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Vom Austauschstudenten zum Gastgeber: Handelshochschule Leipzig (HHL) stärkt Perspektivenwechsel

12.01.2010 - (idw) Handelshochschule Leipzig

Lea Boltz (24) und Alexandra Dalton (21) sind ein Paradebeispiel für einen internationalen akademischen Staffellauf, denn die eine kommt daher wo die andere bis vor kurzem war. Im Rahmen der Universitätspartnerschaften der Handelshochschule Leipzig (HHL), verbrachte die Teilnehmerin des Master-Studiengangs in Management (M.Sc.), Lea Boltz, vier Monate an der University of Florida im amerikanischen Gainesville. Bevor sie im Dezember 2009 nach Leipzig zurückkehrte, betreute die in Eschborn geborene Boltz die Amerikanerin Alexandra Dalton bei der Vorbereitung ihres Austauschsemesters an der HHL. Seit Anfang Januar ist Dalton nun in Leipzig, doch auf eines konnte auch Lea Boltz sie nicht vorbereiten: Das Gefühl, zum ersten Mal im Leben Schnee zu sehen.

HHL-Studentin bereitet in den USA zukünftige Austauschstudentin auf Leipzig vor

"Ich freue mich, dass ich Lea im vergangenen Herbst durch unser Netzwerk von Austauschstudenten kennen lernen konnte, denn sie hat mir wertvolle Tipps für die Wohnungssuche in Leipzig gegeben", erzählt Alexandra Dalton. "Durch sie brauchte ich mir keine Sorgen um die Dinge außerhalb der akademischen Vorbereitungen machen und das beruhigte mich sehr", fügt sie hinzu. Die in Florida geborene und aufgewachsene Alexandra Dalton studiert in den USA im Master-Programm "International Business" und absolviert von Januar bis Mai 2010 ein Auslandssemester an der HHL. "Es gab zwei Gründe für meine Entscheidung, an der HHL zu studieren. In meinem Bachelor-Studium hatte ich amerikanische Geschichte als Hauptfach und lernte in diesem Zusammenhang viel über die deutsche Geschichte. Ich wollte mehr über sie lernen, jedoch auch aus der deutschen Perspektive. Als zweiter Grund kam das hervorragende Master-Programm in Management und der akademische Fokus auf Internationalität der HHL hinzu, die eine ideale Ergänzung zu meinem Studium in den USA bilden", erklärt Dalton. Die Amerikanerin ist sich bereits sicher: "Ich weiß, dass meine Entscheidung, an der HHL zu studieren, definitiv die richtige war. Ich werde meine Zeit in Leipzig intensiv nutzen, um viel über die deutsche Kultur zu erfahren. Außerdem bin ich gespannt auf das Studium an der HHL, in dem ich bestimmt eine ganz andere Perspektive auf die deutsche und internationale Wirtschaft erhalte."

Amerikanische Wirtschaft und Kultur aus neuer Perspektive kennen lernen

Mit diesen Ambitionen verbrachte Lea Boltz von August bis Dezember 2009 ein Auslandssemester an der University of Florida, denn die USA hatten nicht nur ihr persönliches sondern auch ihr akademisches Interesse geweckt. "Viele der größten Unternehmen der Welt haben amerikanische Wurzeln. Da ich in Zukunft sehr gern für solch ein Unternehmen arbeiten würde, wollte ich die Chance nutzen, die amerikanische Kultur besser kennen zu lernen und zu verstehen, wie diese Unternehmen hier funktionieren", erklärt Lea Boltz. Die DAAD-Stipendiatin und M.Sc.-Studentin der HHL, konnte sich an ihrer amerikanischen Partneruniversität besonders für den Kurs 'Global Entrepreneurship' begeistern. "Spannend war der Kurs vor allem, weil er die Sicht der Amerikaner auf andere Länder und deren Industrien widergespiegelt hat. Auch das Seminar 'Power, Politics and Organizations' interessierte mich sehr, denn dieser Kurs vermittelte mir einen guten Eindruck von den Unterschieden, die es auf dem politischen Parkett in Deutschland und den USA gibt", fügt sie hinzu.

Integrieren des Auslandssemesters durch Netzwerk der Partneruniversitäten möglich

"Ich konnte meinen Auslandsaufenthalt gut mit meinem Studium an der HHL vereinbaren und dazu mit etwas Geschick zwischen den beiden Semestern noch ein 2-monatiges Praktikum absolvieren", erzählt Lea Boltz. Auch für Alexandra Dalton war die Organisation ihres Studiums an der HHL kein Problem: "Durch den internationalen Fokus meines Master-Programms ist es üblich, an ausländischen Partneruniversitäten wie der HHL zu studieren. Die Seminare, die ich in Leipzig belege, werden mir später an meiner Heimatuniversität angerechnet, so dass ich mein Studium dort ungehindert fortsetzen kann. Die University of Florida übernimmt außerdem den Großteil der Bürokratie und motiviert ihre Studenten sehr, in Ausland zu gehen, um dort akademische und kulturelle Erfahrungen zu sammeln. Ich finde das klasse."

Betreuung der ausländischen Studenten beginnt bereits bevor sie ihr Land verlassen

"Kompetent stand mir das International Office zur Seite, als es um meine Kurswahl und anstehende Prüfungen ging", sagt Lea Bolz. Die Betreuung von Alexandra Dalton durch die HHL begann ebenfalls bevor sie deutschen Boden betrat. "Ich wurde per Post mit einem Willkommenspaket der HHL begrüßt, das neben einem Stadtplan auch u.a. Angaben über das Visum, die Krankenkasse sowie organisatorische Informationen bezüglich der Vorkurse an der HHL enthielt. Es war alles dabei, was ich wissen wollte oder sollte", erzählt die amerikanische Studentin. "Ich konnte mich auch jederzeit per E-Mail an die HHL wenden und bekam zügig eine Antwort. Nach meiner Ankunft in Leipzig nahm sich die HHL Zeit, die Anliegen der ausländischen Studenten zu klären, egal ob es die Kurseinschreibungen waren oder die Anmeldebestätigung der Stadt Leipzig", schließt sie ab.

Vorurteile adé: Humorvolle Deutsche treffen auf sportliche Amerikaner

"Das Vorurteil des Fast-Food-liebenden, übergewichtigen Amerikaners trifft definitiv nicht auf Gainesville zu", erzählt Lea Boltz. "Die Hälfte der 110.000 Einwohner sind Studenten, die den Sport lieben und die wichtigste Sportart an der Universität ist natürlich Football", fügt sie hinzu. Die erfolgreichen "Florida Gators" sind das Football-Team der University of Florida und wurden nicht nur in 1996, 2006 und 2008 amerikanischer Universitätsmeister sondern sind auch bisher ungeschlagen. Die Leipziger Studentin Lea Boltz ließ sich von dem Football-Enthusiasmus anstecken: "Das Stadion der Stadt fasst 92.000 Menschen und ist immer ausverkauft, denn viele Alumni der Universität kommen nach Gainesville, um die Florida Gators zu sehen. Ein Football-Spiel life zu sehen, ist wirklich etwas besonders, denn die Stimmung ist super. Der Gator-Funke sprang bei mir sehr schnell über und ich habe bald selbst mitgesungen und unser Team angefeuert. Go Gators!"
Alexandra Dalton konnte seit ihrer Ankunft in Leipzig ebenfalls schon ein Vorurteil über Deutsche revidieren. "Der stereotypische Deutsche wird in den USA oft als kalt, planend und ein wenig humorlos charakterisiert. Meine ersten Eindrücke von den Deutschen waren aber das genaue Gegenteil davon. Als ich beispielsweise nach meiner Ankunft in Deutschland aufgrund fehlender Deutschkenntnisse kein Taxi bestellen konnte, unterstützten mich einige Mitreisende und das Flughafenpersonal. Und das an Neujahr! Bis heute war jeder Deutsche, den ich kennen gelernt habe, sehr entgegenkommend und empfing mich sehr freundlich", berichtet die Studentin froh.

Wissen was war und ahnen was kommt: Rückblick und Erwartungen der Studentinnen

"Für mich persönlich ist das gesamte Auslandssemester eine tolle Erfahrung, denn man findet viel über sich selbst heraus. Außerdem knüpft man wunderbare Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt", erzählt Lea Boltz. Ihre Austauschkollegin Alexandra Dalton sieht in den nächsten Monaten ganz andere Herausforderungen auf sich zukommen: "Viele Studenten und Mitarbeiter der HHL haben mich schon darauf vorbereitet, dass ich so einige Nächte in der Bibliothek verbringen werde, um meine Kurse vorzubereiten. Allerdings habe ich von einem Studium an einer der besten Wirtschaftsuniversitäten Deutschlands auch nichts anderes erwartet. Trotzdem freue ich mich sehr auf die kommenden Seminare und Vorlesungen."

University of Florida

Gegründet im Jahr 1853 ist die University of Florida die größte Universität des Bundesstaates und die viertgrößte der gesamten USA. In jedem Jahr nehmen rund 50.000 Studenten ihr Studium an einem der 16 Colleges und über 150 Forschungsinstituten der Universität auf, in denen Lehrkräfte tätig sind, die u.a. mit einem Pulitzer-Preis geehrt wurden oder Auszeichnungen der NASA für Forschungsarbeiten erhielten. Die University of Florida gilt weiterhin als eine der führenden amerikanischen Institutionen im Bereich Biotechnologieforschung, doch auch im Gesundheitsbereich und in der Zitronenproduktion ist die Universität erfolgreich, da sich an der University of Florida das größte Zitronen-Forschungscenter der Welt befindet. Zu den mehr als 300.000 Alumni gehören auch zwei NASA-Astronauten, Sportler, Schauspieler, Politiker und Sänger. Weitere Informationen: www.ufl.edu/

Internationale Austauschprogramme an der Handelshochschule Leipzig (HHL)

Weltweit unterhält Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule, die Handelshochschule Leipzig (HHL), partnerschaftliche Beziehungen zu mehr als 100 Wirtschaftshochschulen. Im Rahmen dieses Netzwerkes verbringen jedes Jahr rund 80 HHL-Studenten ein Semester an einer der ausländischen Partneruniversitäten. Im Gegenzug begrüßt die Leipziger Wirtschaftshochschule jährlich 80 internationale Studenten auf ihrem Campus. Um den interkulturellen Studentenaustausch noch nachdrücklicher zu fördern, entsendet die HHL jeweils nur maximal zwei Studenten zur selben Zeit an eine internationale Partnerhochschule. Bei der Auswahl von neuen Partnerunis wird die Akkreditierung, wissenschaftliche Reputation der Hochschule, Attraktivität des Studienstandortes sowie Sicherheit der Studenten im Zielland berücksichtigt. Vereinfacht wird die Mobilität der Studenten durch die Anpassung des akademischen Kalenders der HHL entsprechend internationaler Gepflogenheiten. Darüber hinaus hat die HHL anstelle der üblichen Semester- eine Quarter-Struktur eingeführt und ermöglicht somit eine bessere Planung des Auslandsstudiums. Weitere Informationen: www.hhl.de/international

Weitere Informationen: http://www.hhl.de/international http://www.ufl.edu/
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