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Die biologische Vorgeschichte des Menschen: Individuum, Familie, Nation, Gattung16.02.2010 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Für die Selbstverständigung des Menschen spielt der Rekurs auf seine Geschichte beziehungsweise Vorgeschichte als biologisches Wesen eine zunehmend wirkmächtige Rolle. Auf einer Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) vom 3. bis 6. März 2010 untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die historische Genese biologischer Narrative. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, in welcher Weise und zu welchen Zwecken der Mensch bei der Konstruktion seiner Geschichte auf eine ihm vorgängige und unverfügbare Bio-Vor-Geschichte zurückgreift.
Die Essener Tagung "Die biologische Vorgeschichte des Menschen" nimmt den Zeitraum vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart in den Blick. Untersucht werden soll, wie sich eine geschichtstheoretische Problematik und eine wissenstheoretische Konstellation in einer genuin literarischen Form kreuzen. Vor dem Hintergrund der Integration der Biologie - als der sich um 1800 etablierenden Wissenschaft vom Leben - in die Konstruktion von Geschichte(n) lassen sich vier zentrale biologisch-literarische Narrative ausmachen, die in ihrer wechselseitigen Verschränkung und ihren spezifischen Transformationen bis zur Gegenwart verfolgt und analysiert werden sollen. So ist die Tagung nach einem einleitenden Block über "Vor- und Lebensgeschichten" in vier Sektionen unterteilt: "Individuum", "Familie", "Nation, Ethnie, Rasse, Kultur" und "Gattung".
Ausführliches Tagungsprogramm: http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-275.html
Wissenschaftliche Leitung:
Maximilian Bergengruen (Universität Genf), Roland Borgards (Universität Würzburg), Johannes F. Lehmann (Universität Duisburg-Essen)
ReferentInnen:
Eva Geulen (Universität Bonn), Werner Ingensiep (Universität Duisburg-Essen), Paul Münch (Universität Duisburg-Essen), Harald Neumeyer (Universität Bayreuth), Michael Niehaus (Dortmund), Stefan Rieger (Ruhr-Universität Bochum), Armin Schäfer (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin), Peter Schnyder (Universität Neuchâtel), Marianne Sommer (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, ETH), Barbara Thums (Universität Tübingen), Hubert Thüring (Universität Basel) u.a.
Datum: 3. bis 6. März 2010
Ort: NOVA VITA Residenz Essen, Goethestr. 19, 45128 Essen (bitte am Eingang der Goethestr. 19 bei "Rezeption" klingeln)
Journalisten sind herzlich eingeladen, um eine Anmeldung bis zum 2. März 2010 wird gebeten.
Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-275.html
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
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