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Deutsch-türkische Wirtschaftsförderung durch Studenten

25.02.2010 - (idw) Hochschule Wismar, University of Applied Sciences: Technology, Business and Design

Wismar/Istanbul Im Seminar zur Entwicklung strategisch ausgerichteter Messeausstellerkonzepte beraten türkische Studenten Unternehmen in ihrer Heimat mit dem Ziel, erfolgreich als Aussteller auf dem Messeplatz Deutschland zu agieren. Wismar, Istanbul Donnerstag, 25. Februar 2010: der Wismarer Professor Dr.-oec. Christian Feuerhake diskutiert mit rund 30 Betriebswirtschaftsstudenten an der deutschsprachigen Abteilung für Betriebswirtschaftslehre der Marmara Universität Istanbul. Die türkischen Dozentin Dr. A. Bahar Ceritoglu hat nach Absprache mit ihrem deutschen Kollegen seit Wochenanfang die angehenden Manager im Fachgebiet Messemanagement auf den Besuch des Gastprofessors vorbereitet. Sie wird auch nach dessen Abreise bis zum Abschlussbericht im Juni 2010 die Studenten vor Ort betreuen. Prof. Feuerhake wird gleich zu Beginn des Sommersemesters an der Hochschule Wismar seine Studenten für das Projekt begeistern, um einen Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und türkischen Studenten - bevorzugt per E-Mail - zu ermöglichen.

In Wismar hatte der 48-jährige Professor für Marketing/Internationales Marketing 2008 ein neues Lehrveranstaltungskonzept initiiert, von dessen Erfolgen sich mittelständige Unternehmen der Region Nordwestmecklenburg bereits 2009 ebenso überzeugen konnten wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern und der Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA). Das Wirtschaftsministerium hatte das Praxisprojekt der Wismarer Hochschule aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und wird dies bis 2012 fortsetzen. Auch der AUMA ist weiterhin als Unterstützer des Projektes in Istanbul dabei. Zu diesen beiden haben sich deutsche Messeveranstalter wie zum Beispiel die Deutsche Messe AG mit zusätzlichem Sitz in Istanbul, türkische Handelskammern und die Deutsch-Türkische Handelskammer zu Istanbul (AHK) gesellt. Ziel des Wismarer Lehrveranstaltungskonzeptes war es, dass Studenten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und der Fakultät Gestaltung Messeausstellungskonzepte in Kooperation mit den Geschäftsleitungen von zum Teil messekritischen Unternehmen entwickeln. Das besondere bei der Übertragung in den türkischen Projektablauf besteht darin, dass die türkischen Unternehmen von Studenten der Marmara Universität mit dem Fokus beraten werden, Aussteller auf einem Messeplatz in Deutschland zu werden. Messeveranstalter stehen in einem massiven internationalen Verdrängungswettbewerb. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt neben der akademischen Ausbildung auch dazu beitragen, die Attraktivität des Messeplatzes Deutschland in der Türkei hervorzuheben.

"Internationalität und Messeprofessionalität sind wesentliche Faktoren für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen. Dieses gilt insbesondere für mittelständische Unternehmen, die zwar über nationale Messeerfahrungen in der Türkei verfügen, bisher jedoch noch nicht an internationalen Auslandsmessen teilgenommen haben, dies aber für die Zukunft in Erwägung ziehen", begründet Prof. Feuerhake die spezielle praxisnahe Ausbildung der angehenden Manager. Auf seine fünfjährige Tätigkeit als DAAD-Dozent im knapp 2400 Kilometer entfernten Istanbul zurückblickend, schätzt er ein, dass davon auszugehen ist, dass sich insbesondere im Ballungsraum Istanbul eine Vielzahl von Unternehmen vor dem Sprung zur Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeiten befindet. Acht bis zehn von ihnen werden nun in das laufende Projekt aktiv einbezogen. Den gestalterischen Teil der Projektarbeit werden Studenten der Mimar Sinan Universität für Architektur und Gestaltung übernehmen. Einen Einblick in das aktuelle Messegeschehen können die türkischen Studenten gemeinsam mit ihrem deutschen Gastprofessor am Freitag, dem 26. Februar 2010, erhalten, wenn sie die Industriemesse WIN in Istanbul besuchen, die von der Deutschen Messe AG veranstaltet wird.


Bei Rückfragen wenden Sie als Vertreter der Medien sich bitte direkt an Prof. Dr. oec. Christian Feuerhake, Tel.: 03841 753-168, mobil: 0176-211 922 32 bzw. E-Mail: christian.feuerhake@hs-wismar.de.

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