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Danke, frohe Festtage und alles Gute für 2010

22.12.2009 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bochum, 22.12.2009
Nr. 429

Danke,
frohe Festtage
und alles Gute für 2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Ihnen ein frohes Fest und ein glückliches neues Jahr 2010. Zugleich danke ich Ihnen für Ihre publizistische Begleitung im Jahr 2009, einem erneut sehr ereignisreichen Jahr in der Geschichte der Ruhr-Universität Bochum. In Zeiten verstärkter Profilbildung und zunehmendem Wettbewerb der Hochschulen sowie den damit in Gang gesetzten Veränderungen, aber auch angesichts wieder aufflammender Proteste der Studierenden, ist uns Ihre wohlwollende Aufmerksamkeit eine große Hilfe.

Spitze in der Forschung

Den Aufstieg in die Spitzengruppe deutscher Universitäten in den Fächern Mathematik und Chemie bescheinigte der Ruhr-Universität im Dezember das aktuelle Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), getragen von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz. Als Leistungsindikatoren liegen insbesondere eingeworbene Drittmittel, Publikationen und Promotionen zugrunde. Gerade bei Letzterem konnte die RUB wieder mit ihrer starken Nachwuchsforschung punkten. Dass Forschung und Transfer an der RUB insgesamt einen enormen Schub 2009 erhalten haben, davon zeugen zwei Nachrichten, die kürzlich bekannt wurden. Vor wenigen Tagen gründete die RUB das Europäische Proteinforschungszentrum PURE. Mehr als 37 Millionen Euro stellt das Innovationsministerium in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung, damit der Traum wahr werden kann, mit wenigen Tropfen Blut oder Urin schwere Krankheiten lange vor ihrem Ausbruch diagnostiziert werden und frühzeitig therapiert werden können. Darüber hinaus beschreitet die Ruhr-Universität mit der Gründung von zwei so genannten Applied Competence Cluster in der Plasma- und der Terahertzforschung neue Wege.

Profiliert: Das Zukunftskonzept kommt voran

Angestoßen durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hat die RUB die Umsetzung ihres Zukunftskonzepts 2009 weiter forciert. Sie wurde dabei unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Stiftung Mercator. Vier Research Departments nahmen 2009 ihre Arbeit auf: Diese fach- und fakultätsübergreifenden Forscherverbünde sind untereinander und international stark vernetzt. Aus ihnen entstehen größere Cluster, um übergreifende Fragestellungen zu erforschen - zum Beispiel in den Lebens-, Material- und Religionswissenschaften. Damit einher geht der konsequente Aufbau von Nachwuchsgruppen für junge Wissenschaftler. Eine Mercator Research Group zur Gedächtnisforschung startet am 1.1.2010 und ist mit international berufenen Spitzenforschern besetzt worden, eine weitere zu Räumen anthropologischen Wissens wird im Laufe 2010 ihre Arbeit aufnehmen; zudem hat die RUB in diesem Jahr weitere Nachwuchsgruppen erfolgreich eingeworben - beispielsweise im Wettbewerb "NRW-Nachwuchsforschergruppen". Mit insgesamt 18 Nachwuchsgruppen nimmt die RUB bundesweit eine Spitzenposition ein.

"universitas" innen wie außen

Junge Wissenschaftler stehen an der RUB nicht im Schatten erfahrener Forscher, sondern arbeiten eigenständig und gleichberechtigt: Das ist ein Beispiel für gelebte "universitas", die Gemeinschaft der Forschenden und Lernenden auf dem Campus. Damit auch das Äußere auch dieses Innere widerspiegelt, hat die RUB in diesem Jahr ein neues Corporate Design (CD) umzusetzen begonnen. Ihr neues Gesicht ist funktional, schnörkellos und schick ist der gestalterische Rahmen, menschlich und selbstbewusst das Bildkonzept. Eine Universität im Aufbruch, die auch mutige, ungewöhnliche Konzepte in die Tat umsetzt, die neue Wege geht, die sich dabei mit hoher Geschwindigkeit wandelt, folgt dem Leitbild der "universitas": menschlich - weltoffen - leistungsstark.

Lehre: Forschend lernen von Anfang an

In der Lehre ist an der RUB vieles in Bewegung: Der Wettbewerb "lehrreich", in dem Studierende und Lehrende innovative Ideen für Lehrveranstaltungen einreichen konnten, hat eine Fülle an frischen Ideen gebracht, die derzeit umgesetzt werden. Da erstellen Geographen mit Praktikern Umweltschutzgutachten wie im echten Leben, Mediziner trainieren mit 'Simulationspatienten' "Das schwierige Gespräch" und Physiker und Philosophen entdecken "Neue Räume" bei der gemeinsamen Diskussion über Raum und Zeit. Studentische Lernexperten haben einen Kriterienkatalog für gute Lehre erarbeitet, der bei der Weiterentwicklung der Lehre als Grundlage dient. Das Prinzip des forschenden Lernens soll immer mehr Lehrveranstaltungen zugrunde liegen. Es ist auch Kernbestandteil des neuen Förderprogramms "Master 2.0" des Rektorats, in dem die Einrichtung innovativer Masterstudiengänge gefördert wird, die Forschung und Lehre eng verzahnen und international ausgerichtet sind. Hier wie in vielen anderen Initiativen sind die Studierenden in die Entwicklung einbezogen. Daher war es nur selbstverständlich, dass das Rektorat angesichts der erneut ausgebrochenen Studierendenproteste nicht nur Gespräche angeboten, sondern Arbeitsgruppen ins Leben gerufen hat, damit die Lehre und die Studiengänge konsequent weiter verbessert werden können.

Der Campus als Lebensraum

Auf dem Campus tut sich was: Der Neubau ID in den Ingenieurwissenschaften kommt gut voran und ist im Sommer 2010 bezugsfertig. Im Anschluss beginnt die Modernisierung der anderen I-Gebäude, zunächst IC (Elektrotechnik und Informationstechnik). Die Finanzierungszusage für die Sanierung der gesamten I-Reihe haben wir im vergangenen Jahr erhalten - und erfreulicherweise noch mehr. Auch in den Geisteswissenschaften wird voraussichtlich bis 2013 ein neues Gebäude GD entstehen, so dass auch die G-Reihe komplett - und hoffentlich ebenso zügig - modernisiert werden kann. Zugleich läuft ein Wettbewerb zur Umgestaltung der Zentralachse (Magistrale) der Uni, von dem wir uns im kommenden Januar konkrete Ergebnisse und damit einen Ausblick auf die Zukunft erwarten. All diese "Baustellen" greifen ineinander - es ist nicht nur eine Vision, sondern erklärtes und konkretes Ziel der Hochschulleitung, dem forschenden Lernen einen angemessenen und ansprechenden Rahmen zu bieten. Der Campus ist mehr als seine Gebäude. In Bochum ist er Lebensraum für die Mitglieder der "universitas".

In eigener Sache

Die Themen auf diesem Campus sind vielfältig und spannend - mit allein ca. 400 Presseinformationen im Jahr, sowie zahlreichen, fast täglich wechselnden Nachrichten auf der Homepage der Uni berichten wir vom Campusgeschehen. Für unsere Forschungsberichte wurde ich zum "Forschungs-Pressesprecher des Jahres 2009" in der Kategorie Universitäten und Forschungsinstitute gewählt. 900 Wissenschaftsjournalisten beteiligten sich an einer Umfrage der Zeitschrift "Medizin- und Wissenschaftsjournalist". Das ist eine große und sehr schöne Anerkennung für mich und das gesamte Team der Pressestelle! Ich danke allen, die unsere Arbeit positiv bewertet haben. Diese Auszeichnung sehen wir als Ansporn, weiter an der Qualität unserer Arbeit festzuhalten, ja diese sogar zu erhöhen und Sie mit guten Forschungs- und gesellschaftlich relevanten Themen zu beliefern.


Für die RUB hoffe ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Ihre weitere publizistische Aufmerksamkeit auch im nächsten Jahr, und wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit kollegialen Grüßen

Dr. Josef König für das Team der Pressestelle

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