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Merlin-Roboter und Chemie-Park locken zur Universitätsmesse JUMAX

24.06.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wer schon immer mal einen Kleinroboter bedienen wollte, kann das auf der Würzburger Universitätsmesse JUMAX am Stand der Informatiker tun: Dort stehen so genannte Merlins bereit, die sich mit hoch präzisen Joysticks oder über die Computertastatur bewegen lassen. An diesen Kleinfahrzeugen entwickeln die Würzburger Forscher unter anderem eine Robotersteuerung per Internet und Funk.


Merlins heißen diese Roboter-Fahrzeuge, welche die Besucher der Unimesse JUMAX per High-Tech-Joystick oder Internet steuern können. Präsentiert werden die Roboter von Radu Barza, Mathieu Boisvert und Gregor Zysko (von links). Foto: Emmerich
Der Würzburger Diplom-Chemiker Rainer Stahl bereitet Proben für Messungen vor - wer selbst einmal im Labor werkeln will, sollte auf der Unimesse JUMAX den Erlebnispark Chemie aufsuchen. Foto: Emmerich Die Informatiker um Prof. Dr. Klaus Schilling zeigen außerdem den Prototyp eines kleinen Mars-Fahrzeugs, das sie im Auftrag der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA gebaut haben. Die Besucher können testen, ob sie es schaffen, dieses Gefährt durch eine Mini-Marslandschaft zu steuern.

Der Messebetrieb auf dem Hubland-Campus läuft am Mittwoch und Donnerstag, 25. und 26. Juni, jeweils ab 9.30 Uhr. Der Eintritt ist frei; eingeladen ist die gesamte Öffentlichkeit. Unipräsident Prof. Dr. Theodor Berchem: "Vor allem können sich die künftigen Studierenden über unser gesamtes Studienangebot informieren und etwas über die Berufsperspektiven erfahren". Hierzu bieten sämtliche Fachbereiche Vorträge und Studienberatungen an. Sein Grußwort zur Messe spricht Präsident Berchem am Mittwoch um 11.00 Uhr im Fakultätenzelt.

Erste Orientierung im Infozelt

In einem Infozelt können sich die Besucher einen ersten Überblick verschaffen: Zentraler Anlaufpunkt ist der Stand der Pressestelle, wo es Programmhefte und andere Info-Materialien gibt (Messetelefon: 0931/31-2401). Außerdem stehen dort, wie auch auf dem übrigen Campus, Studierende als Messelotsen bereit: Sie sind Ansprechpartner besonders für die ortsunkundigen Besucher. Das Infozelt beherbergt weiterhin Studienberatung und Studentenkanzlei, Studentenwerk, Sportzentrum, Auslandsamt, Rechenzentrum, Uniklinikum und Uni-Shop.

Für all diejenigen, die schon studieren, organisiert die Uni eine Firmenkontaktbörse. Vertreter von 20 Firmen und Institutionen informieren über Einstiegsmöglichkeiten, Praktika oder Diplomarbeiten, und zwar an beiden Messetagen von 10.00 bis 16.00 Uhr. "Hier finden Absolventen und Verantwortliche aus der Wirtschaft ein Forum, um sich kennenzulernen", so Unikanzler Bruno Forster. Ergänzt werde das Programm für die Studierenden durch kostenlose Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben und ein Gedächtnistraining sowie Einführungskurse in PowerPoint.

Chemie: Erlebnispark und Show-Vorlesung

Eine der JUMAX-Hauptattraktionen ist der Erlebnispark Chemie. Neben Experimenten mit Honig, Lachs und anderen Produkten aus dem Supermarkt können die Besucher dort "Geldscheine in Flammen" und andere Kuriositäten erleben. Der Erlebnispark ist an beiden Messetagen von 9.30 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Weil 2003 zum "Jahr der Chemie" ausgerufen wurde, spielt diese Wissenschaft auf der Messe eine zentrale Rolle. Eine Chemie-Vorlesung, bei der es stinkt, kracht und raucht, beginnt am Mittwoch um 14.15 Uhr im Max-Scheer-Hörsaal am Hubland.

An beiden Messetagen präsentiert die Fakultät für Chemie und Pharmazie jeweils ab 17.00 Uhr ein Vortragsprogramm. Dabei erfährt man, was Chemiker mit der Verbrecherjagd zu tun haben, warum sie sich für Umweltveränderungen und Biologie interessieren, wie sie Chemie auf dem Computer betreiben und Atome sichtbar machen. Vorgestellt wird auch die Entwicklung von Arzneimitteln. Die Pharmazeuten bestimmen am Donnerstag außerdem Blutzucker und Cholesterolspiegel der Messebesucher.

Angriff auf Honigbienen

Zum "High-Tech-Angriff auf Honigbienen" blasen die Biologen, und zwar an einem echten Bienenstock. Bei den Medizinern können sich die Messebesucher unter anderem einer Augen- oder Ultraschalluntersuchung unterziehen, ihr Blut typisieren, mikroskopieren und sich Einsätze aus der Notfallmedizin demonstrieren lassen.

Die Geowissenschaftler gestatten durchs Mikroskop Einblick in die faszinierende Welt der Gesteine und zeigen eine Ausstellung über Meteorite. Ins Weltall stoßen auch die Physiker und Astronomen vor, die unter anderem das Spiegelteleskop MAGIC präsentieren.

Beim Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin kann man das Blutbild von Leukämie-Patienten und Gesunden vergleichen. Außerdem stellt sich dort eine Forschergruppe vor, die einzelne Moleküle in den Körperzellen sichtbar machen will. Beim Bücherflohmarkt der Unibibliothek muss nicht gefeilscht werden, denn dort kostet ein Zentimeter Buch exakt 50 Cent.

Das Studentenwerk macht es möglich, dass jeder Messetag mit einer Fete endet: Am Mittwoch gibt es eine Beach-Party am Volleyballfeld, am Donnerstag steigt dann am Hubland die größte Uni-Party des Sommersemesters. Bis tief in die Nacht heizen bei der "JUMAX-Partyzone" sechs DJ's aus Würzburger Clubs auf vier Areas ein.

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