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Gewinner des Karl Heinz Beckurts-Preises 2009 stehen fest

16.12.2009 - (idw) Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

München, 16. Dezember 2009. Prof. Dr. Franz Josef Giessibl von der Universität Regensburg und Prof. Dr. Eberhart Zrenner vom Universitätsklinikum Tübingen sind die Gewinner des Karl Heinz Beckurts-Preises 2009. Die Preisverleihung mit anschließendem Empfang findet statt am Freitag, 18. Dezember 2009, um 17.00 Uhr im Max-Joseph-Saal der Residenz München. Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung zeichnet am 18. Dezember 2009 zwei Wissenschaftler mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2009 aus. Die Preise in Höhe von jeweils 30.000 Euro werden vergeben für herausragende wissenschaftlich-technische Leistungen, von denen Impulse für die industrielle Innovation ausgegangen oder zu erwarten sind. "Mit dem Preis würdigen wir in diesem Jahr zwei hervorragende Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, die als echte Innovation den Weg in die Anwendung geschafft haben und großen gesellschaftlichen Nutzen versprechen", so der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Günther Wess.
Professor Dr. Franz Josef Giessibl, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg, erhält den Beckurts-Preis 2009 für die Erfindung und Entwicklung eines Sensors, der Oberflächen mit atomarer Auflösung abtasten kann. Damit wurde die Basis für ein hoch auflösendes Mikroskop geschaffen. Der Sensor wird heute schon in zahlreichen Feldern eingesetzt, so etwa bei der dreidimensionalen Abbildung chemischer Kräfte oder der Messung elektrostatischer Kräfte, die durch die Ladung eines einzelnen Elektrons auf einem bestimmten Atom wirken.
Professor Dr. Eberhart Zrenner, Direktor des Forschungsinstituts für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen erhält den Beckurts-Preis 2009 für seine herausragenden Forschungsergebnisse in der Forschung, Entwicklung und klinischen Erprobung des weltweit ersten subretinalen elektronischen Netzhautimplantats. Es kann bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen, die bis hin zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern reichen. Dabei wird ein Chip mit 1500 lichtempfindlichen Dioden, Verstärkern und Elektroden unter die Netzhaut eingepflanzt, der das Bild in ein Raster von elektrischen Impulsen umwandelt und über Netzhautneurone an das Gehirn weiterleitet.

Die Helmholtz-Gemeinschaft und die Karl Heinz Beckurts-Stiftung vergeben zudem die Lehrerpreise 2009. In diesem Jahr werden 15 Lehrerinnen und Lehrer für besondere Verdienste im naturwissenschaftlichen Unterricht geehrt.

Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung wurde 1987 von der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gegründet, um den Forscher und Manager Karl Heinz Beckurts, der 1986 einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist, zu ehren und das Andenken an ihn wach zu halten. Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Wirtschaft brachten gemeinsam die Mittel für eine Stiftung auf, die sich vor allem die Förderung der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat.
Das Programm und weitere Informationen erhalten Sie unter der
Tel.-Nr. 089 3299-2232.
Weitere Informationen zur Karl Heinz Beckurts-Stiftung:

http://www.beckurts-stiftung.de

Ansprechpartner für Medienvertreter: Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg . Tel.: 089-3187-3946 . Fax 089-3187-3324, Internet: http://www.helmholtz-muenchen.de, E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de
Weitere Informationen: http://www.beckurts-stiftung.de
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