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Jura-Studium mit Praxisbezug: Mannheimer Studenten streiten in simulierter Gerichtsverhandlung

24.06.2003 - (idw) Universität Mannheim

Vorsitzender der Verhandlungen ist Ex-Vizepräsident des Bundesgerichtshofes / Halbfinale am Mittwoch, 25. Juni / 3.000 Euro Preisgeld

Das Jura-Studium muss nicht trocken sein- dies beweist der 4. Mannheimer Moot Court. Am 25. Juni 2003 treten Jura-Studierende und Referendare der Universitäten Mannheim und Heidelberg in einer streitigen Gerichtsverhandlung unter Realbedingungen gegeneinander an. Sie verhandeln öffentlich den Fall "Die Anti-Babypille". Die angehenden Juristen simulieren die Schadensersatzklage einer jungen Frau gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten. Den Vorsitz über die Gerichtsverhandlung führt der frühere Vizepräsident des Bundesgerichtshofes, Professor Dr. Horst Hagen. Beisitzer sind Rechtsanwalt Dr. Jäger von der Kanzlei Shearman & Sterling und die Mannheimer Jura-Professoren Ulrich Falk und Volker Rieble.

Der Zivilrechts-Moot-Court ist eine Art Rechtswettstreit, in der Jung-Juristen in Zweier-Teams in die Rolle des Kläger- bzw. Beklagtenvertreters schlüpfen. Die Universität Mannheim gibt dadurch ihren Studierenden nach amerikanischem Vorbild Gelegenheit, die graue Theorie noch vor dem Examen in der Praxis zu erproben. Hier können sie nicht nur Argumentation und angemessene Prozessstrategien trainieren, sondern auch vor einem leibhaftigen BGH-Richter selbstsicheres Auftreten, freie, überzeugende Rede und gedankliche Flexibilität unter Beweis stellen.

Der Schilling-Moot-Court - benannt nach dem 1992 verstorbenen Mannheimer Anwalt und Rechtswissenschaftler Wolfgang Schilling - wird vom Mannheimer Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rhetorik und Europäische Rechtsgeschichte organisiert und geht am 25. Juni mit der Verhandlung "Die Anti-Babypille" in die zweite Runde. Zuvor mussten sich die angehenden Juristen bereits durch die Ausarbeitung eines Anwaltsgutachtens für das Halbfinale qualifizieren, in das nun die vier besten Teams Einzug halten. Die Verhandlungen finden in der Aula der Universität Mannheim statt, Zuschauer sind herzlich willkommen.

Zusätzlichen Anreiz für die Teilnehmer liefert ein Geldpreis in Höhe von 3 000 Euro, den die Kanzlei Shearman & Sterling Mannheim dem Mannheimer Zivilrechts-Moot-Court bereits zum vierten Mal in Folge gestiftet hat. Das Engagement der Anwaltssozietät macht dabei deutlich, dass gerade international agierende Kanzleien mit wirtschaftlicher Ausrichtung solch praxisnahen Lehrveranstaltungen aufgeschlossen gegenüberstehen.
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