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Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses läuft auf Hochtouren

08.12.2009 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

"In den Hochschulen wird derzeit mit Nachdruck an der Weiterentwicklung und Optimierung des Bologna-Prozesses gearbeitet. In vielen Ländern haben die Universitäten und Fachhochschulen mit den zuständigen Landesministerien Vereinbarungen über entsprechende zielführende Maßnahmen getroffen." Das berichtete die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, heute in Bonn. "Für den Beginn des Jahres sind weitere Veranstaltungen geplant, in denen unter Beteiligung der Studierenden notwendige Korrekturen beraten und auf den Weg gebracht werden."

Das gemeinschaftliche Bemühen von Hochschulen und Landesministerien zeige den ernsthaften Willen der Verantwortlichen, die Bologna-Reform zum Erfolg zu führen, sagte Wintermantel. "Sie nehmen die Forderung der Studierenden ernst und stellen Prüfungslasten, Menge des Lernstoffes und Mobilitätshindernisse auf den Prüfstand. Im Laufe des Wintersemesters werden wir ein gutes Stück vorankommen. Die Studierenden sollten die Trillerpfeifen weglegen und sich jetzt konstruktiv an der Entwicklung beteiligen."

Im Einzelnen sind bislang u. a. folgende Aktionen angelaufen:
In Rheinland-Pfalz werden mehr Tutorenprogramme eingerichtet und Studienberatung sowie Prüfungs- und Auslandsämter gestärkt. Dafür hat das Land als bisher einziges zusätzliche Mittel zugesagt. In Niedersachsen wurde eine Arbeitsgruppe aus Rektoren und Rektorinnen, Vertretern des Wissenschaftsministeriums und Studierenden eingesetzt, die konkrete Maßnahmen zur verbesserten Umsetzung der gestuften Studienstruktur entwickeln soll.. In einem Memorandum haben sich die Rektorinnen und Rektoren der nordrhein-westfälischen Universitäten verständigt, die während des Bildungsstreiks angesprochenen Probleme zu analysieren und notwendige Veränderungen in die Wege zu leiten. Das Innovationsministerium hat Unterstützung und Handlungsfreiheit zugesagt. In Bayern haben sich Hochschulen und Staatsministerium auf Nachbesserungen verständigt, Anfang Februar 2010 wird ein Symposium zum Thema 'Gute Lehre im Zeichen von Bologna' stattfinden. Baden-Württemberg plant für Anfang März einen internationalen Bologna-Kongress. In Berlin haben Hochschulleitungen und Senatsverwaltung die systematische Evaluierung der Umstellung vereinbart. Eine entsprechende Arbeitsgruppe nimmt vor allem den Übergang zwischen Bachelor und Master im Auge haben. In Hamburg erarbeitet eine hochschulübergreifende Arbeitsgruppe einen Maßnahmenkatalogs, auf dessen Basis die Hochschulen ihre Handlungskonzepte umsetzen werden.

Wintermantel: "Der richtige Weg ist eingeschlagen, die Hochschulen investieren große Anstrengungen in die Reform. Ich hoffe, dass noch mehr Länder wie Rheinland-Pfalz die Sofortmaßnahmen mit Finanzmitteln unterstützen werden."

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