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"Forschungsprogramm Maiswurzelbohrer" jetzt online

17.12.2009 - (idw) Julius Kühn-Institut

Ein umfassendes Forschungsprogramm zum Westlichen Maiswurzelbohrer startete 2009 mit dem Ziel, den gefürchteten neuen Schädling in Mais einzugrenzen und eine weitere Verbreitung zu verlangsamen. Ab sofort stehen alle bisherigen und künftigen Informationen sowie Forschungsergebnisse aus den insgesamt 23 Projekten unter http://diabrotica.jki.bund.de zur Verfügung. Der Bund (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) unter Federführung des Julius Kühn-Instituts (JKI) und der Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) unter Federführung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) legten das Forschungsprogramm gemeinsam auf.

Weltweit gesehen zählt der Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera LeConte) zu den wirtschaftlich bedeutendsten Maisschädlingen im intensiven Maisanbau. 2007 trat er erstmalig im Süden Deutschlands auf. In der EU als Quarantäneschädling eingestuft, ist jedes Vorkommen meldepflichtig, damit sofort geeignete Ausrottungs- bzw. Eingrenzungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Viele Fragen zum Thema Maiswurzelbohrer sind noch ungeklärt. Um hier möglichst effizient vorzugehen, wurde 2008 das umfangreiche Forschungsprogramm ausgearbeitet, wobei Projektpartner aus dem In- und Ausland beteiligt sind. Das Land Baden-Württemberg nimmt ebenfalls an dem Vorhaben teil.

In einigen europäischen Ländern hat sich der Maiswurzelbohrer bereits etabliert. Der zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) gehörende Schädling breitet sich dort immer weiter aus. "Wir müssen inzwischen davon ausgehen, dass Diabrotica-Populationen auch in Deutschland zunehmend eingeschleppt werden und sich hier etablieren", so die Koordinatorin des JKI, Kristin Schwabe. Vor diesem Hintergrund werden dringend Maßnahmen benötigt, die zum einen verhindern, dass sich der Schädling rasch ausbreitet und zum anderen in den betroffenen Gebieten weiterhin einen Maisanbau ermöglichen.

Das Forschungsprogramm, das 2009 begonnen hat, beinhaltet 23 Teilprojekte. Einige Projektpartner kommen aus EU-Staaten wie Ungarn, Rumänien und Österreich, in denen Diabrotica verbreitet vorkommt. Das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) schalteten jetzt die Internetseite zum Forschungsprogramm frei. Der Nutzer erfährt neben den Ergebnissen aus den Projekten Wissenswertes zu Diabrotica wie über seine Biologie, sein Schadpotenzial und Maßnahmen zu seiner Eingrenzung.

Details zum Forschungsprogramm:
Projektdauer: ab 2009 - maximal 2012
http://diabrotica.jki.bund.de

Projektkoordination der vom BMELV geförderten Projekte:
Kristin Schwabe, Julius Kühn-Institut (JKI),
Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland, Braunschweig
kristin.schwabe@jki.bund.de
Projekte des Bundes:
Erkenntnisse zur Biologie von Diabrotica virgifera virgifera
Simulationsmodell
Bodenbearbeitung und Überschwemmungen
Larvenbekämpfung
Adultbekämpfung
Ausbreitungsszenarien, Folgenabschätzung, Verschleppung
Prüfverfahren für Sägeräte
Optimierung der Applikationstechnik
Abdrift von Staubabrieb auf Honigbienen
Wirtschaftlichkeit - Einzelbetriebliche Analyse
Wirtschaftlichkeit - Gesamtwirtschaftliche Betrachtung

Projektkoordination der Projekte des Landes Bayern:
Dr. Antje Kunert, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
antje.kunert@lfl.bayern.de

Projekte des Landes Bayern
Populationsdynamik
Monitoring und Eingrenzungsmaßnahmen
Diabrotica-Eibesatz im Boden
Wirtseignung von Energiepflanzen
Wirtseignung von Ausfallgetreide
Einfluss des Mais-Erntetermins
Bodenbearbeitungsverfahren
Nachbarkultur zum Maisfeld
Mais-Untersaaten
Fütterungsversuche in Bullenmast und Milchviehfütterung
Alternativen zu Mais im Futterbau
Ökonomische Begleitforschung
Weitere Informationen: http://diabrotica.jki.bund.de - Portal des Forschungsprogramms
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