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Vorsprung durch innovative Produktionstechnik - Chancen für den Mittelstand

10.02.2010 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Wie produzierende Unternehmen von einer Zusammenarbeit mit den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft profitieren können, war Thema eines Vortragsabends unter Federführung der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern am 9. Februar 2010 in Aachen. Die Einladung hatte zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen der Region erreicht: Rund 100 Teilnehmer aus ganz NRW wollten erfahren, wie sie durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Fraunhofer als Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern können. Als fachlich kompetente Gastgeber standen gleich drei Fraunhofer-Institute bereit: das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, für Lasertechnik ILT sowie für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME.

Innovation als Motor für den Erfolg

"Marktfähige Innovationen sind der Motor für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in NRW", so Bert Wirtz, der Präsident der IHK Aachen gleich zu Beginn der Veranstaltung. "Die wissenschaftlichen Leistungen müssen schneller in unternehmerische Verfahren und Produkte einfließen", forderte der IHK-Präsident und empfahl insbesondere mit Blick auf kleine sowie mittelständische Betriebe, dass "die Partner auf beiden Seiten mehr aufeinander zu gehen müssen."

Motivation für den Mittelstand spendete auch der nordrhein-westfälische Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart: Er ermutigte die Unternehmer im Publikum nachdrücklich, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise in Forschung und Innovation zu investieren, da Deutschland sonst den Rang des Vizeexportmeisters nicht halten könne. "Wir brauchen mehr Miteinander zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Forschungsfragen und technische Herausforderungen werden meistens durch einen intensiven Austausch zwischen Theorie und Praxis gelöst. Enge Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bringen beiden Partnern wichtigen Erkenntnisgewinn", sagte Pinkwart.

Ähnlich erwartungsvoll blickte Prof. Günther Schuh, Direktor des Fraunhofer IPT und Prorektor für Industrie und Wirtschaft der RWTH Aachen, in die Zukunft und schilderte dem Publikum seine Vision für die Region Aachen: Mit dem geplanten RWTH Campus entstehe in den kommenden Jahren eine der ehrgeizigsten Kooperationen zwischen Hochschule und Industrie. "Wir müssen schneller an marktrelevantere Themen kommen." Das Campus-Konzept bringe deshalb eine neue Dimension mit sich: "Es geht nicht mehr darum, nur zu wissen, wo was steht oder wer was weiß. Es geht darum zu wissen, wo Wissen entsteht."

Was die Zukunft der Produktionsforschung bringen wird und welches aus Fraunhofer-Sicht die dringendsten Themen für Wirtschaft und Gesellschaft sein werden, erläuterte Fraunhofer-Vorstand Prof. Ulrich Buller. Die Fraunhofer-Institute sähen sich als Treiber für Lösungen, lautete seine zentrale Aussage: Themen wie Energie, Mobilität und Umwelt stehen schon heute gleichberechtigt neben den menschlichen Grundbedürfnissen nach Gesundheit, Kommunikation und Sicherheit. Buller unterstrich hier besonders die Bedeutung der Produktion und der produktionsnahen Dienstleistungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Deutlich wies er darauf hin, dass noch große Herausforderungen zu meistern seien - sowohl technologischer Art als auch bedingt durch den globalen Wettbewerb.

Anhand von drei Praxisbeispielen aus produzierenden Unternehmen konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung schließlich ein sehr konkretes Bild über das Zusammenspiel von angewandter Forschung und industrieller Ergebnisverwertung machen: Prof. Peter Loosen warb am Beispiel verschiedener Anwendungsgebiete der Lasertechnik nachdrücklich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung. Aus der Perspektive der Industrie schilderten anschließend Klaus Eimann von der Braun GmbH aus Marktheidenfeld und Dr. Thomas Rodemann von der Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG aus Wuppertal die konkreten Vorteile solcher Kooperationen.

Einhelliges Fazit des Abends, der nach angeregten Diskussionen mit einem Imbiss in den Räumen des Fraunhofer IPT ausklang: Nur mit einer hochentwickelten und extrem effizienten Produktionstechnik lässt sich langfristig der Wirtschaftsstandort Deutschland sichern. Die enge Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Industrie ist heute unerlässlich, um zukunftsfähige produktionswissenschaftliche Strategien und innovative Technologien zu entwickeln. Um ihre Forschungsergebnisse wirkungsvoll in die Praxis umzusetzen arbeiten die Fraunhofer-Institute schon jetzt eng mit Partnern aus allen Bereichen der Industrie zusammen - nicht nur vor Ort in Aachen und in NRW, sondern auch weltweit in vielfältigsten Kooperationsformen.

Kontakt

Susanne Krause M.A
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-180
Fax +49 241 8904-6180
susanne.krause@ipt.fraunhofer.de

www.ipt.fraunhofer.de

Thomas Wendland
Industrie- und Handelskammer Aachen
Theaterstraße 6-10
52062 Aachen
Telefon +49 241 4460-272
Fax +49 241 4460-316
thomas.wendland@aachen.ihk.de
www.aachen.ihk.de

Diese Pressemitteilung und ein druckfähiges Bild finden Sie auch im Internet unter www.ipt.fraunhofer.de/press/InfoabendmitIHKundFraunhofer.jsp
Weitere Informationen: http://www.ipt.fraunhofer.de/press/InfoabendmitIHKundFraunhofer.jsp
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