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Wie Religionen Frieden stiften - Internationales Symposium in Osnabrück

22.02.2010 - (idw) Deutsche Stiftung Friedensforschung

Das internationale Symposium "Religionen und Weltfrieden. Zum Friedens- und Konfliktlösungspotenzial von Religionsgemeinschaften", das vom 20. bis 23. Oktober 2010 in der Friedensstadt Osnabrück stattfinden wird, greift eine Thematik von weitreichender friedenspolitischer Bedeutung auf: Am Beispiel der fünf Weltreligionen Hinduismus, Buddhismus, Islam, Christentum und Judentum soll der Frage nachgegangen werden, welche Frieden stiftenden Potenziale der Religionen erkennbar sind und unter welchen Bedingungen sie zur Entfaltung kommen. Das Symposium wird gemeinsam von der Deutschen Stiftung Friedensforschung, dem Forschungsverbund Religion und Konflikt sowie dem Wissenschaftlichen Rat der Osnabrücker Friedensgespräche ausgerichtet.
Ausgangspunkt der Überlegungen, so der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Friedensforschung, Prof. Dr. Volker Rittberger, ist die Beobachtung, dass Religionen und Religionsgemeinschaften sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in öffentlichen Debatten überwiegend eine konflikttreibende und -rechtfertigende Rolle zugeschrieben wird. Das Szenario eines gewaltsamen "Zusammenpralls der Zivilisationen" gründe nicht zuletzt auf der Annahme, dass Religionen häufig zu einer Verschärfung von Konflikten beitragen. In dieser Perspektive werde jedoch das Frieden stiftende Potenzial der Religionen vernachlässigt, obwohl es zahlreiche Beispiele dafür gebe, dass sich Kirchen, religiöse Organisationen oder auch einzelne Repräsentanten von Religionsgemeinschaften mit großem Engagement und sichtbaren Erfolgen der Friedensarbeit widmen.
Das Programm des internationalen Symposiums "Religionen und Weltfrieden" ist mit der Zielsetzung entworfen worden, insbesondere die friedensfördernden Potenziale von Religionen und Religionsgemeinschaften in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung und der öffentlichen Debatte zu rücken: Wie können Religionen dazu beitragen, dass gewaltsamer Konfliktaustrag vermieden und Friedensprozesse nachhaltig gefördert werden? Wie kann einer häufig zu beobachtenden Instrumentalisierung von Religion in Konflikten wirksam vorgebeugt werden? Vor dem Hintergrund der aktuellen und künftigen Gefährdungen für den Weltfrieden, wie z. B. den Folgen des Klimawandels oder der zunehmenden Knappheit von lebenswichtigen Ressourcen, kommt dem Dialog zwischen den Religionen und Kulturen eine wachsende Bedeutung zu.
Am Symposium werden sowohl international renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen als auch Vertreter der friedenspolitischen Praxis von verschiedenen Kontinenten teilnehmen. Darüber hinaus ist das Symposium eingebettet in begleitende Vortrags- und Podiumsveranstaltungen, für die bekannte Persönlichkeiten aus Kirchen, Politik und internationalen Organisationen angefragt worden sind.
Das internationale Symposium richtet sich nicht nur an ein wissenschaftliches Publikum, sondern soll auch interessierte Fachkreise in Religionsgemeinschaften, Politik, Wirtschaft und Kultur sowie die breite Öffentlichkeit ansprechen. Aus diesem Grund wird eine Simultanübersetzung der Beiträge angeboten. In Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück wird zudem ein kulturelles Rahmenprogramm vorbereitet.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Unterstützung für das Symposium "Religionen und Weltfrieden" in Aussicht gestellt.
Weitere Informationen: http://www.religionenundweltfrieden.de
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