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Fasziniert von Teilchenphysik: Schüler als Nachwuchsforscher17.02.2010 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen
Schülerforschungstage "Teilchenphysik Masterclasses" in 23 Ländern
Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Forschung: Mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler aus aller Welt werden in den kommenden Tagen eine nahegelegene Universität oder Forschungseinrichtung besuchen und dort einen Tag lang als Nachwuchs-Teilchenphysiker arbeiten. Die Jugendlichen schauen den Wissenschaftlern über die Schulter und analysieren selbst Daten, die bei Kollisionen zwischen Elementarteilchen am weltgrößten Beschleunigerring am Forschungszentrum CERN in Genf aufgezeichnet wurden. Diese Begegnung mit der faszinierenden und hochaktuellen Teilchenphysik-Forschung geschieht im Rahmen der Internationalen Schülerforschungstage "Hands on Particle Physics Masterclasses", die von der EPPOG (European Particle Physics Outreach Group) vom 15. Februar bis 5. März 2010 veranstaltet werden und nun begonnen haben. Veranstaltungstermin an der Universität Tübingen ist der 5. März.
Die Hands on Particle Physics Masterclasses werden in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Tübingen veranstaltet. 90 Universitäten oder Forschungsinstitute in 23 Ländern öffnen ihre Türen für den Nachwuchs, neben Tübingen 13 Einrichtungen in Deutschland, die mehr als 800 Jugendliche erwarten. Über ein Tochterprogramm sind weitere 22 Institute in den USA beteiligt. So erhalten 16 bis 19 Jahre alte Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, einen Tag lang hochmoderne Forschung in authentischer Umgebung mitzuerleben und Einblicke in die internationale Zusammenarbeit der Teilchenphysiker zu bekommen.
Das Kepler Center für Astro- und Teilchen-Physik an der Universität Tübingen bietet diese einzigartige Gelegenheit, in die Forschung hineinzuschnuppern, am 5. März 2010. Einführende Vorträge vermitteln den Teilnehmern die nötigen Vorkenntnisse über die Elementarteilchen, die Bausteine der Materie, und über Detektoren. Anschließend werten die Jugendlichen Daten aus, die bei Teilchenkollisionen am CERN in Genf aufgezeichnet wurden. In den kilometerlangen unterirdischen Röhren des Forschungszentrums zirkulieren Teilchen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn diese aufeinander stoßen, entstehen neue Elementarteilchen. Die Untersuchungen dieser Kollisionen, die genau so bereits Sekundenbruchteile nach dem Urknall stattfanden, erlauben Rückschlüsse darauf, wie das Universum entstanden ist. Zum Abschluss des Forschungstags vergleichen die Nachwuchswissenschaftler ihre Ergebnisse in einer Video-Konferenzschaltung mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt - ganz genau so, wie es auch in den internationalen Kollaborationen der Teilchenphysiker üblich ist.
Unterstützt wird das Programm von der Helmholtz Allianz "Physik an der Teraskala", dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (EPS).
Weitere Informationen:
Interessierte Schüler und Medienvertreter können sich wenden an:
Prof. Dr. Peter Grabmayr
Prof. Dr. Josef Jochum
Eberhard Karls Universität Tübingen
Auf der Morgenstelle 14, 72076 Tübingen
T. 0 70 71/29-7 44 50
E-Mail grabmayr [at] uni-tuebingen.de
Internetadressen
* Tübinger Masterclasses am 5. März 2010 : http://www.physik.uni-tuebingen.de/schule
* Hands-on Particle Physics Masterclasses: http://www.physicsmasterclasses.org/index.htm
* Zeitplan: http://www.physicsmasterclasses.org/mc/schedule_orga.htm#common
* Netzwerk Teilchenwelt: http://www.teilchenwelt.de
* EPPOG: http://eppog.web.cern.ch/eppog Die "European Particle Physics Outreach Group" ist ein eigenständiges Komitee aus Vertretern der CERN-Mitgliedsländer sowie von CERN- und DESY-Mitarbeitern. Ziel der Gruppe ist es, die Teilchenphysik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Termine für die in Deutschland beteiligten Institute:
Veranstaltungen für Schülerinnen und SchülerVeranstaltungen für Lehrkräfte15.02. MPI für Physik & LMU München
16.02 Uni Freiburg
17.02. Uni Wuppertal
18.02. Uni Bonn
19.02. Uni Göttingen
19.02. Uni Siegen
22.02. Uni Erlangen-Nürnberg
22.02. Uni Würzburg
23.02. Humboldt-Universität Berlin & DESY, Zeuthen
26.02. Uni Mainz
01.03. RWTH Aachen
01.03. TU Dresden
01.03. Uni Heidelberg
05.03. Uni Tübingen19.02. TU Dresden & Forschungszentrum Dresden-Rossendorf
20.02. Uni Göttingen
22.02. HU Berlin & DESY, Zeuthen
Gesamtleitung:
Prof. Dr. Michael Kobel, Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, 01069 Dresden
Tel.: (0351) 463-3 98 80
E-Mail kobel [at] physik.tu-dresden.de
Koordination und Ansprechpartner:
Dr. Uta Bilow, Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, 01069 Dresden
Tel.: (0351) 463-3 29 56
E-Mail uta.bilow [at] physik.tu-dresden.de
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