten TZS - Technologien für zivile Sicherheit, aber auch Anwendungen aus der Innovationsallianz Digitales Produktgedächtnis im Projekt SemProM zusammen mit 7x4Pharma. Intelligente Umgebungen durch "elektronische Veredelung" und Vernetzung von Alltagsgegenständen in der Fabrik, beim Einkaufen, in der Schule oder zu Hause werden zu einer Smart City zusammenwachsen. Mit dem Forschungsprogramm IKT 2020 wurde die Forschungsförderung auf in Deutschland starke Anwendungsbereiche ausgerichtet, in denen Innovationen in hohem Maße IKT-getrieben sind. Neben der IKT-Wirtschaft sind dies vor allem Automobil- und Maschinenbau, Medizintechnik, Logistik und Energie. So leistet IKT einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen, beispielsweise größere Sicherheit im Straßenverkehr, geringerer Kraftstoffverbrauch, ressourcenschonender Warentransport, moderne Medizin sowie altersgerechte Assistenzsysteme im Kontext von Ambient Assisted Living (AAL). Das DFKI ist gleich mit drei Professoren auf dem IT Gipfel vertreten: Wolfgang Wahlster, Andreas Dengel und Seniorberater August-Wilhelm Scheer, der als BITKOM-Präsident auch einer der Gastgeber des IT Gipfels ist.

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der DFKI-Geschäftsführung, geht in seinem Impulsvortrag "Von eingebetteten Systemen zu intelligenten Assistenzfunktionen" auf drei Megatrends der IT ein und formuliert die Gleichung "Eingebettete Systeme + Internet = Internet der Dinge". Er fordert: "Mit durchgehend offenen Standards wie OpenFlow auf der untersten Routingebene bis zur höchsten Endbenutzerebene der 3D-Visualisierung wie OpenSim werden rasche Innovationen und partizipative Entwicklung unterstützt."

Wahlster ist Mitglied in der Arbeitsgruppe 5 "Hightech-Strategie für die Informationsgesellschaft", die sich vordringlich mit den Themen Forschung und Fachkräfte/Nachwuchs auseinandersetzt, um die Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung, insbesondere des Forschungsprogramms IKT 2020, sowie der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung voranzutreiben. Er stellt außerdem in einem weiteren Plenarvortrag die Chancen semantischer Produktgedächtnisse im Bereich des Internet der Dinge vor. Zuvor hält er beim Open Day der Bell Labs einen Vortrag zum Thema Web 3.0 und semantische Internet-Technologien.

Das DFKI ist in mehreren Arbeitsgruppen aktiv. Prof. Dr. Andreas Dengel, wissenschaftlicher Direktor am und Standortsprecher des DFKI Kaiserslautern, ist Mitglied der Arbeitsgruppe 8 "Service- und verbraucherfreundliche IT". Vertreter aus Politik und Wissenschaft, von Unternehmen und Verbänden beleuchten die Themen Medienkompetenz und Vernetzung der Haushalte. Um den Konsumenten bei der Frage zu unterstützen, was in seinen vier Wänden alles getan werden muss, um heute und morgen moderne Technologien zu nutzen, wurde ein ausführlicher Verbraucherleitfaden zur Heimvernetzung erstellt, welcher die Chance ergreift, die deutschen Haushalte auf dem Gebiet der zusammenwachsenden Technologien zu modernisieren und damit auch das sich abzeichnende Potential zur Stärkung der Verbrauchernachfrage auszuschöpfen.

Wahlster und Dengel sind außerdem Teilnehmer am Forum "Hightech im Verborgenen - Innovative Produkte und Dienstleistungen durch IKT", in welchem die zentrale Rolle eingebetteter Systeme für die deutsche Wirtschaft und den zukünftigen IKT-Standort Deutschland diskutiert wird. Als intelligente Assistenzsysteme sind eingebettete Systeme Entwicklungstreiber für Innovationen in der Automobil-, Luftfahrt-, Elektro- und Maschinenbauindustrie und kritischer Erfolgsfaktor für die Entwicklung hin zum Internet der Dinge und Dienste und damit für die Zukunft des IKT-Standorts Deutschland. Im BMWi-Forschungsprogramm THESEUS arbeitet das DFKI an semantischen Technologien für das Internet der Dienste, in dem vertrauenswürdige Plattformen Dienstleistungen anbieten und abwickeln können. Beim IT-Gipfel zeigt THESEUS medienübergreifende Recherche auf Grundlage semantischer Technologien am Beispiel der Deutschen Digitalen Bibliothek.

"Eingebettete Systeme bilden das Rückgrat des Internets der Dinge, das zusammen mit dem Internet der Dienste, dem 3D-Internet und dem Semantischen Web das Internet der Zukunft ausmachen wird", so Prof. Wahlster in seinem Impulsvortrag.

Das Internet der Dinge, einer der wichtigsten Innovationstreiber der IKT, fordert zwingend als Grundlage die Interoperabilität von Subsystemen verschiedener Hersteller und Betreiber. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem Thema Semantische Technologien zu, da nur durch einen maschinell interpretierbaren Sinngehalt Kommunikation zwischen vernetzten Systemen stattfinden kann. Das DFKI, die führende Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und innovativer Softwaretechnologien in Deutschland, nimmt auch in diesem Bereich einen Spitzenplatz bei der anwendungsorientierten Grundlagenforschung ein.


Kontakt:
Reinhard Karger, M.A.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Campus D 3 2
D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 (0)681-302 5253
Fax: +49 (0)681-302 5485
Mobil: +49 (0)151-15674571
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de
Weitere Informationen: http://www.dfki.de DFKI-Homepage
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