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Universität Siegen will mit einem klaren Profil international punkten

13.01.2010 - (idw) Universität Siegen

Internationale Sichtbarkeit, innovative Studiengestaltung, modernes Campusmanagement - diese Ziele verbindet Rektor Professor Dr. Holger Burckhart mit den anstehenden Strukturveränderungen. Die Frage "Wohin soll die Universität gehen?" ist mit Senat, Fachbereichen und Studierenden in vielen Foren konstruktiv erörtert worden. Anregungen und Bedenken sind in die strategischen Überlegungen zur Profilierung der Universität Siegen eingeflossen. Der Standort soll internationaler werden. Mehr Kollegen aus dem Ausland gewonnen werden. Die Masterstudiengänge sollen attraktiver werden. "Eine adäquate, internationale Forschung wird uns die Studierenden hier halten", so Burckhart. Die Strukturveränderungen dienen dazu, die Universität in der deutschen und internationalen Hochschullandschaft sichtbarer zu platzieren und weiter zu profilieren, um exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden ein attraktives Forschungs- und Lehr-/Lernumfeld bieten zu können. Besonders im Blick hat die Universität dabei den wissenschaftlichen Nachwuchs. "Nach außen sichtbar sind unsere überdurchschnittlich guten Einzelforscher, die Uni selbst mit ihren Forschungsverbünden muss stärker in den Fokus der Öffentlichkeit", so Burckhart.

Zurzeit ist die Struktur der Universität Siegen in Forschung und Lehre weitgehend von Versäulung und damit Vereinzelung gekennzeichnet. "Das Kollegium muss sich auf standortspezifische, aber fächerübergeifende Forschungs- und Lehrschwerpunkte verständigen", erklärt der Rektor. Die interdisziplinäre Kultur eröffnet neue Chancen und kann als Vorteil ausgespielt werden.

Burckhart schlägt vier Fakultäten vor. Die Fakultät I würde demnach die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften beheimaten. Menschen, Bauen, Lebenswelten lautet der Titel für die Fakultät II. Bauingenieure, Architekten, Soziologen, Pädagogen können gemeinsam agieren, ein Alleinstellungsmerkmal - unverzichtbar im internationalen Wettbewerb. Die Wirtschaftswissenschaften werden in der Fakultät III zusammengefasst, die Fakultät IV beinhaltet Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Mathematik. Durch die engere Verzahnung werden Spielräume gewonnen für die angestrebte inhaltliche Profilierung. "Durch die administrative Bündelung reduzieren wir die Belastung des einzelnen Kollegen. In den größeren Einheiten gewinnen wir mehr Flexibilität für einzelne Projekte", erläutert der Rektor.

Jede Fakultät kann eigene Schwerpunkte setzen, die Autonomie in puncto Inhalte und Budget wird erhöht. Übergreifende Studiengänge werden möglich. Burckhart stellt sich "große Bachelorstudiengänge mit breitem Angebot" vor, die Spezialisierung erfolgt später. "Auf der Ebene der einzurichtenden Fakultäten muss der Mut aufgebracht werden, bis auf die Ebene von Lehrstuhlverschiebungen zu denken, damit die neu eingerichteten Fakultäten nicht konservativ in Strukturen verharren, die uns in den letzten vierzig Jahren nicht zu einer international konstant sichtbaren Position gebracht haben", so Burckhart. Denkbar sind zum einen fachwissenschaftlich fundierte Studiengänge, aber auch interdisziplinäre. So könnte die Fakultät IV Grundlagen der Naturwissenschaften anbieten, ihre Schwerpunkte setzen die Studierenden erst in späteren Semestern. "Wir bringen berufsfähige nicht berufsfertige Absolventen auf den Markt. Methodisch geschulte Denker können mit ihrem interdisziplinären Wissen bei den Firmen mehr und mehr punkten", weiß Burckhart.

Den inhaltlichen Fokus legt der Rektor auf das Thema "Zukunft menschlich gestalten". Dieses Profil soll mit Hilfe eines Forscherkollegs etabliert werden. Das Rektorat wirbt externe Mittel ein für vier Institute mit vier Stiftungsprofessuren:

1. Wissenschaftsethik
2. Diversity
3. Zukunftsforschung und Innovationsmanagement
4. Sicherheitsforschung

Außerdem soll die Lehrerbildung innovativ aufgestellt werden. Das Rektorat plant zudem, ein forschungsstarkes Bildungskolleg zu installieren.

Der Zeitplan sieht vor, in den kommenden drei Monaten eine Grundsatzentscheidung der universitären Gremien über die Grundstruktur der Universität Siegen herbeizuführen. Mit Beginn des Jahres 2011 soll mit der Einführung der neuen Struktur begonnen werden.

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