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Seit 1. Januar 2010 im Amt: Neues Präsidium der Gesellschaft Deutscher Chemiker

19.01.2010 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Seit dem 1. Januar 2010 ist Professor Dr. Michael Dröscher, Evonik Degussa GmbH, Präsident der GDCh. Er löste turnusgemäß Professor Dr. Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, ab. Müllen und Professor Dr. Barbara Albert von der Technischen Universität Darmstadt stellen nun die stellvertretenden GDCh-Präsidenten. Zum neuen Schatzmeister der GDCh wurde Dr. Thomas Geelhaar, Merck KGaA, ernannt.

Dröscher, 1949 in Kirn an der Nahe geboren, studierte in Mainz Chemie, wo er 1975 in Physikalischer Chemie promovierte. Seine Habilitation erfolgte, nach einem Postdoc-Aufenthalt bei IBM in San Jose, 1981 am Institut für Makromolekulare Chemie der Universität Freiburg. Dröscher schlug ein Jahr später jedoch, mit seinem Eintritt in die Hüls AG, die Industrielaufbahn ein. Als Labor- und dann als Abteilungsleiter in der Forschung Technische Kunststoffe nahm er aber auch einen Lehrauftrag an der Universität Münster wahr, die ihn 1988 zum Professor ernannte. Nach weiteren leitenden Funktionen wurde Dröscher 1998 Geschäftsführer der Creavis Gesellschaft für Technologie und Innovation mbH, die, aus der Hüls AG hervorgegangen, zur Degussa AG gehörte. Als Konzernbereichsleiter Innovation & Technology Management der Degussa AG wechselte er 2002 von Marl nach Düsseldorf. Unter dem Dach von Evonik wurde er 2007 Bereichsleiter Innovation Management Chemicals der Degussa GmbH, wo er seit Mai 2009 die Aufgabe eines Senior Advisors wahrnimmt.

Die Stärkung des Netzwerkes innerhalb der GDCh und darüber hinaus in der gesamten Chemical Community sieht Dröscher für die kommenden zwei Amtsjahre als GDCh-Präsident als eine seiner Hauptaufgaben an. Im wissenschaftlichen Bereich will er das Thema Wasser in den Mittelpunkt stellen, und Visionen möchte er mit den GDCh-Mitgliedern zum Arbeitsplatz eines Chemikers in 25 Jahren entwickeln. Dröscher ist seit 35 Jahren GDCh-Mitglied. Bevor er 2008 in den GDCh-Vorstand gewählt wurde, war er als Vorsitzender der Fachgruppe Makromolekulare Chemie und des Ortsverbands Marl bereits ehrenamtlich für die GDCh aktiv.

Klaus Müllen möchte die zwei Jahre als GDCh-Präsident nicht missen, auch wenn sie ihm viel Zeit und zusätzliche Arbeit abverlangt haben, was für ihn als Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung nicht immer einfach war. Als stellvertretender Präsident ist der Terminkalender für die GDCh schon etwas leichter zu handhaben. Sein Anliegen bleibt es, Chemikern Übergänge jedweder Art zwischen Hochschule und Unternehmen zu erleichtern. Der gebürtige Kölner (Jahrgang 1947) und studierte Chemiker, der in Basel promovierte und sich in Zürich habilitierte, setzte ab 1977 seine Hochschullaufbahn als Professor an den Universitäten Köln und Mainz fort, bevor er 1989 als Direktor ans Max-Planck-Institut in Mainz berufen wurde.

Barbara Albert gehört dem GDCh-Vorstand ebenfalls seit 2008 an, und seit 2006 ist sie bereits Vorsitzende der GDCh-Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung. 1966 in Bad Godesberg geboren, nahm sie das Chemie-Studium in Bonn auf und erwarb dort 1990 das Diplom und 1995 den Doktortitel. Nach einem Postdoc-Jahr am Materials Research Laboratory der UC Santa Barbara und weiteren Forschungsjahren an der Universität Gießen habilitierte sie sich 2000 an der Universität Bonn und erhielt 2001 einen Ruf als C4-Professorin an die Universität Hamburg. Nach Darmstadt wechselte sie 2005 und wurde dort 2007 Dekanin des Fachbereichs Chemie. Albert möchte in ihrer neuen Funktion als GDCh-Vizepräsidentin vor allem die Chemie in der Öffentlichkeit sichtbarer machen und die gesellschaftliche Akzeptanz der Grundlagenforschung erhöhen.

Anlässlich der kommenden GDCh-Vorstandssitzung am 8. März in Gießen übernimmt Thomas Geelhaar, Sprecher der Chemieforschung der Merck KGaA, Darmstadt, von Dr. Hans Jürgen Wernicke, Süd-Chemie AG, München, das Amt des GDCh-Schatzmeisters. Geelhaar, 1957 in Mainz geboren, studierte in seiner Heimatstadt Chemie und trat nach erfolgter Promotion 1984 in das Darmstädter Unternehmen ein, wo er von der Leitung der Flüssigkristall-Forschung bis zum Leiter der Geschäftsentwicklung Chemie zahlreiche führende Positionen innehatte.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit annähernd 29.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 26 Fachgruppen und Sektionen sowie 62 Ortsverbände.

Weitere Informationen: http://www.gdch.de
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